Uelzen + Lüneburg



Reisedatum:  Sonntag, 02.05.2021

 

An- und Abreise:  per Bahn

 

Vor Ort:  Zu Fuß


Sonntags um 5.30 Uhr aufstehen, nur um sich einen Bahnhof anzuschauen? Ja! :-) Wie schon öfter gesagt: Ihr müsst mich nicht verstehen!

Reiseziel des Tages war also Uelzen. Ich gebe zu: Ohne den dortigen Hundertwasserbahnhof hätte es mich vermutlich nie nach Uelzen verschlagen, aber die BahnCard 100 macht halt auch solch verwegene Touren mal möglich; Anreise über Mannheim mit dem ICE. Passend zur nicht so großen Stadt ist natürlich auch der Bahnhof nicht gerade riesig, wobei dieser Maßstab ja auch nicht immer passt und es durchaus Kleinstädte mit opulenten Bahnhofsgebäuden gibt. Dafür ist der Bahnhof von Uelzen einfach schön. Zu Hundertwasser und seiner Architektur/Kunst muss ich nicht viel sagen, seht einfach die Bilder. Ich fands jedenfalls sehr interessant. Eine kleine Runde durch die Stadt war natürlich auch noch drin, hier sind mir unterwegs vor allem jede Menge Kunstwerke ("Weg der Steine") aufgefallen, die einfach so in der Fußgängerzone platziert sind. Sieht man zwar in vielen Städten, aber in dieser Dichte dürfte es eher selten sein. Der Stadtkern mit seinen schönen Backsteinbauten hat mir auch gefallen, besonders die kleine St.-Gertruden-Kapelle am Ratsteich. Durch eine langgezogene Parkanlage ging es dann aber auch schon wieder zum Bahnhof, und es drängte sich die Frage auf, was man mit dem "angebrochenen Tag" denn noch so anstellen könnte. Ein Blick auf den Fahrplan brachte die Lösung: Lüneburg! Nicht weit entfernt und mit Fernzuganschluss bis direkt nach Mannheim - das passte. Ich erinnerte mich auch dunkel an eine bei der Durchfahrt Richtung Hamburg von weitem sichtbare riesige Kirche, wenigstens die wollte ich mir mal anschauen. Die St.-Johannis-Kirche mit ihrem 110 Meter hohen (schiefen!) Turm ist ein beeindruckendes Bauwerk - leider konnte ich nicht rein. Der an sie grenzende Marktplatz - Stichwort Backsteingotik - passt dazu perfekt. Die norddeutsche Backsteingotik ist für mich ohnehin eine wunderschöne Stilepoche, die mir zuvor schon u. a. in Lübeck, Stralsund, Wismar und natürlich auch Hamburg begegnet ist. Für mehr als diese kleine Stippvisite reichte die Zeit dann aber nicht, da ich Sonntags dann doch lieber etwas früher daheim sein wollte. Hierbei half dann auch der Umstieg in Kassel-Wilhelmshöhe vom IC in den ICE mit passendem S-Bahn-Anschluss in Mannheim. Langer Tag, zwar ohne größere Fußmärsche, aber hat trotzdem Spaß gemacht.