2022


Neues Jahr - neue Probe BahnCard 100! Seit dem 01.04. bin ich wieder unterwegs, und da ich ja derzeit nicht berufstätig bin, kann ich die BahnCard dieses Jahr hoffentlich noch viel intensiver nutzen. Ich werde versuchen, an dieser Stelle möglichst chronologisch über meine Touren zu berichten, zumindest in Stichworten und mit Angabe der genutzten Züge. Zu den "richtigen" Tagesausflügen und Reisen soll es weiterhin separate Berichte geben.


15.05.2022

17:00 Uhr (+1) - S 1 -> Stuttgart - 17:25 Uhr

17:37 Uhr - IC 2318 -> Mannheim - 18:37 Uhr (+2)

18:44 Uhr - S 6 -> Bobenheim - 19:08 Uhr

 

Im 15. Anlauf endlich der erste Punktgewinn in der 2. Bundesliga. Geil gemacht Männer! Aber das hier nur am Rande...

Rückfahrt nur bis Bobenheim, da in Worms größere Gleisbauarbeiten stattfinden und nur die RE´s und Fernzüge durchgelassen werden, um entsprechend lange Baupausen zu haben. Also Bus-SEV nach Worms.

 

Damit ist tatsächlich schon Halbzeit. Ein paar wenige Zahlen: Von 45 möglichen Tagen war ich an 36 unterwegs und habe dabei insgesamt 174 Züge genutzt.

Was die zweiten sechs Wochen noch bringen werden? Lasst euch überraschen, ich habe nämlich noch keine Ahnung :-)


14.05.2022

9:54 Uhr - RE 14 -> Mannheim - 10:13 Uhr (+4)

10:30 Uhr (+18) - ICE 593 -> Stuttgart - 11:08 Uhr (+16)

11:50 Uhr (+3) - S 1 -> Böblingen - 12:14 Uhr (+3)

 

Schach-Bundesliga-Wochenende in Schönaich.

Leider hatte der VfB Stuttgart auch ein Heimspiel, so dass ich mir den ICE mit 500 vollgesoffenen lauten FC-Köln-Fans teilen musste. Beim Ausstieg in Stuttgart dann wüstes Gedränge und riesiges Polizeiaufgebot - war schon erleichtert, dass ich da stolper- und sturzfrei rausgekommen bin...


13.05.2022

11:08 Uhr (+2) - ICE 932 -> Erfurt - 12:48 Uhr

15:28 Uhr (+3) - ICE 691 -> Mannheim - 18:27 Uhr (+14)

16:57 Uhr (+128) - EC 1194 -> Worms - 17:12 Uhr (+133)

 

Geplant war, gegen Mittag wieder Richtung Heimat aufzubrechen. Es fehlte allerdings die Motivation, mir noch ein konkretes Ziel in Berlin herauszusuchen. Stattdessen wollte ich einfach von meinem Hotel zum Hauptbahnhof laufen, in der Hoffnung, unterwegs noch ein paar interessante Orte zu entdecken - sollte in Berlin eigentlich immer funktionieren. Wedding und Gesundbrunnen gehören jetzt sicher nicht zu den attraktivsten Ecken der Stadt, aber vielleicht war ich ja auch nur in den falschen Straßen unterwegs :-) Erfreulicherweise führte mich mein Weg zufällig zur Bernauer Straße und vor allem zur Gedenkstätte Berliner Mauer. Die Gestaltung mit original Mauerresten, Bildern, Infostelen, Denkmälern usw. ist beeindruckend und lehrreich. Vorbei am Nordbahnhof und am Naturkundemuseum (aber wirklich nur vorbei - Museen hatte ich ja reichlich in den letzten Wochen...) erreichte ich den Hauptbahnhof dann von der Rückseite. Nach einem zweiten Frühstück in der Premium Lounge ab in den ICE Sprinter Richtung Frankfurt. Dieser war proppenvoll (wie ungefähr alle Fernzüge, die Freitags Berlin verlassen), so dass ich zum allerersten Mal sogar in der 1. Klasse Leute auf dem Boden sitzen sah. Spontan machte ich noch einen längeren Zwischenhalt in Erfurt (geht immer), bevor es dann nach Hause ging. Bei der Bahn war (passend zum Datum?!) wieder gewaltig der Wurm drin: Kabelbrand in Hamburg, Tiere auf der Strecke bei Ulm = Verspätungen ohne Ende, teilweise 3-4 Stunden. Vorteil für mich: Ich konnte in Mannheim den Eurocity nehmen und nochmal 15€ einstreichen :-) (Erklärung siehe Eintrag vom 05.05.)


12.05.2022

5:56 Uhr - S 6 -> Mannheim - 6:21 Uhr

6:32 Uhr (+20) -> Berlin Hbf - 11:28 Uhr (+28)

 

Für ein Abendessen mit Freunden mal schnell nach Berlin? Aber immer doch! Dabei ging der Tag direkt schon wieder schlecht los: ICE nach Mannheim fiel aus, zum Glück war ich früh genug am Bahnhof, um die S-Bahn noch zu erwischen. Nachteil: keine Zeit, um noch Frühstück zu holen. In Mannheim wäre dagegen reichlich Zeit gewesen, da der ICE 20 Minuten rumstand (Umleitung nach Streckensperrung), aber das war ja vorher nicht absehbar. Egal... Berlin entschädigt für alle Mühen. Die Freunde sollte ich nachmittags im Linden-Center in Hohenschönhausen treffen - Stichwort "Faszination Schach". Die Zeit davor nutzte ich für einen längeren Spaziergang, inkl. Besuch des Tränenpalastes am Bahnhof Friedrichstraße. Anschließend weiter zum Alexanderplatz und durch den Volkspark Friedrichshain, und zum Abschluss die etwas umständliche Fahrt raus nach Hohenschönhausen (Straßenbahn und Straßenbahnersatzbus). Nach dem frühen Abendessen wollte ich noch nicht zu meinem Hotel nach Wedding, stattdessen ging es noch in eine tolle Cocktailbar. Der Fußweg von der Straßenbahnhaltestelle ans Hotel war angesichts des Umfeldes und der Lage in einem dunklen Hinterhof ziemlich gruselig, aber offensichtlich habe ich es ja überlebt :-)


11.05.2022

6:08 Uhr (+1) - ICE 991 -> Mannheim - 6:23 Uhr (+1)

6:32 Uhr (+1) - ICE 270 -> Frankfurt Hbf - 7:08 Uhr (+1)

7:21 Uhr - ICE 1674 -> Uelzen - 10:41 Uhr (+3)

11:07 Uhr (+5) - RB 37 -> Munster - 11:38 Uhr

15:40 Uhr - RB 37 -> Uelzen - 16:11 Uhr

16:19 Uhr - ICE 1585 -> Hannover - 17:00 Uhr (+14)

17:41 Uhr (+13) - ICE 1171 -> Mannheim - 20:44 Uhr (+36)

21:44 Uhr (+5) - S 6 -> Worms - 22:13 Uhr (+42)

 

Heute ging mir die Bahn echt auf den Keks...

Ich war zwar immer noch nicht in Münster, aber seit heute jetzt immerhin mal in Munster. Eine Stadt, die so klingt wie ein Schreibfehler, und von der man evtl. auch nicht im ersten Moment weiß, was es da evtl. geben könnte. Tatsächlich gibt es dort viel Bundeswehr und vor allem das Deutsche Panzermuseum. Zu militärischen Dingen gleich welcher Art habe ich nicht unbedingt einen besonderen Bezug, außer natürlich über mein großes Interesse an Geschichte. Aber angesichts der aktuellen "Weltlage" wollte ich wenigstens mal dort gewesen sein - bevor evtl. die halbe Ausstellung in die Ukraine verfrachtet wird :-) Zum Museum selbst muss ich nicht viel erzählen, es war allerdings schon ziemlich beeindruckend.

Da es tags darauf auch wieder früh losgehen sollte, wollte ich nicht gar zu spät nach Hause kommen. Aber dann... ICE nach Hannover +14, also Anschluss verpasst. Soweit noch kein Problem, da von Hannover nach Frankfurt/Mannheim eigentlich halbstündlich ein ICE verkehrt. Der nächste kam schon mit +13 in Hannover an und sammelte unterwegs weiter fleißig die Minuten - in Mannheim waren es 36. Bedeutete, dass ich nicht eine, sondern zwei S-Bahnen nach Worms verpasste und summa summarum damit schon anderthalb Stunden später heimkommen würde als geplant. Zum krönenden Abschluss blieb die S-Bahn dann kurz vor Frankenthal Süd einfach mal 40 Minuten stehen, ohne dass der Zugführer das irgendwie erklären konnte. Der Zugbegleiter (zum Glück für viele war wenigstens einer an Bord) schrieb derweil fleißig Taxizettel, da die jeweils letzten Züge des Tages von Frankenthal nach Grünstadt bzw. von Worms nach Alzey schon längst weg waren. Zu Hause war ich dann weit mehr als zwei Stunden später und entsprechend ein wenig genervt - und vor allem müde :-)


09.05.2022

8:11 Uhr - S 2 -> Marienplatz - 8:14 Uhr

13:39 Uhr - S 8 -> Flughafen München - 14:15 Uhr

14:51 Uhr - S 1 -> München Hbf - 15:37 Uhr

15:47 Uhr (+47)  - EC 112 -> Stuttgart - 17:59 Uhr (+62)

19:23 Uhr (+1) - ICE 570 - Mannheim - 20:02 Uhr

20:15 Uhr - S 6 -> Worms - 20:37 Uhr (+3)

 

In München gibt es natürlich immer viel zu sehen, als großer FC Bayern-Fan stand für mich heute die Allianz-Arena auf dem Programm. Und zwar die Stadionführung inkl. Museumsbesuch. Die Stadionführung war sicherlich für die Lebensdauer meiner Kniegelenke nicht gerade förderlich (handgezählte drölfhundert Treppenstufen), aber das muss man einfach mal gemacht haben. Tolles Erlebnis!

Anschließend habe ich versucht, vom Bahnhof in 10 Minuten ins Flugzeug zu steigen, was aber irgendwie nicht so recht klappen wollte..., es dauerte nämlich deutlich länger. Am FJS-Flughafen angekommen, musste ich leider feststellen, dass die Aussichtsterrasse (warum auch immer?!) geschlossen war. Also ging es recht zügig wieder an den Hauptbahnhof. Die Strecke zwischen Augsburg und Ulm war zwischenzeitlich gesperrt (Personenunfall aka Selbstmörder), so dass sich evtl. die Möglichkeit ergeben konnte, weitere 15€ Entschädigung einzusacken. Und tatsächlich wurde der EC vor der Geislinger Steige nochmal länger gestoppt und erreichte Stuttgart mit +62 - *katsching* :-) Etwas Mitleid hatte ich mit meinem Abteilnachbarn, der in Stuttgart den letzten TGV des Tages nach Paris verpasste und vom Zugchef ganz schön barsch an den DB-Infoschalter verwiesen wurde. Bin ich so froh, dass es auf meinen Touren völlig Wurscht ist, ob ein Anschlusszug wartet oder nicht :-)


08.05.2022

10:45 Uhr (+20) - EC 115 -> Rosenheim - 14:55 Uhr (+6)

17:29 Uhr (+4) - RE 5 -> München - 18:06 Uhr (+1)

 

Der Eurocity 115 fährt bis nach Klagenfurt, u.a. über Salzburg. Ich hatte zwischendrin die verwegene Idee, tatsächlich bis Salzburg im Zug zu bleiben und evtl. dort zu übernachten. Da die Wettervorhersage aber etwas gemischt war und ich keine Jacke dabeihatte, ging es halt nach Rosenheim. Warum? Weil ich da noch nicht war :-) Besonderes zu berichten gibt es von der Stadt im Prinzip nicht; Altstadt, große Kirche, Marktplatz, usw. - kennt man ja. Bin daher auch nur einmal durch bzw. um die Altstadt und runter ans Inn-Ufer marschiert. Da der Inn dort allerdings nur ein eher trister Kanal ist, wollte ich mich dort nicht länger niederlassen und war recht schnell wieder am Bahnhof. Heimfahren wäre hier noch problemlos möglich gewesen, allerdings hatte ich a) dazu keine Lust, b) Hunger und c) irgendwie Bock auf München. Also unterwegs ein supergünstiges und sehr empfehlenswertes Hotel gebucht und auf der Karte direkt nebenan ein zünftiges bayrisches Wirtshaus entdeckt. Dort gab es lecker Abendessen und in der benachbarten W XYZ-Bar noch zwei entspannte Cocktails - kann man schon mal so machen :-)


07.05.2022

8:17 Uhr - RE 14 -> Mainz - 8:43 Uhr

8:49 Uhr - ICE 1110 -> Koblenz - 9:42 Uhr

11:55 Uhr (+14) - IC 2005 -> Worms - 13:31 Uhr (+12)

 

Kurzer Besuch im DB Museum Koblenz. Dort hat es mir letztlich sogar besser gefallen als im "großen" Museum in Nürnberg. Während es in Nürnberg mehr um die Bahngeschichte geht - was natürlich auch sehr interessant ist - ist Koblenz ein reines Fahrzeugmuseum. Und es sind keine sterilen Ausstellungen, sondern man bewegt sich quer durch ein ehemaliges Bw-Gelände inkl. staubiger Hallen, rostiger Gleise usw. Der Fokus in Koblenz liegt auf Elektrolokomotiven, und da steht so ziemlich alles herum, was mal elektrisch auf deutschen Gleisen unterwegs war bzw. teilweise noch ist, denn ein größerer Teil der Ausstellungsstücke ist noch betriebsfähig. Unter anderem auch ein Exemplar meiner absoluten Lieblings(e)lok, die BR 103. Zum ersten Mal live gesehen habe ich jetzt auch die BR 601 - das Industriedesign der 50er und 60er Jahre war einfach toll.

Auf der Rückfahrt - den IC über Worms erwischte ich rein zufällig - fiel mir dann erstmals auf, dass sich nach fünfeinhalb Wochen doch eine gewisse Routine eingestellt hat. Mir machen die (fast) täglichen Touren immer noch Spaß, aber vor ein paar Wochen wäre ich vermutlich nicht wieder direkt heimgefahren, sondern hätte noch eine kleinere (größere?) Runde gedreht. Aber vielleicht war ich auch einfach nur müde...


05.05.2022

10:45 Uhr (+24) - EC 115 -> Stuttgart - 11:53 Uhr (+33)

12:48 Uhr - S 6 -> Neuwirtshaus - 12:58 Uhr (+2)

14:46 Uhr - S 6 -> Stuttgart - 14:57 Uhr

16:07 Uhr (+21) - EC 1194 -> Worms - 17:12 Uhr (+33)

 

Wie man in der Liste erkennt, war bei der Bahn heute mal wieder gewaltig der Wurm drin. Auf der Mannheimer Abfahrtstafel sah man Verspätungen von 2 Stunden und mehr. Da hätte ich ohne Weiteres die Gelegenheit nutzen und mir 15 EUR "verdienen" können. Denn auch Besitzer einer BahnCard 100 haben bei Verspätungen ab 60 Minuten einen Entschädigungsanspruch. Die Entschädigung beträgt 15 EUR (2. Klasse 10 EUR) pro Fahrt und kann sogar online mit nur wenigen Klicks beantragt werden. Das ganze ist gedeckelt auf insgesamt 25% des Preises, den man für die BahnCard 100 bezahlt hat und wird in Form von Reisegutscheinen erstattet. Finde das insofern etwas kurios, da mir ja im Zweifelsfall niemand nachweisen könnte, dass ich den Zug auch tatsächlich genutzt habe. 

Aber wie auch immer... Ich war heute - endlich mal - im Porsche-Museum in Stuttgart. Mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen, ich lasse ein paar Bilder sprechen :-)


04.05.2022

6:08 Uhr - ICE 991 -> Mannheim - 6:23 Uhr (+4)

6:36 Uhr (+9) - ICE 616 -> Frankfurt-Flughafen - 7:06 Uhr (+9)

7:19 Uhr - ICE 1121 -> Nürnberg - 9:15 Uhr

9:38 Uhr - RE 30 -> Bayreuth - 10:42 Uhr

15:05 Uhr - RE 32 -> Nürnberg - 15:55 Uhr (+1)

16:02 Uhr (+1) - ICE 627 -> München - 17:05 Uhr

18:27 Uhr (+5) - ICE 590 -> Mannheim - 21:29 Uhr (+12)

21:44 Uhr - S 6 -> Worms - 22:13 Uhr (+3)

 

Siehe separaten Bericht.


02.05.2022

9:41 Uhr (+2) - RE 14 -> Mannheim - 10:01 Uhr (+2)

10:36 Uhr (+2) - ICE 612 -> Köln - 12:05 Uhr

12:21 Uhr - S 19 -> Köln/Bonn Flughafen - 12:35 Uhr

13:44 Uhr - S 19 -> Köln - 13:59 Uhr

15:17 Uhr (+3) - IC 2011 -> Stuttgart - 18:52 Uhr (+5)

19:51 Uhr (+13) - ICE 512 -> Mannheim - 20:28 Uhr (+12)

20:44 Uhr - S 6 -> Worms - 21:14 Uhr

 

Wenn man morgens nicht... naja ihr wisst schon. Statt großer Entdeckungstour halt wieder ein Flughafen. Vielen von euch, die es gewohnt sind, 3-4x pro Jahr in den Urlaub zu fliegen und/oder auch beruflich das Flugzeug zu nutzen, mag das seltsam vorkommen. Vieles andere an mir ist ja auch mehr als seltsam :-) Dazu sollte man aber wissen: Als ich zum letzten Mal in einem Flugzeug saß, wurde das Ticket noch in D-Mark bezahlt - nur so zur Einordnung. Ich finde es jedenfalls auch mal interessant, sich einen Flughafen anzuschauen. Die Gänge und Flure in Köln/Bonn erinnerten zwar eher an einen Krankenhaus, aber die Aussichtsplattform war schön. Weiter ging es über die immer wieder sehenswerte linke Rheinstrecke bis nach Stuttgart. In diesem Intercity gab es aus meiner Sicht sowohl den gelangweilsten Zugchef sowie die widerlichste Zugtoilette ever. Nein, von letzterem gibt es kein Foto... Ursprünglich wollte ich in Stuttgart noch ein Restaurant aufsuchen, aber der Fleischexzess vom Wochenende (2x Schnitzel mit Bratkartoffeln) forderte dringend mindestens einen Fastentag. Also nur eine Käse-Laugenstange zum Abendessen und dann wieder heim :-)


01.05.2022

von Rastatt 8:26 Uhr - S 8 -> Ötigheim - 8:32 Uhr

 

Teil 2 des Bundesliga-Wochenendes nach spontaner Übernachtung in Rastatt. Ein Zug und sechs Minuten :-)


30.04.2022

10:40 Uhr - RE 4 -> Karlsruhe - 12:00 Uhr

12:11 Uhr - S 8 -> Ötigheim - 12:32 Uhr (+6)

 

Kommen wir nun zu etwas völlig anderem... Ich habe mich leichtsinnigerweise geopfert, in dieser Saison als Mannschaftsführer unserer Bundesligamannschaft zu fungieren. Daher war an diesem Wochenende bahntechnisch nicht viel drin, mit der allerdings schönen Ausnahme, endlich mal das sog. Karlsruher Modell als Fahrgast kennen zu lernen. Mit einer Straßenbahn auf einer viel befahrenen Hauptstrecke langzudüsen ist schon etwas ungewohnt, aber das Modell hat sich ja inzwischen vielfach bewährt.

Damit war dann auch bereits der erste BahnCard-Monat rum, in dem ich an insgesamt 24 Tagen unterwegs war und dabei 124 Züge genutzt habe.


29.04.2022

10:50 Uhr - RB 35 -> Bingen-Stadt - 11:56 Uhr (+1)

11:59 Uhr - RB 26 -> Mainz - 12:26 Uhr (+5)

12:32 Uhr - S 8 -> Frankfurt-Flughafen - 12:58 Uhr (+6)

16:07 Uhr (+5) - RB 31 -> Alzey - 17:21 Uhr

17:38 Uhr (+2) - RB 35 -> Worms - 18:09 Uhr (+2)

 

Wenn man - wie ich zur Zeit - morgens nicht aus dem Bett kommt, kann man natürlich keine großen Tagespläne mehr schmieden. Daran muss ich echt arbeiten...

So blieb es dann wieder bei einer spontanen kleinen Runde, die mich u.a. an den Frankfurter Flughafen führte, wo ich einige Zeit auf der Aussichtsterrasse verbrachte. Auch mal ganz nett.


28.04.2022

10:45 Uhr (+5) - EC 115 -> Stuttgart - 11:53 Uhr (+2)

12:04 Uhr - IC 1290 -> Frankfurt/Main - 13:40 Uhr (+5)

13:56 Uhr - TGV 9580 -> Karlsruhe - 15:07 Uhr (+12)

16:01 Uhr (+6) - ICE 276 -> Mannheim - 16:25 (+7)

16:57 Uhr (+8) - EC 1194 -> Worms - 17:12 Uhr (+8)

 

Eine Rundfahrt nur mit Fernverkehrszügen? Gar nicht so leicht, wenn man in einer Stadt mit einer hundsmiserablen Anbindung an den Fernverkehr wohnt... Hat aber einigermaßen geklappt, wobei ich mit dem TGV eigentlich noch bis Baden-Baden hätte weiterfahren und erst dort in den ICE umsteigen wollen. Aber dafür hatte der TGV dann leider zu viel Verspätung. Naja, trotzdem ein gemütlicher Tag...


27.04.2022

12:12 Uhr - RB 75 -> Mainz - 12:44 Uhr

12:54 Uhr - RE 3 -> Saarbrücken - 15:10 Uhr (+8)

15:47 Uhr - RE 1 -> Mannheim - 17:21 Uhr (+5)

17:52 Uhr - RE 14 -> Worms - 18:16 Uhr

 

Wenn man schon mal in Darmstadt ist, kann man ja auch gleich das nächste Weltkulturerbe mitnehmen. Gesagt getan, und auf die Mathildenhöhe marschiert. Die seit über 100 Jahren nicht mehr bestehende Künstlerkolonie mit etwas verstreut herumstehenden Häusern und einigen wenigen Denkmälern war für mich jetzt eine eher uninteressante Angelegenheit, um ganz ehrlich zu sein. Aber naja, Hauptsache mal dort gewesen...

Da ich die Nacht zuvor fürchterlich wenig geschlafen hatte, stand mir anschließend nicht mehr der Sinn nach einem weiteren Reiseziel. Also noch eine gemütliche Tour über Mainz und Saarbrücken und dann ab nach Hause.


26.04.2022

14:20 Uhr - RB 63 -> Bensheim - 14:44 Uhr (+2)

14:51 Uhr - RE 60 -> Darmstadt - 15:05 Uhr

 

Eisenbahntechnisch war der Tag nicht weiter der Rede wert. Ich war zu Besuch beim German Masters der Frauen in Darmstadt und habe dort auch übernachtet.


25.04.2022

10:43 Uhr (+19) - EC 115 -> Ulm - 12:54 Uhr (+18)

13:12 Uhr (+16) - ICE 515 -> München - 14:27 Uhr (+8)

15:47 Uhr (+13) - EC 112 -> Stuttgart - 17:59 Uhr (+13)

18:37 Uhr - ICE 912 -> Mannheim - 19:18 Uhr

19:51 Uhr - RE 14 -> Worms - 20:16 Uhr

 

Ich bin bekanntermaßen kein Menschenfreund und eigentlich immer dann am glücklichsten, wenn ich alleine bin. Heute war mal wieder so ein Tag, wo mir meine "Mitmenschen" besonders auf den Wecker gingen. Ich wollte eigentlich nur ein wenig planlos durch die Gegend fahren. Die Freude über das allein besetzte Abteil währte nur bis Mannheim, als es von zwei superwichtigen und dauertelefonierenden Businessmenschen geentert wurde. Also flugs ins BordBistro geflüchtet und in Ulm dann in den ICE gewechselt. Die leckeren - und vor allem kostenlosen :-) - Tomaten-Mozzarella-Paninis in der Münchner DB Lounge besserten die Laune nur unwesentlich. Zurück ging es mit einem ziemlich abgeranzten EC der ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), in dem ich mir das Abteil bis Augsburg mit zwei schnatternden Indern und ab Günzburg mit einem mehr als redseligen Geschäftsreisenden teilte. Entweder er war blind und/oder ignorant, denn obwohl ich ziemlich auffällig meine Ohrstöpsel zur Hand nahm, lief seine CD unbeeindruckt weiter.

Mannometer, ich wollte wie gesagt einfach nur entspannt rumfahren....


23.04.2022

10:31 Uhr - RE 49 -> Sonneberg - 10:53 Uhr

11:02 Uhr - RB 41 -> Grimmenthal - 12:24 Uhr

12:35 Uhr - RE 7 -> Schweinfurt - 13:26 Uhr

13:56 Uhr (+2) - RE 54 -> Frankfurt/Main - 16:32 Uhr (+5)

16:56 Uhr - TGV 9560 -> Mannheim - 17:36 Uhr (+2)

17:43 Uhr - S 6 -> Worms - 18:13 Uhr

 

Das Wetter hatte sich leider etwas eingetrübt, und auch meine Laune sowie die nervige Erkältung ließen mich den Stadtrundgang durch Coburg eher unmotiviert angehen. Eigentlich schade, denn die Altstadt von Coburg mit ihren engen Gassen und vielen Fachwerkhäusern ist wirklich schön. Per Bus habe ich mich auch zum Wahrzeichen der Stadt - der Veste Coburg - hochkutschieren lassen. Eine tolle Anlage mit schönen Ausblicken auf die Stadt und die Umgebung. Da es immer noch recht früh am Tag war, ging es nicht auf direktem Weg nach Worms, sondern zunächst nach Sonneberg und von dort in gemächlichem Tempo über die wunderschöne Hinterlandbahn nach Grimmenthal. Warum genau ich von Grimmenthal dann nach Schweinfurt gefahren bin, weiß ich gar nicht mehr so genau... jedenfalls war ich irgendwann in Frankfurt und hatte Glück, noch eines kleines Stück mit dem TGV zu fahren - die plüschige Innenausstattung finde ich immer wieder goldig :-)


22.04.2022

6:36 Uhr - RB 33 -> Mainz - 7:19 Uhr

7:40 Uhr (+12) - ICE 23 -> Nürnberg - 10:28 Uhr (+2)

14:41 Uhr (+2) - RE 49 -> Lichtenfels - 15:40 Uhr (+22)

17:35 Uhr (+4) - RB 24 -> Coburg - 17:54 Uhr

 

Das DB Museum in Nürnberg stand schon lange auf meiner Liste. Und der Besuch hat sich absolut gelohnt! Danach ging es noch auf einen kleinen Rundgang durch die Nürnberger Altstadt, vorbei u.a. an der bemerkenswerten U-Bahn-Station Opernplatz, wo die U-Bahn sozusagen mitten durch die alte Stadtmauer bzw. den Stadtgraben fährt. Strange!

Soweit der geplante Teil des Tages, aber wie weiter? Nach Hause fahren wollte ich nicht, also bestieg ich einen zufällig ausgewählten Zug, der mich in Lichtenfels wieder ausspuckte. Lichtenfels war früher die Hochburg des Korbmacherhandwerks und hat eine schönen Altstadtbereich rund um den Marktplatz - mehr allerdings auch nicht :-) Bin dann spontan noch nach Coburg weitergefahren, was ich mir am nächsten Tag anschauen wollte, nicht ohne ein ganz hervorragendes Abendessen im Restaurant Goldenes Kreuz genossen zu haben.


20.04.2022

11:20 Uhr (+2) - RE 4 -> Mainz - 11:47 Uhr (+2)

11:56 Uhr - RE 3 -> Kirn - 12:53 Uhr (+5)

14:21 Uhr - RB 33 -> Bad Münster am Stein - 14:52 Uhr

15:01 Uhr - RE 17 -> Kaiserslautern - 15:52 Uhr

16:06 Uhr (+3) - RB 67 -> Kusel - 17:05 Uhr

18:20 Uhr - RB 67 -> Kaiserslautern - 19:19 Uhr

21:37 Uhr - ICE 9557 -> Mannheim - 22:17 Uhr (+4)

22:47 Uhr - S 6 -> Worms - 23:12 Uhr

 

Da die nervige Erkältung einfach nicht verschwinden will, mag ich im Moment keine großen Tagestouren machen. Stattdessen gibt es ganz spontane Kurztripps wie diesen hier nach Kirn und Kusel - zwei Städtchen, die ich bislang auch noch nicht kannte. Jeweils eine gute Stunde rumspaziert und dann weitergefahren. In Kusel wollte ich eigentlich zum Abendessen bleiben, doch das Restaurant "Deutsches Haus" hatte einen außerplanmäßigen Ruhetag - man hätte angesichts des Namens und des Datums auch selber drauf komm.... ach lassen wir das :-) Die gefundene Alternative - Restaurant Safari in Kaiserslautern - war jedenfalls eine ausgezeichnete Wahl!


19.04.2022

10:43 Uhr (+14) - EC 115 -> Mannheim - 11:00 Uhr (+12)

11:21 Uhr - ICE 1010 -> Dortmund - 14:03 Uhr (+2)

15:36 Uhr - IC 2048 -> Köln - 16:46 Uhr

16:53 Uhr (+32) - IC 2311 -> Mannheim - 19:21 Uhr (+34)

20:15 Uhr - S 6 -> Worms - 20:37 Uhr (+5)

 

Bin ja bekanntermaßen kein besonderer Museumstyp, aber das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund wollte ich mir dann doch mal angesehen haben. Schön gemacht und in einer guten Stunde durchzukriegen. Für mich persönlich das Highlight schon direkt zu Beginn: Halbrunde Vitrine mit lebensgroßen Porträts der Helden von Bern, dazu im Hintergrund immer wieder die Nationalhymne angespielt - Gänsehaut!


17.04.2022

10:00 Uhr - RE EX -> Wissembourg - 11:27 Uhr (+7)

13:33 Uhr - RB 53 -> Neustadt/W. - 14:24 Uhr

14:30 Uhr - S 2 -> Schifferstadt - 14:44 Uhr

14:54 Uhr - RE 4 -> Worms - 15:19 Uhr (+2)

 

Bericht siehe hier.


16.04.2022

8:43 Uhr - RB 62 -> Biblis - 8:53 Uhr

8:59 Uhr - RE 70 -> Mannheim - 9:19 Uhr

9:23 Uhr - IC 2319 -> Stuttgart - 10:24 Uhr

11:43 Uhr - RB 18 -> Osterburken - 13:21 Uhr

13:27 Uhr (+2) - RE 8 -> Würzburg - 14:20 Uhr

14:41 Uhr - RE 10 -> Nürnberg - 15:54 Uhr (+2)

17:42 Uhr - IC 2062 -> Stuttgart - 19:53 Uhr

20:04 Uhr - IC 2526 -> Mannheim - 20:48 Uhr

21:20 Uhr - S 6 -> Worms - 21:48 Uhr

 

War eigentlich als Rumfahrtag geplant. In Stuttgart ergab sich zufällig die Gelegenheit, einen Tag der Offenen Tür von Stuttgart 21 zu erleben, das war natürlich eine interessante Sache. So richtig vorstellen, wie das ganze in ein paar Jahren mal aussehen wird, kann ich mir zwar immer noch nicht, aber die Fortschritte an der Riesenbaustelle sieht man eigentlich bei jedem neuen Besuch. Spontan ging es dann mit einem kleinen Schlenker nach Nürnberg in die dortige DB Lounge - die einzige, die mir noch in meiner Sammlung gefehlt hat :-)


14.04.2022

8:44 Uhr (+2) - IRE 3 -> Radolfzell - 9:31 Uhr

9:47 Uhr - RB 31 -> Ludwigshafen (Bodensee) - 9:57 Uhr

10:58 Uhr - RB 31 -> Radolfzell - 11:09 Uhr

11:50 Uhr (+3) - RE 2 -> Karlsruhe - 14:49 Uhr (+11)

16:06 Uhr (+8) - RE 4 -> Worms - 17:19 Uhr (+5)

 

Im Regionalexpress nach Karlsruhe wurde es ab Offenburg richtig voll - die Osterreisewelle rollte an. In Karlsruhe dann riesiges Gedränge und dank der üblichen Verspätungen praktisch aller Fernzüge ein ziemliches Chaos auf den Bahnsteigen: Rennende und genervte Menschen auf der Suche nach ihrem Anschlusszug bzw. Alternativen, Stress, Geschrei, dazu lärmende und nölende Kinder - nicht gerade meine Vorstellung von "Urlaub"... Umso schöner, wenn man wie ich diesen Stress nicht hat, sondern sich einfach in der Personenunterführung auf eine Bank setzen und dem Treiben gelassen und tiefenentspannt zuschauen kann :-) Ich glaube, mir war noch nie so bewusst wie in diesem Moment, was für ein absoluter Luxus es doch ist, wenn man seine Zeit absolut frei einteilen kann, von niemandem abhängig ist und keine Termine bzw. Verpflichtungen hat. Ich will mir vornehmen, das in Zukunft noch viel stärker wertzuschätzen!


13.04.2022

7:46 Uhr (+2) - S 6 -> Mannheim - 8:12 Uhr (+2)

8:29 Uhr (+3) - ICE 591 -> Ulm - 10:11 Uhr (+45)

11:19 Uhr - RE 5 -> Lindau-Reutin - 12:55 Uhr (+3)

von Lindau-Insel 17:20 Uhr (+1) -> Friedrichshafen Stadt - 17:51 Uhr

 

Siehe hier.


12.04.2022

8:40 Uhr (+2) - RE 4 -> Karlsruhe - 10:00 Uhr (+2)

10:00 Uhr (+4) - ICE 275 -> Basel Badischer Bahnhof - 11:35 Uhr

von Basel SBB 15:38 Uhr (+26) - ECE 52 -> Basel Badischer Bahnhof - 15:44 Uhr (+27)

16:23 Uhr (+1) - ICE 274 -> Mannheim - 18:29 Uhr (+11)

19:15 Uhr - S 6 -> Worms - 19:37 Uhr

 

In weniger als drei Stunden von Worms nach Basel - mit dem Auto schlichtweg unmöglich. Spontaner Plan war, vom Badischen Bahnhof zum Bahnhof SBB zu laufen und das tolle Wetter zu genießen. Hat - inklusive eines leckeren Mittagsessens auf einer großen Terrasse direkt am Rhein - auch perfekt funktioniert. Eher ärgerlich dann das Erlebnis auf der Rückfahrt. Ich weiß, dass man das folgende eigentlich nicht schreiben (vermutlich noch nicht mal denken) darf, aber hier auf meiner Homepage gelten meine Regeln :-) Eher zufällig ergab sich die Gelegenheit, die Rückfahrt mit einem schicken Eurocity der Ferrovie dello Stato Italiane (italienische Staatsbahn) anzutreten. Dieser wurde jedoch kurz nach mir von einer großen Zigeunerfamilie geentert, die sich so benahm... naja, wie sich solche großen Zigeunerfamilien in der Regel benehmen: Laute Musik, lärmende und schreiende Kinder - oder mit einem Wort: unzivilisiert! Ich bin kein großer Freund von Pauschalurteilen, aber das war - nicht nur beim Bahnfahren - keineswegs die erste Erfahrung dieser (unangenehmen) Art. Leider! Jedenfalls zog ich es vor, den Zug im Badischen Bahnhof fluchtartig wieder zu verlassen und in einen schnöden - aber himmlisch ruhigen - ICE umzusteigen.


11.04.2022

5:56 Uhr - S 6 -> Mannheim - 6:22 Uhr

6:32 Uhr (+2) - ICE 270 -> Kassel-Wilhelmshöhe - 8:43 Uhr (+7)

9:02 Uhr - IC 2156 -> Altenbeken - 9:56 Uhr

10:07 Uhr - RB 84 -> Höxter-Rathaus - 10:44 Uhr

13:45 Uhr - RB 84 -> Kreiensen - 14:32 Uhr

14:42 Uhr - RB 82 -> Bad Harzburg - 15:30 Uhr

15:45 Uhr - RB 42 -> Braunschweig - 16:35 Uhr (+8)

16:59 Uhr - ICE 1699 -> Kassel-Wilhelmshöhe - 18:14 Uhr

18:37 Uhr - ICE 1171 -> Mannheim - 20:44 Uhr

21:20 Uhr - S 6 -> Worms - 21:48 Uhr

 

Hier verweise ich im Wesentlichen auf den Bericht zum Besuch in Höxter. Beim Abtippen fiel mir erst auf, wie bemerkenswert pünktlich ich an diesem Tag unterwegs war. Der größere Umweg auf der Heimreise erklärt sich mit dem Besuch zweier klassischer Motive der Eisenbahnfotografie: Die Formsignalbrücke in Bad Harzburg und das Bahnhofsgebäude in Vienenburg, seines Zeichens das älteste noch erhaltene in ganz Deutschland. Und nach oftmaliger Sichtung habe ich es in Kassel-Wilhelmshöhe nun auch endlich geschafft, einmal mit dem ICE namens Bundesrepublik Deutschland zu fahren. Sehr schön! :-)


09.04.2022

12:40 Uhr (+1) - RE 4 -> Germersheim - 13:22 Uhr (+6)

13:49 Uhr - S 3 -> Mannheim - 14:26 Uhr

14:39 Uhr (+4) - EC 2508 -> Köln - 17:23 Uhr

18:09 Uhr (+3) - ICE 613 -> Mannheim - 20:00 Uhr

20:15 Uhr (+1) - S 6 -> Worms - 20:37 Uhr (+4)

 

Nachdem es in der Nacht zuvor heftig geschneit hat (man beachte das Datum!), wagte ich mich erst gegen Mittag nach draußen. Die geplante Fahrt nach Karlsruhe endete wegen eines Oberleitungsschadens bereits in Germersheim, von wo aus es über eine große Runde wieder nach Hause ging :-) Kein weiter erwähnenswerter Tag, aber immerhin sind mir ein paar - wie ich finde - recht schöne Fotos geglückt.


08.04.2022

7:52 Uhr (+14) - IC 2151 -> Erfurt - 8:42 Uhr (+9)

9:02 Uhr - RE 56 -> Nordhausen - 10:20 Uhr

10:39 Uhr - RB 80 -> Göttingen - 12:09 Uhr

12:14 Uhr - RB 83 -> Kassel Hbf - 13:13 Uhr

13:41 Uhr - RE 5 -> Kassel-Wilhelmshöhe - 13:46 Uhr

13:54 Uhr - ICE 1683 -> Frankfurt/Main - 15:43 Uhr

16:12 Uhr - RE 70 -> Mannheim - 17:19 Uhr (+8)

18:14 Uhr (+17) - S 6 -> Worms - 18:37 Uhr (+18)

 

Nach dem Chaos am Vortag waren meine Züge - abgesehen vom ersten und letzten - sehr pünktlich. Die Tagesparole lautete: "Nebenbahnhopping" Am zutreffendsten war dies wohl für die Strecke von Erfurt nach Nordhausen, die mir einmal mehr deutlich machte, welch große Rolle die Bahn (genauer gesagt die Deutsche Reichsbahn) zu DDR-Zeiten spielte: Immer wieder für den heutigen Verkehr völlig überdimensionierte Bahnhöfe, Trümmer von Betriebswerken und Fabriken mit umfangreichen Gleisanlagen usw. Und dazu teilweise noch die Technik aus Kaisers Zeiten, d.h. besetzte und nicht ferngesteuerte Stellwerke und teilweise sogar noch Schrankenposten, deren Aufgabe aus nichts anderem besteht, als 1x oder 2x in der Stunde ein paar Schrankenbäume runter- und anschließend wieder hochzukurbeln. Gab es früher ja zu Tausenden... Ein Relikt aus der Vergangenheit auch der große Kasseler Hauptbahnhof, heute gänzlich ohne Fernverkehr (läuft ausschließlich über Kassel-Wilhelmshöhe), dafür aber noch immer mit Bahnhofskino! 


07.04.2022

14:17 Uhr - RE 14 -> Frankfurt/Main - 15:23 Uhr (+7)

15:46 Uhr (+2) - RB 34 -> Nidderau - 16:25 Uhr

16:32 Uhr (+23) - RB 49 -> Hanau - 16:49 Uhr (+55)

16:38 Uhr (+73) - EC 218 -> Eisenach - 18:24 Uhr (+99)

 

Trotz Sturmwarnung wieder unterwegs. Total ohne Plan wollte ich eigentlich nur ein paar Regionalzüge nehmen, möglichst auf Strecken, die ich noch nicht kannte. Der Sturm kam tatsächlich, und ein umgestürzter Baum bei Bruchköbel verhinderte lange "erfolgreich" die Weiterfahrt Richtung Hanau. Im DB Navigator gab es praktisch überall zwei- und sogar dreistellige Verspätungsminuten, bei dem Wetter allerdings auch verständlich. Hier zeigte sich dann einmal mehr, wie entspannt eine Bahnfahrt ist, wenn man kein konkretes Ziel hat. Fast alle anderen Reisenden fluchten und zitterten um Anschlusszüge, während mir das so ziemlich egal war. So schön das Bahnfahren ja ist, regelmäßig darauf angewiesen sein möchte ich jedoch trotzdem nicht - viel zu stressig! In Ostheim bei Hanau wurden wir dann kurzfristig sogar aus dem Zug geschickt, da die Strecke angeblich gesperrt sei und wir ohnehin nicht mehr weiterfahren würden. Kurz darauf widerlegte ein Zug aus der Gegenrichtung diese These jedoch :-) Mit knapp einer Stunde Verspätung in Hanau angekommen, entschied ich spontan, nicht mehr nach Hause zu fahren. Ein kolossal verspäteter EC brachte mich bis nach Eisenach, wo ich - abgesehen von der Wartburg - bislang auch noch nicht war. Ein sehr preisgünstiges Hotel wurde unterwegs gebucht, und ein leckeres Abendessen im Kartoffelhaus Eisenach gab es außerdem noch. Eisenach steht auf jeden Fall noch auf der Liste für einen Tagesausflug.


05.+06.04.2022

6:08 Uhr (+1) - ICE 991 -> Mannheim - 6:23 Uhr (+5)

6:32 Uhr (+2) - ICE 270 -> Berlin Ostbahnhof - 11:39 Uhr

11:47 Uhr - S 3 -> Rahnsdorf - 12:13 Uhr

13:51 Uhr - S 3 -> Berlin Hbf - 14:29 Uhr

15:16 Uhr - EC 177 -> Dresden - 17:07 Uhr

21:12 Uhr - IC 2248 -> Leipzig - 22:21 Uhr

22:51 Uhr (+25) - ICE 699 -> Stuttgart - 4:43 Uhr

5:02 Uhr - ICE 774 -> Mannheim - 5:59 Uhr (+2)

6:18 Uhr - S 6 -> Worms - 6:43 Uhr

 

Knapp 25 Stunden ohne Schlaf unterwegs :-) So gesehen der erste Reisetag mit einem konkreten Ziel, das sich aber auch erst unterwegs ergab. Es ging zur Straßenbahn Woltersdorf, östlich von Berlin. Bin die kurze Strecke in den alten Gothawagen einmal rauf und wieder runtergefahren und dann mit der S-Bahn zurück zum Berliner Hauptbahnhof. Dort - dank der gelockerten Coronaregeln - konnte ich zum ersten Mal die DB PremiumLounge im vollen Betrieb erleben. Ganz tolle Sache mit einer großen Auswahl an kalten und warmen Speisen, prima! Spontan entschied ich mich im Anschluss für einen EuroCity der České dráhy (Tschechische Staatsbahn) nach Dresden. Das kulinarische Angebot im dortigen Speisewagen war nochmal eine ganz andere Hausnummer: Eine zwölfseitige Speisekarte mit locker 20 warmen Gerichten, dazu Desserts, Snacks, Tapas usw. - das bekommt man in so manchem Restaurant nicht! Soweit ich es verstanden habe, werden die tschechischen Speisewagen nicht von der Bahn selbst, sondern von Pächtern betrieben, denen auch die Entscheidung über das Angebot usw. obliegt. Habe zwar nichts gegessen, aber man kommt sich dort wirklich vor wie in einem Restaurant. Dieser Tagesbericht ist sehr kulinarisch geprägt - und so ging es auch weiter. In Dresden angekommen, war die Frage noch ungeklärt, ob ich dort übernachten oder die Nacht im Zug verbringen wollte. Ich entschied mich nach einem wie immer ausgezeichneten Abendessen im Restaurant Ontario für letzteres, was eindeutig die unbequemere Variante war. Immerhin kam ich so noch zu ein paar schönen Fotos vom riesigen und fast menschenleeren Leipziger Hauptbahnhof. Und schlafen kann man ja schließlich, wenn man alt ist :-)


04.04.2022

17:14 Uhr (+3) - EC 114 -> Mainz - 17:40 Uhr (+3)

17:49 Uhr (+10) - RB 75 -> Darmstadt - 18:21 Uhr

18:37 Uhr - IC 2297 -> Heidelberg - 19:11 Uhr (+5)

19:32 Uhr (+2) - S 2 -> Mannheim - 19:51 Uhr

20:15 Uhr (+2) - S 6 -> Worms - 20:37 Uhr (+5)

 

Rumfahren, einfach nur rumfahren... :-)


03.04.2022

11:15 Uhr - ICE 1116 -> Köln - 14:00 Uhr (+16)

14:25 Uhr (+4) - RB 27 -> Mönchengladbach - 15:19 Uhr (+2)

15:50 Uhr (+3) - RE 4 -> Aachen - 16:43 Uhr

16:51 Uhr - RE 1 -> Köln - 17:44 Uhr (+1)

18:09 Uhr (+32) - ICE 613 -> Frankfurt-Flughafen - 19:25 Uhr (+9)

20:23 Uhr - RE 3 -> Mainz - 20:49 Uhr

20:52 Uhr - S 6 -> Worms - 21:36 Uhr

 

Wenn ja ausnahmsweise mal ein ICE in Worms hält, muss man das natürlich ausnutzen :-) Besonders, wenn er baustellenbedingt über die rechte Rheinstrecke fährt und man das Mittelrheintal von der anderen Seite bewundern kann. Außerdem gab es den ersten Besuch in Mönchengladbach und in der DB Lounge am Flughafenbahnhof - jetzt fehlt mir nur noch die Lounge in Nürnberg in meiner Sammlung.


02.04.2022

14:40 Uhr - RE 4 -> Karlsruhe - 15:52 Uhr (+6)

16:10 Uhr (+10) - EC 6 -> Mainz - 17:18 Uhr (+8)

17:51 Uhr - S 6 -> Worms - 18:36 Uhr

 

Nachdem es am 01.04. geschneit (!) hatte, begann das Abenteuer erst am 02.04., bei lausiger Kälte. Bin dann tatsächlich nur ein kleines Dreieck über Karlsruhe und Mainz gefahren, sah aber immerhin zum ersten Mal einen SBB-Speisewagen, der mir doch viel gemütlicher vorkam als das DB BordRestaurant.


2021



Am 27.03. um 6.35 Uhr mit der S 6 von Worms nach Mannheim, am 26.06. um 23.30 Uhr mit der S 6 von Mannheim nach Worms - zwischen diesen beiden Zügen lagen an 31 Reisetagen noch 189 weitere Züge und insgesamt knapp 25.000 Kilometer.

 

Das sind die nackten Zahlen zu meinem "Abenteuer BahnCard 100", das ich von Ende März bis Ende Juni erleben durfte.

Vorweg: Es war genial! Man wird natürlich immer trefflich darüber streiten können, wie sinnhaft es ist, für 3 Monate Bahn fahren 2.165 EUR auszugeben, und man kann den dafür erhaltenen Gegenwert dazu nur schwer ins Verhältnis setzen. Für mich hat es sich jedenfalls gelohnt, auch rein rechnerisch bei letztlich weniger als 9 Cent pro gefahrenem Kilometer.

 

Die BahnCard 100 war schon länger ein kleiner Traum von mir, und ich konnte mir diesen dank einer recht entspannten finanziellen Lage nun endlich erfüllen. Es war übrigens von Anfang an klar, dass es eine BahnCard für die 1. Klasse sein würde, auch wenn dies den Preis nochmal um knapp 1.000 EUR erhöhte. Aber dieser Mehrpreis ist angesichts der vielen Vorteile aus meiner Sicht absolut gerechtfertigt. Als da wären:

1. Man hat in der 1. Klasse mehr Platz. Und zwar einerseits, da die Wagen nur 2+1 bestuhlt sind; ich nehme mir nach Möglichkeit immer einen Platz auf der "1er-Seite" - dann sitzt auf keinen Fall jemand neben mir. Und andererseits ist es in der 1. Klasse generell nicht so voll. Das wurde gerade in den letzten Wochen zum wichtigen Argument, als die Züge im Zuge der Lockerungen wieder deutlich besser ausgelastet waren. Das betraf die 2. Klasse deutlich stärker, wo in manchem Fernzug die Leute schon wieder in den Gängen sitzen bzw. stehen mussten.

2. Das Publikum. Als stark ruhebedürftiger Mensch muss ich in einem vollbesetzten Zug ohnehin schon einige Kompromisse machen. Daher gehören neben Kopfhörern auch Ohrenstöpsel zu meiner unverzichtbaren Grundausstattung, wenn ich unterwegs bin. In der 1. Klasse ist der Lärmpegen im Schnitt deutlich niedriger, wenn man mal von dem ein oder anderen Dauertelefonierer absieht. Besonders nervig in den eigentlich als Ruhebereich ausgewiesenen Wagen. Was der Ruhe aber mit Abstand am zuträglichsten ist: In der 1. Klasse gibt es weniger Kinder! Nun habe ich ja an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass negative Bemerkungen über Kinder in Deutschland auf einer Stufe mit der Holocaust-Leugnung stehen, aber bei dem überschaubaren Leserkreis meiner Seite traue ich mich, das zu sagen :-) Und außerdem habe ich ja absolut nichts gegen Kinder, zumindest solange sie sich halbwegs erträglich benehmen - leider ist das inzwischen zur absoluten Ausnahme geworden. Okay, zurück zum Thema...

3. Der Service. Der war dank Corona zwar anfangs noch stark eingeschränkt, inzwischen gibt es auch wieder den Service am Platz. Da ich gerne im Zug esse (vor allem zum Frühstück), ist das ein nicht unwichtiges Argument. Das gleiche gilt für die kostenlosen Zeitungen, die es zumindest in den meisten Fernzügen wieder gibt.

 

In den allermeisten Fällen hatte ich in den Zügen aber tatsächlich meine Ruhe, höchstens unterbrochen durch das Zugpersonal und die ein oder andere lustige Ansage. Mein ursprüngliches Vorhaben, unterwegs Stichpunkte für diesen Bericht zu sammeln, habe ich leider nur sehr inkonsequent umgesetzt, wobei jetzt (zum Glück?!) auch nicht so viel passiert ist. Verspätungen gab es natürlich immer mal, aber im Großen und Ganzen fand ich es noch im Rahmen. Bei der BahnCard 100 hat man ja eh keine Zugbindung und kann daher auf Verspätungen/Ausfälle auch sehr flexibel reagieren. Und zur Not musste man halt etwas warten, da "der Lokführer seinen Anschlusszug verpasst hat" - so gehört in Frankfurt Hauptbahnhof im ICE Richtung Essen.

 

Stichwort Flexibilität: Das habe ich in den drei Monaten wohl am meisten geschätzt. Einfach morgens an den Bahnhof laufen, die erste S-Bahn nach Mannheim nehmen und erst dort entscheiden, in welchen Fernzug man steigt - das hat schon was. Ich hatte mir im Vorfeld natürlich eine Liste mit Städten/Orten gemacht, die ich in der Zeit besuchen wollte; und immerhin die Hälfte davon habe ich auch geschafft. Für die einzelnen Berichte verweise ich hierauf. Es gab aber auch Reisetage ganz ohne konkretes Ziel. Also Tage, an denen ich einfach nur kreuz und quer durchs Land gefahren bin, ohne mir irgendetwas außerhalb der Bahnhöfe anzusehen. Das mag man jetzt mehr als seltsam finden, aber solche Touren fand ich immer besonders entspannend. Zug fahren ist für mich ohnehin eine sehr beruhigende Sache - man kann die Zeit wunderbar nutzen und lesen, Musik hören, im Internet surfen, die Landschaft und die Leute im Zug beobachten, nachdenken, träumen und manchmal sogar ein wenig schlafen. Und nein, mir wurde dabei auch überhaupt nicht langweilig. Da sich mein Interesse nicht nur rein aufs Bahn fahren sondern auch auf die dahintersteckende Technik (Betriebsabläufe, Streckenverläufe, verschiedene Zugarten usw.) erstreckt, habe ich in den drei Monaten auch einiges über das "System Eisenbahn" gelernt. So z.B. die Tatsache, dass ausländische Bahngesellschaften ihre Fernzüge für meinen Geschmack viel stilvoller ausstatten als die Deutsche Bahn. Das ist natürlich Geschmackssache, aber in den bunten Plüschsesseln im TGV (inkl. romantischer Tischlampe) habe ich mich sehr wohlgefühlt. Gleiches gilt für die "Chefsessel" im Fernzug der ÖBB, den ich eher unfreiwillig kennengelernt habe - siehe hierzu das Ende dieses Berichtes.

 

Interessant waren auch die Beobachtungen, die man während der Fahrt machen konnte. So hatte ich an einem Sonntag mal das Glück, in einem ICE3 von Würzburg nach Nürnberg ganz vorne zu sitzen und dem Lokführer regelrecht über die Schulter schauen zu können. Dazu muss man wissen, dass die Führerstände im ICE3 nur durch Glas vom Abteil getrennt sind. Der Lokführer hat dann die Wahl, das Glas durchsichtig oder verblendet zu schalten (ungelenk ausgedrückt, aber ihr wisst was ich meine...), wobei 99,9% der Lokführer sich für die Verblendung entscheiden. Dieser eine Herr jedoch nicht, danke dafür! Zu den Beobachtungen gehören natürlich auch die des menschlichen Verhaltens. Hier bilde ich mir ein, festgestellt zu haben, dass man als Besitzer einer BahnCard 100 vom Zugpersonal im Schnitt mindestens einen Tick höflicher behandelt wird. Nun bin ich rein von meiner äußerlichen Erscheinung und meinem Auftreten sicher nicht der typische BahnCard 100-Besitzer, und dem entsprechend gab es das ein oder andere überraschte Gesicht, als ich selbige dann vorzeigte. Fast immer folgte dann jedoch ein "Gute Fahrt" oder gar ein "Angenehme Reise Herr Hendrich!" - das fand ich irgendwie toll! Und ich würde auch niemals bestreiten, dass der Erwerb der BahnCard 100 nicht auch ein klein wenig der Pflege meines Egos diente. Ganz so uneitel bin ich dann doch nicht...

 

Am ersten Geltungstag Ende März lag Deutschland ja im tiefsten Lockdown, damals noch ohne jede Aussicht, dass das irgendwann mal wieder anders werden würde. Dem entsprechend leer waren viele Züge, es gab keinen gastronomischen Service, keine Zeitungen, und auch die DB Lounges öffneten gerade erst wieder. Bei dieser Gelegenheit muss ich die Lounges auch nochmal kurz erwähnen, da ich bis auf vier inzwischen alle mindestens einmal besucht habe. Es wartet sich dort naturgemäß viel angenehmer als auf dem Bahnsteig, auch wenn es baulich und komforttechnisch doch beträchtliche Unterschiede gibt. Highlight war eindeutig die neu eröffnete Premium Lounge im Berliner Hauptbahnhof, in der man sich wirklich wie in einer stilvollen Bar vorkommt, klasse! Glücklicherweise wurden manche Einschränkungen mit der Zeit gelockert, vor allem im Bereich Gastronomie. Sowas geht im regelungswütigen Deutschland natürlich nicht ohne Schwachsinn: Stand Mitte Juni gab es in der 1. Klasse wieder Service am Platz, d.h. man konnte beim Zugpersonal Speisen und Getränke bestellen und bekam sie an den Platz gebracht. Speiste man jedoch im Bordrestaurant, musste man sich das Essen selbst an der Theke abholen. (?!) Gerade beim Servicepersonal in den Bordrestaurants hatte ich den Eindruck, dass die Damen und Herren wirklich froh darüber waren, endlich wieder Menschen bedienen zu dürfen. Großes Lob an dieser Stelle für die Freundlichkeit! So konnte es schon mal passieren, dass man einen Getränkegutschein bekam, weil das Frühstück ohne Butter serviert wurde. Dass ich überhaupt keine Butter esse, habe ich an der Stelle dann wohlweislich nicht erwähnt :-)

 

Noch ein Wort zu Corona und zu menschlichem Verhalten. Die Maskenpflicht ist so eine Sache, wobei ich persönlich zum Glück sagen kann, dass mich die Maske wohl weniger stört als manch anderen. Bequemer ist es natürlich ohne, und ich sage auch ganz offen, dass ich der Maskenpflicht eher situationsabhängig nachgekommen bin. Zum Beispiel sehe ich es absolut nicht ein, in einem geschlossenen Abteil, in dem außer mir niemand sitzt, permanent eine Maske zu tragen - das ist völlig unnötig. Wenn ein Zugbegleiter oder ein anderer Fahrgast hinzukommt, wird sie selbstverständlich wieder aufgesetzt. Ich wurde hierauf im Übrigen nicht ein einziges Mal negativ angesprochen, die meisten Zugbegleiter haben das Thema auch eher entspannt aufgefasst. Aber es gab auch andere. Zu den Standarddurchsagen in den Fernzügen gehört ja u. a. der Hinweis auf "die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske während der gesamten Fahrt" - so der genaue Wortlaut gemäß Vorgabe der DB. Speziell hierbei konnte man sehr gut beobachten, wie der jeweilige "Ansager" zu dieser Thematik eingestellt war. Die einen sagten den Text eher pflichtschuldig auf, während andere jedes einzelne Wort betonten und ggf. auch noch ergänzten. So konnte es dann zum Beispiel auch heißen: "Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Maske immer vollständig über den Mund und über die Nase gezogen sein muss.", oder auch "Bei Nichtbeachtung dieser Regeln müssen wir Sie von der weiteren Beförderung ausschließen" usw. usw., wobei ich die Betonung einzelner Passagen hier nicht wirklich rüberbringen kann. Beim ein oder anderen Zugbegleiter hatte ich schon den Eindruck, dass es ihm nachgerade Spaß machte, mal den dicken Max raushängen zu lassen und den Fahrgästen zu zeigen, "wer der Chef ist" - Söder und Co. lassen grüßen.... 

 

Bevor der Text noch weiter vom Thema abschweift, komme ich mal zum Fazit:

Die drei Monate waren ein tolles Erlebnis, das ich auf keinen Fall missen möchte! Ganz im Gegenteil. Wenn die Umstände es erlauben, werde ich mir auch im nächsten Jahr nochmal eine BahnCard 100 gönnen. Da ich nächstes Jahr nicht berufstätig sein werde, kann ich sie sogar noch öfter und ausgiebiger nutzen - ich freue mich drauf!