Konstanz + Kreuzlingen



Reisedatum:  Freitag, 02.04.2021

 

An- und Abreise:  per Bahn

 

Vor Ort:  Zu Fuß


Am Karfreitag wurde der im letzten Bericht erwähnte Plan B nachgeholt: Es ging nach Konstanz.

Die Anreise war etwas unschön, da die S-Bahn in Worms zunächst nur 20 Meter weit kam, bevor es plötzlich dunkel wurde. Auf wundersame Weise fand der Tfz-Führer den Fehler nach einer guten halben Stunde und war daher bestens vorbereitet, als das gleiche Malheur in Frankenthal erneut passierte. Der Anschluss in Mannheim war da natürlich längst weg, und ich kam eine Stunde später als geplant in Konstanz an. Ich wollte dort eine kleine Runde durch die Altstadt drehen und dann bei bestem Wetter ein wenig am Bodensee entlanglaufen, inkl. eines kleinen Abstechers auf die schweizerische Seite. Die Altstadt von Konstanz ist wirklich sehenswert! Enge Gassen mit mittelalterlichen Häusern, viele davon reich bemalt und verziert, ungefähr so hatte ich es auch erwartet. Nach einigem Hin und Her durch die Altstadt erreichte ich das riesige Konstanzer Münster, Wahrzeichen der Stadt. Weiter ging es dann auf die Alte Rheinbrücke, wo sich der erste traumhafte Blick auf den Bodensee bot. Das Wetter war wie gemalt, was die Fotos hoffentlich so einigermaßen rüberbringen können. Durch den Stadtgarten führte mich der Weg dann zurück an den Bahnhof, vorbei am Konzilgebäude, das insofern berühmt ist, da hier auch schon mal ein Papst gewählt wurde. Durch die Hafenanlagen bin ich dann ans Bodenseeufer gelaufen und erreichte nach wenigen Metern dann die deutsch-schweizerische Grenze. In Zeiten von Corona ist es ja ein mutiger Schritt, einfach so eine Landesgrenze zu überschreiten, aber lassen wir dieses Thema... Der Bodensee ist hier jedenfalls genau so schön, und auf einer Parkbank in der Sonne ließ es sich wahrlich gut aushalten! Vorbei an Sport- und Grillplätzen (Grillen ist in der Schweiz übrigens ohne Weiteres erlaubt, auch die Ausflugsschiffe fuhren) gelangte ich bald auf eine größere Festwiese inkl. Essensständen, Fahrgeschäften usw. Auf deutscher Seite derzeit undenkbar, und ich war mehr als begeistert! Vor allem sah man hier endlich mal wieder viele scheinbar glückliche Menschen, die einfach Spaß im Freien hatten. Dahinter folgt der wunderschön angelegte Seeburgpark mit dem malerischen Schloss Seeburg. Ich bin dann noch eine Runde durch den Park gelaufen, bevor es langsam wieder zurück Richtung Grenze und Bahnhof ging. Hier gab es eine praktische Zugverbindung direkt nach Stuttgart, die mir einen Umstieg ersparte und mich sogar noch vor Beginn der Ausgangssperre wieder nach Hause kommen ließ.