München



Reisedatum:  Sonntag, 31.05.2020

 

An- und Abreise:  per Bahn

 

Vor Ort:  Zu Fuß, U-Bahn


(geschrieben am 09.12.2020)

Nach Hamburg und Berlin ging es am letzten Maitag in die drittgrößte deutsche Stadt. Die Anreise noch immer unter Teil-Lockdown-Bedingungen war entspannt und das Wetter ganz hervorragend.

 

Besondere Reiseziele hatte ich nicht, es sollte einfach ein bisschen durch die Stadt gehen, in den Englischen Garten und aufs Olympiagelände.

 

Vom Hauptbahnhof ging es durch die Bayerstraße zum Stachus. Die Architektur rund um den Platz ist beeindruckend und bestätigte direkt meine Bilder, die ich von München im Kopf hatte. Ich kann es auch gleich zu Anfang sagen: München ist schön! Architektur ist ja immer Geschmackssache, und vielen werden die Bauten in München zu wuchtig und/oder bombastisch sein - mir haben sie wirklich gut gefallen. Durch die breite Fußgängerzone ging es auf den Marienplatz. Der ist einem leidenschaftlichen FC Bayern-Fan und Vereinsmitglied natürlich bestens bekannt :-) Das riesige Rathaus erinnerte mich an sein Hamburger Pendant, und ich würde mich nicht entscheiden können, welches der beiden mir besser gefällt. Südöstlich des Marienplatzes, quasi hinter Heiliggeist- und Peterskirche liegt der Viktualienmarkt. Zwar war an diesem Sonntag kein Marktbetrieb, aber auch "leer" konnte der riesige Platz einen guten Eindruck vermitteln, wie es hier wohl an Markttagen zugeht. 

 

Ab hier lässt mich meine Erinnerung dann ein wenig im Stich. Ich bin wohl eher ziellos durch die weiteren Teile der Fußgängerzone gelaufen und irgendwann am Hofbräuhaus gelandet - zumindest habe hiervon ein Foto. Vorbei am berühmten Hotel Kempinski bin ich dann zur Bayerischen Staatskanzlei weitergelaufen. Nun weiß man ja, dass die Bayern sich selbst immer als etwas besonderes sehen, und da passt es doch ganz gut, dass die Staatskanzlei unter vergleichbaren Gebäuden in anderen Bundesländern ziemlich einzigartig ist. Rein architektonisch erinnnerte es mich übrigens eher an ein riesiges Gewächshaus, aber das ist natürlich Ansichtssache. Sehr schön fand ich dagegen den anschließenden Bereich mit Hofgarten, Odeonsplatz, Feldherrnhalle und Theatinerkirche. Natürlich denkt man bei "Feldherrnhalle" unweigerlich an dunkle Zeiten, aber sehenswert sind die Gebäude hier allemal. Gleiches gilt für die anschließende laaaange Ludwigstraße mit ihren vielen prächtigen Gebäuden zu beiden Seiten. 

 

Die Ludwigstraße endet am Siegestor bzw. geht dort in die Leopoldstraße über. Von dieser bin ich rechts abgebogen in Richtung Englischer Garten. Der Englische Garten ist wunderschön! Mehr kann man dazu nicht sagen. Riesengroß, viel Wasser, viel Grün, schöne Wege - hier kann man auch ohne Weiteres einen ganzen Tag verbringen. So viel Zeit hatte ich natürlich nicht, denn es gab ja noch einige Ziele zu erreichen. Verlassen habe ich den südlichen Teil in Höhe des Bayerischen Nationalmuseums. Von dort ging es über die Luitpoldbrücke bis an den Fuß des Friedensengels. Durch die Maximiliansanlagen - immer entlang der Isar - bin ich dann zum Maximilianeum gelaufen, dem sicherlich schönsten Sitz eines Landtages in Deutschland. Ein riesiges halbrundes Gebäude, dessen Dimension man von außen gar nicht so richtig erfassen kann. An der nahegelegenen U-Bahn-Station Max-Weber-Platz stand ich dann vor der Frage: Olympiapark oder Allianzarena? Ich glaube, es war die bessere U-Bahn-Verbindung, die mich dann Richtung Olympiapark fahren ließ - oder auch die etwas knapper werdende Zeit.

 

Der Olympiapark hat mir auch sehr gut gefallen. Weitläufig angelegt, die Sportstätten alle gut erreichbar - ich konnte mir beim Spazieren hier gut vorstellen, dass es schöne Olympische Spiele gewesen sein müssen. Mein Weg führte mich vorbei an der Olympiahalle zum Olympiastadion, das ich bislang ja auch nur aus dem Fernsehen kannte. Die Kondition hatte zwar schon stark nachgelassen, aber dennoch ließ ich es mir nicht nehmen, bis in die oberste Reihe des Oberrangs zu kraxeln, um von dort die tolle Aussicht zu genießen. Aber ganz ehrlich: Ein Fußballspiel kann man von hier oben nur mit dem Fernglas verfolgen :-)

 

Nun war es aber höchste Zeit, zum Hauptbahnhof zurückzukehren. Ich bin mit der U-Bahn bis zum Marienplatz gefahren, weil ich mir natürlich noch die Marienkirche anschauen wollte. Sie ist übrigens wirklich ein beeindruckendes Gebäude. Anschließend dann zu Fuß zurück an den Bahnhof, wo ich dann heilfroh war, im Zug endlich die Füße hochlegen zu können.