Trier



Reisedatum:  Samstag, 05.12.2020

 

An- und Abreise:  Auto

 

Vor Ort:  Zu Fuß


(geschrieben am 11.12.2020)

Trier und Worms (und andere) streiten ja schon seit vielen Jahren um den Titel "Älteste Stadt in Deutschland". Wo meine Sympathie in dieser Frage liegt, brauche ich vermutlich nicht zu betonen :-) 

 

Einen Tag vor Nikolaus ging es recht spontan mit dem Auto nach Trier. Die fürchterliche Amokfahrt ein paar Tage davor spielte bei der Wahl des Reiseziels prinzipiell keine Rolle. Aber natürlich war es nicht möglich, sich den Eindrücken dieser Tat in der Stadt zu entziehen, nicht zuletzt durch die vielen "Kerzenmeere" in der gesamten Innenstadt.

 

Ich parkte das Auto in der Nähe der Mosel und wollte einen Rundgang durch die Innenstadt machen. Trier bietet ja viele Sehenswürdigkeiten, auch aus römischer Zeit. Bekanntestes Bauwerk ist natürlich die Porta Nigra, an der ich meinen Rundgang begann. Für mich besonders spannend ist die Tatsache, dass das Stadttor im Mittelalter sozusagen als Kirchengebäude "ausgefüllt" wurde und erst im 19. Jahrhundert wieder zu seiner ursprünglichen Form umgestaltet wurde. An die Porta Nigra schließt sich die Fußgängerzone an, die ich dann bis runter an die Mosel durchquerte. Man kommt vorbei an mehreren schönen Plätzen, Kirchen und hat überhaupt einen positiven Eindruck von der Innenstadt. Die Mosel habe ich dann kurz auf der alten Römerbrücke überquert, bevor es zurück in die Innenstadt ging. Vorbei an Synagoge, Rathaus, Theater und dem großen Viehmarktplatz erreichte ich schließlich die berühmten Kaiserthermen. Besichtigung usw. aufgrund von Corona natürlich nicht möglich, aber auch von außen machen die Anlagen einen starken Eindruck. Durch den Palastgarten erreicht man die beeindruckende Konstantinbasilika, die ich mir längst nicht so groß vorgestellt hatte. Von hier dann wieder in die Fußgängerzone zum Domfreihof mit dem Trierer Dom und der sich direkt anschließenden Liebfrauenkirche. Auch dies zwei überaus sehenswerte Gebäude! Durch die Fußgängerzone und wieder an der Porta Nigra vorbei ging es dann zurück zum Auto, wo ein wirklich schöner und lehrreicher Rundgang nach 10 km sein Ende fand.