Regensburg



Reisedatum:  Samstag, 24.04.2021

 

An- und Abreise:  Per Bahn

 

Vor Ort:  Zu Fuß


(geschrieben am 03.05.2021)

Endlich mal wieder gutes Wetter! Wie die Bilder der letzten Reiseberichte zeigen, hatte ich damit in den Wochen zuvor nicht gerade Glück - Aprilwetter halt. Passend zur angenehmen Witterung besuchte ich eine wirklich schöne Stadt: Regensburg. Anreise wie so oft unproblematisch, dieses Mal über Frankfurt und Nürnberg. Vom Bahnhof führt eine recht gerade Straße in Richtung Altstadt, mit einem für mich jedoch eher unschönen ersten Eindruck. Man muss ja immer vorsichtig sein, wie man bestimmte Dinge formuliert. Ich sage daher mal in aller Zurückhaltung, dass es allgemein bekannt ist, welches Publikum man so an, in und um Bahnhöfe(n) herum antrifft - in Regensburg fiel mir das aber wesentlich mehr auf als in anderen Städten. Naja... Vorbei an einem leider geschlossenen Schlosspark ging es "runter" in die - wirklich sehr schöne - Altstadt. Alles wie man es sich halt vorstellt: Enge verwinkelte Gassen, Fachwerkhäuser (teils wirklich krumm und schief), Türme, Kirchen, usw. Die ganze Innenstadt machte übrigens auch einen sehr gepflegten Eindruck, trotz nicht gerade weniger Baustellen. Eine solche (Groß-)Baustelle ist derzeit auch der Regensburger Dom, eines der Wahrzeichen der Stadt. Er hat äußerlich nicht wenige Ähnlichkeiten mit dem etwas größeren Kölner Dom - beeindruckende Gotik! Eine mir bis dahin völlig unbekannte Gemeinsamkeit dieser beiden Bauwerke ist die Tatsache, dass auch in Regensburg zwischendrin mal ein paar Jahrhunderte Baustopp herrschte und der Dom erst im 19. Jahrhundert vollendet wurde.  Weiter ging es dann kreuz und quer durch die Altstadtgassen, vorbei u. a. am Alten Rathaus - Stichwort: Historisch bedeutsame Orte, an denen man mal gewesen sein sollte. In Regensburg tagte der sogenannte Immerwährende Reichstag, und zwar 143 Jahre lang von 1663 bis 1806. (Und heute finden manche die Verlängerung der Legislaturperiode des Bundestages von 4 auf 5 Jahre schon zu gewagt....)

Kurz darauf war ich auch schon am Donauufer angekommen mit Blick auf die Insel Oberer Wöhrd. Durch den Inselpark gelangt man an das große Wasserkraftwerk, von wo es auf eine weitere Insel geht: Stadtamhof. Genau genommen war bzw. ist dies ein Stadtteil von Regensburg, der erst vor 50 Jahren durch einen Kanalbau zur Insel wurde - auch eine interessante Entwicklung. Ich bin diese "neue Insel" dann einmal von West nach Ost abgelaufen, immer entlang des Ufers, das inzwischen stark bevölkert war; die Leute wollen halt raus, wer kann es ihnen verdenken? Über die Steinerne Brücke - neben dem Dom das Wahrzeichen der Stadt - ging es wieder zurück in die Altstadt. Das Weltkulturerbe "Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof" war damit im Kasten, und ich suchte mir langsam einen Rückweg zum Bahnhof. Mehr oder weniger zufällig passierte ich dabei noch die wunderschöne Klosteranlage Sankt Emmeram nebst zugehörigem Park, durch den es gut beschattet Richtung Bahnhof ging.