Dortmund



Reisedatum:  Samstag, 12.09.2020

 

An- und Abreise:  per Bahn

 

Vor Ort:  Zu Fuß


(geschrieben am 10.12.2020)

Dortmund? Ja genau. Aber warum? Ja warum nicht? :-)

Dortmund ist mit dem ICE von Mannheim leicht erreichbar und außerdem eine Großstadt, in der ich bislang noch nicht war. Das sind schon ausreichende Gründe, da mal hinzufahren. Einen Reise- und/oder Besichtigungsplan gab es natürlich wieder nicht, sondern nur ganz allgemeine Ziele wie das Stadion.

 

Direkt gegenüber vom Hauptbahnhof (Großbaustelle) liegt das Deutsche Fußballmuseum, das ich evtl. auch mal besuchen werde - aber nicht an diesem Tag. Ich bin mehr oder weniger planlos durch die Fußgängerzonen gelaufen, vorbei an der St. Reinoldi-Kirche bis auf den Friedensplatz. Dieser ist anlassbezogenes Gegenstück zum Münchner Marienplatz, kann aber in ungefähr keinem Aspekt mit dem letzteren mithalten. Durch den Stadtgarten ging es auf die Hohe Straße, die mich laut Google Maps bis zu den Westfalenhallen führen sollte. Ganz schön lang und stetig ansteigend, das zog sich enorm... Von den Westfalenhallen ist es nicht weit bis zum Signal Iduna Park, wobei für mich als Nostalgiker das direkt nebenan gelegene Stadion Rote Erde viel interessanter war. Leider ist es von außen fast nicht fotografierbar, aber immerhin mal dortgewesen. Meine Tagesplanung war damit eigentlich schon erledigt, und ich bin erstmal eher ziellos weiter Richtung Westfalenpark gelaufen. Den kann ich allerdings uneingeschränkt empfehlen, wenn man mal in der Gegend ist und einen grünen entspannten Ort sucht! Mit der Parkeisenbahn bin ich natürlich auch gefahren. 

 

Ursprünglich wollte ich vom Park aus die nächstgelegene U-Bahn-Station ansteuern und noch ein wenig durch die Gegend fahren. Da meine Beine und Füße (und der Rest) noch erstaunlich fit waren, bin ich aber weitergelaufen, und zwar vom Park in die Märkische Straße, die mehr oder weniger direkt wieder Richtung Zentrum und Fußgängerzone führt. Der Weg zog sich dann gewaltig, aber zum Glück ging es tendenziell eher bergab. Dennoch wurden die Pausen länger und die zwischen den Pausen zurückgelegten Wegstrecken immer kürzer. In der Fußgängerzone angekommen, sah ich eine jahrmarktähnliche Veranstaltung mit allerlei Buden, Karussells usw. Aber viel wichtiger: Ich entdeckte den Kartoffel-Pott! Kannte ich bislang noch nicht, war aber sehr lecker. Nach dieser Stärkung ging es weiter Richtung Hauptbahnhof, kreuz und quer durch die Fußgängerzone und noch weiter bis zum "Dortmunder U", also dem ehemaligen Lagerhaus der Dortmunder Union-Brauerei. Dort und später vor dem Hauptbahnhof konnte ich noch einen Demonstrationszug gegen irgendwen oder irgendwas besichtigen, bevor ich dann nach ziemlich genau 20 km Fußweg (persönlicher Rekord) wieder in den Zug Richtung Heimat stieg.