Stuttgart



Reisedatum:  Samstag, 20.02.2021

 

An- und Abreise:  per Bahn

 

Vor Ort:  Zu Fuß


(geschrieben am 28.02.2021)

Vorbemerkung: Zum besseren Nachvollziehen meiner Ausflüge habe ich mir die App Komood zugelegt, man kann hier auch meine Spaziergänge mitverfolgen.

 

Nach längerer witterungsbedingter Pause ging es endlich wieder on Tour. Das Reiseziel Stuttgart war ursprünglich bereits für den Silvestertag 2020 geplant gewesen, aber auch hier war das Wetter der Spielverderber. In Stuttgart war ich schon mehrmals, allerdings "nur" in der Wilhelma und im Mercedes-Museum - von der Stadt selbst kannte ich bis dato noch nichts. Der mit der Bahn anreisende Besucher erreicht Stuttgart im berühmt-bekannt-berüchtigten Hauptbahnhof. Das Thema "Stuttgart21" dürfte jedem ein Begriff sein, auch beim wiederholten Besuch war ich wieder überrascht vom Umfang dieser riesigen Baustelle. Die Trostlosigkeit des Empfangsgebäudes ist hoffentlich nur vorübergehend! Wie üblich hatte ich für meinen Ausflug keinen besonderen Plan und lief zunächst vom Bahnhof in die breite und nahezu menschenleere Fußgängerzone. Nach einigen Metern erreicht man den Schlossplatz mit seiner markanten Jubiläumssäule; dank des günstigen Sonnenstandes gelangen mir hier für meine Verhältnisse sogar recht schöne Fotos. Weiter ging es kreuz und quer - und vor allem bergauf und bergab - durch diverse Einkaufsstraßen, vorbei an der schönen Stiftskirche bis zum Rotebühlplatz. Hier ist man dann schon im Stadtteil Stuttgart-West, und ich folgte - natürlich immer schön den Berg hoch - der Rotebühlstraße. Dabei passierte ich zufällig die wunderschön quasi in einem Löschteich gelegene Johanneskirche. Quer durch ein größeres Wohngebiet mit schönen Häusern aus der Gründerzeit ging es dann bis zum Bismarckplatz, wo mir der erste und längst nicht letzte Wahlkampfstand des Tages begegnete. Dass ich später am Tag ausgerechnet von einer Vertreterin der MLPD um Unterstützung gebeten wurde, sei hier nur am Rande erwähnt :-) Anschließend bin ich weiter eher ziellos durch die Gegend gelaufen, in der Bebelstraße ging es zur Abwechslung endlich mal wieder den Berg runter; übrigens bei durchgängig strahlendem Sonnenschein und nachher auch bis fast 20°! Mein weiterer Plan - falls man das so nennen kann - sah vor, in einem größeren Bogen langsam wieder in Richtung Hauptbahnhof zu laufen, und von dort weiter in den Schlossgarten. Unterwegs gab es passend zum Wetter das erste Eis des Jahres :-) Vorbei u. a. an der Russischen Kirche erreichte ich schließlich den Stadtgarten und kurz darauf wieder die Fußgängerzone in Richtung Hauptbahnhof. Sozusagen an den Bahnanlagen entlang verläuft der dreigeteilte Schlossgarten, auf Höhe des Bahnhofs im Moment natürlich von der riesigen Baustelle unterbrochen. Den Schlossgarten kann man daher nur mittels einer abenteuerlichen Wegführung über Rampen und Brücken erreichen, die sich vermutlich je nach Baufortschritt auch immer mal ändert. Die schönen Anlagen entschädigen dann allerdings für den eher beschwerlichen Weg dorthin. Ich bin dann den gesamten mittleren und unteren Schlossgarten abgelaufen, an dessen nördlichem Ende man fast den Neckar erreicht; auch zur Wilhelma ist es von hier dann nicht mehr weit. Auf dem Rückweg zum Bahnhof merkte ich dann, dass ich meiner dummerweise einzigen Mund-Nase-Bedeckung verlustig gegangen war. Glücklicherweise hatte bereits der erste Handyladen in der U-Bahn-Passage unterhalb des Bahnhofs Masken im Angebot :-) Reichlich geschlaucht endete nach 17 km dann mein Spaziergang durch Stuttgart.