Jena



Reisedatum:  Samstag, 08.05.2021

 

An- und Abreise:  per Bahn

 

Vor Ort:  Zu Fuß


Hier sollte jetzt eigentlich der Reisebericht zu der einzigen Großstadt in Ostdeutschland folgen, in der ich bis dato noch nicht war. Die Anreise über Mannheim und Erfurt bis nach Jena-Göschwitz verlief entspannt wie fast immer. Der ungefähre Plan war, von Göschwitz einige Kilometer am Saaleufer entlang Richtung Zentrum zu laufen und mich dann dort etwas umzuschauen. Große Erwartungen an Sehenswürdigkeiten gab es ohnehin nicht, da die Innenstadt von Jena a) stark kriegszerstört und b) sehr sozialistisch umgestaltet wurde. Daraus wurde dann ein ähnlich unattraktives Stadtbild wie bspw. in Chemnitz, mit praktisch völliger Abwesenheit von historischer Bausubstanz. Der Weg am Ufer der Saale war soweit noch schön zu laufen, zumindest bis zur Alten Saalebrücke. Hier ging es dann auf die andere Flussseite und relativ parallel zur B88 mit entsprechendem Verkehrslärm. Alles soweit kein Problem, doch nach einigen Metern merkte ich, dass es mir nicht wirklich gut ging - Kopfschmerzen und ein mehr oder weniger plötzlich einsetzendes Gefühl ziemlicher Erschöpfung. Hatte ich schon länger nicht mehr und schon gar nicht so unerwartet, jedenfalls sehr ärgerlich! Der Weg vorbei am riesigen Ernst-Abbe-Sportfeld und durch den angrenzenden Seidelpark war eigentlich schön, noch dazu bei sonnigem Wetter. Aber ich war schlicht und ergreifend "platt" und konnte mich nicht mehr zu einem weiteren Weg ins Stadtzentrum aufraffen. Stattdessen ging es vom Bahnhof Jena Paradies (ja der heißt wirklich so!) über Göschwitz, Erfurt und Mannheim wieder in die Heimat. Unbefriedigender Tag, aber immerhin wieder eine Großstadt mehr abgehakt.