Hamburg



Zeitraum:  Montag 27. bis Mittwoch 29.06.2022

 

Unterkunft:  Hamburg, Hotel Grand Elysée

 

An- und Abreise:  per Bahn

 

vor Ort:  zu Fuß, Taxi


Am 28.06. bin ich 40 geworden - eine wahrlich erschreckende Zahl. Um die Trauer über den unaufhaltsam fortschreitenden Alterungsprozess ein wenig abzumildern, wollte ich mir etwas besonderes gönnen. Nämlich: Übernachtung in einem 5* Superior Hotel sowie Geburtstagsessen in einem 3* Restaurant. Wunderbar kombinieren ließ sich das in Hamburg - sowieso eine meiner Lieblingsstädte. Es folgt also kein klassischer Reisebericht, sondern einfach nur ein paar Zeilen zu den Eindrücken, vor allem zu den kulinarischen :-)

 

Das Hotel Grand Elysée liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Hamburg Dammtor entfernt. Vom Namen könnte man ein altehrwürdiges Haus vermuten, tatsächlich wurde das Hotel erst in den 80er Jahren erbaut und wird bis heute als Familienhotel betrieben. Für mich war es der erste Aufenthalt in einem "richtigen" 5* Hotel - das "Stadt Hamburg" in Westerland erfüllt zwar auch alle Kriterien, ist aber nicht DEHOGA-klassifiziert. Für mich war es jedenfalls eine gute Wahl und ein tolles Erlebnis mit allem, was man in einem Luxushotel erwarten würde. Angefangen vom Concierge über die prunkvolle Ausstattung des Zimmers, der professionelle Auftritt des Personals und viele Kleinigkeiten, die einfach den Unterschied zu einem etwas einfacheren Hotel machen. Direkt nach dem Check-In machte ich einen kleinen Rundgang durch das Hotel inkl. Mittagsimbiss in der Brasserie Flum, einem der vier hoteleigenen Restaurants (außerdem gibt es noch ein Café und drei Bars). Das Wetter sollte für den Rest des Tages eher bescheiden bleiben, und ich hatte ja generell keine größeren touristischen Pläne. Also noch ein wenig durchs Hotel geschlendert, ein kleines Nachmittagsnickerchen genommen und dann zum Abendessen ins Steakhouse THEO´S, wo ich ein sehr leckeres T-Bone Steak genießen konnte. Zum Abschluss des Tages ging es noch in die kultige Oyster Bar.


Wettermäßig sollte der Dienstag viel besser werden, und ich machte mich daher direkt nach dem Frühstück auf den Weg. Das Frühstücksangebot im Grand Elysée ist übrigens auch sehr reichhaltig, wobei ich hier den einzigen klitzekleinen Kritikpunkt anbringen musste: Wenn es heißt, "Frühstück ab 6:30 Uhr", dann erwarte ich - gerade in einem Haus dieser Preisklasse -, dass es um 6:30 Uhr losgeht und nicht erst 5 bis 10 Minuten später. Kann man kleinlich finden, aber auf solche Kleinigkeiten lege ich halt schon einen gewissen Wert.

Der Spaziergang führte mich durch die Hamburger Wallanlagen bis an die Reeperbahn, die ich dieses Mal jedoch links bzw. rechts liegen ließ und stattdessen Richtung Innenstadt lief. Es ging vorbei am Michel, über den Gänsemarkt, den Jungfernstieg bis zum Rathaus und weiter bis zur immer wieder beeindruckenden Ruine von St. Nikolai. Entlang der Binnenalster dann der Rückmarsch Richtung Hotel, da es mir langsam zu warm wurde und ich außerdem Hunger hatte :-) Nach dem Mittagessen im ebenfalls ausgezeichneten Restaurant Henriks direkt neben dem Hotel war es höchste Zeit für einen ausgiebigen Mittagsschlaf, um fit für den abendlichen Höhepunkt zu sein: Ich hatte mir einen Platz im Restaurant The Table reserviert und erlebte dort wirklich einen ganz fantastischen Abend, für dessen Beschreibung ich gerne auf meine Tripadvisor-Bewertung verweise. Mehr als zufrieden landete ich irgendwann wieder im Hotel und nochmals in der Oyster Bar, wo ein außergewöhnlicher Tag einen schönen Abschluss fand.


Eigentlich wollte ich nach dem Frühstück und vor der Heimfahrt nochmals eine kleine Runde drehen, aber wenn man sich wie ich erst noch an den wiederholten Konsum von Alkohol gewöhnen muss, ist man morgens halt ziemlich müde :-) Also nach dem Frühstück nochmal ein kurzes Nickerchen und dann ab nach Hause.