2022


Zu dem ganzen Text noch ein paar wenige Fakten zum diesjährigen Abenteuer mit der BahnCard 100:

 

- Von 91 möglichen war ich an 66 Tagen unterwegs, im Schnitt also 5 Tage die Woche.

- Gefahren bin ich mit insgesamt 341 Zügen.

- Neu kennen gelernt habe ich in diesem Zeitraum folgende Städte/Orte: Woltersdorf, Höxter, Lindau, Friedrichshafen, Ludwigshafen(Bodensee), Wissembourg, Kirn, Kusel, Lichtenfels, Coburg, Ötigheim, Rastatt, Bayreuth, Rosenheim, Tübingen, Lehrte, Ansbach, Donauwörth, Ravensburg, Hamm(Westfalen), Schwerin, Memmingen, Bad Wörishofen und Gelsenkirchen.

- Dazu kamen die Welterbestätten Civitas Corvey, Opernhaus Bayreuth und Mathildenhöhe Darmstadt, alle drei Standorte des DB Museums sowie einige andere interessante Museen


30.06.2022

6:07 Uhr - RE 14 -> Frankfurt Hbf - 7:22 Uhr (+1)

8:18 Uhr (+4) - RE 5 -> Hanau - 8:40 Uhr

9:04 Uhr (+11) - RB 58 -> Frankfurt-Ost - 9:21 Uhr (+10)

9:57 Uhr (+6) - RB 58 -> Frankfurt-Flughafen - 10:13 Uhr (+8)

10:24 Uhr (+25) - ICE 728 -> Essen Hbf - 12:06 Uhr (+28)

13:29 Uhr - RE 14 -> Coesfeld - 14:46 Uhr (+3)

15:08 Uhr - RE 14 -> Bottrop - 16:16 Uhr (+3)

16:32 Uhr (+1) - S 9 -> Essen-West - 16:45 Uhr (+4)

16:57 Uhr (+5) - RE 14 -> Essen Hbf - 17:03 Uhr (+4)

17:37 Uhr - ICE 848 -> Köln - 18:32 Uhr (+5)

19:53 Uhr (+26) - ICE 1021 -> Mainz - 21:42 Uhr (+30)

23:08 Uhr (+4) - S 6 -> Worms - 23:51 Uhr (+1)

 

Der letzte Tag! Ich hatte mir dazu - wie ja sonst auch - keine großartigen Gedanken gemacht, wollte aber unbedingt mit dem spätestmöglichen Zug des Tages wieder in Worms ankommen - und das hat dann auch geklappt. Davor ging es auf eine knapp 18-stündige Rundreise mit Zwischenstopps in diversen DB Lounges und mit spontanem Besuch eines der hässlichsten Bahnhöfe überhaupt, nämlich Frankfurt-Ost. Danach ging es ins Ruhrgebiet, weil man dort unterwegs immer viel alte Eisenbahn- und Industrieanlagen anschauen kann. Der letzte Zug war dann wie geplant die spätabendliche S 6 von Mainz nach Worms mit der Ankunft um wenige Minuten vor Mitternacht.

 

Ja, und damit ging das dreimonatige Abenteuer zu Ende. Ich will eigentlich gar kein besonders Fazit mehr schreiben, da unten steht ja wirklich schon genug Text :-) Nur soviel: Es war eine tolle Erfahrung, und auch wenn mein Elan in den letzten 2-3 Wochen doch ziemlich nachgelassen hat, bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich geschafft und erlebt habe. Ich bin und bleibe ein überzeugter Bahnfahrer, trotz aller ihrer Schwächen macht es immer noch Spaß, mit diesem Verkehrsmittel in all seinen Ausprägungen unterwegs zu sein.


29.06.2022

10:20 Uhr (+3) - ICE 587 -> Fulda - 13:54 Uhr (+14)

14:50 Uhr (+3) - ICE 599 -> Mannheim - 16:27 Uhr (+9)

17:10 Uhr (+1) - S 6 -> Worms - 17:37 Uhr

 

Rückreise von Hamburg. Kleine Planänderung mit zusätzlichem Umstieg, da der eigentlich anvisierte ICE ausfiel.


27.06.2022

7:15 Uhr (+8) - RE 14 -> Mannheim - 7:37 Uhr (+14)

8:05 Uhr - ICE 772 -> Hamburg-Dammtor - 13:01 Uhr (+3)

 

Für zwei Übernachtungen nach Hamburg, ausführlicher Bericht folgt.


25.06.2022

6:35 Uhr (+1) - S 6 -> Mannheim - 6:58 Uhr (+1)

7:32 Uhr - ICE 694 -> Erfurt - 10:26 Uhr

10:32 Uhr (+19) - ICE 802 -> Halle Hbf - 11:04 Uhr (+19)

von Halle Steintorstraße

13:02 Uhr - S 47 -> Halle Hbf - 13:05 Uhr

13:49 Uhr (+3) - RE 4 -> Goslar - 15:52 Uhr (+2)

16:03 Uhr - RE 10 -> Hannover Messe/Laatzen - 17:07 Uhr

17:49 Uhr (+3) - ICE 1171 -> Frankfurt - 20:00 Uhr (+2)

20:38 Uhr (+5) - RE 14 -> Worms - 21:55 Uhr

 

Endspurt! Heute am 63. Reisetag stand sozusagen der letzte konkret geplante Ausflug an. Die Reise führte mich ins DB Museum Halle - Nürnberg und Koblenz-Lützel hatte ich ja bereits besucht. Das DB Museum Halle besteht im Prinzip "nur" aus einem Teil eines Rundlokschuppens, in dem einige Lokomotiven aller Traktionsarten sowie diverser "Kleinkram" ausgestellt ist. Dennoch hat es mir sogar besser gefallen als in den beiden anderen. In Halle gibt es nämlich diverse Ehrenamtliche, die an den Öffnungstagen herumwuseln und den Gästen bereitwillig Auskunft geben. Ich bin so ja kein großer "Eisenbahnexperte" und kann bis heute immer noch nicht erklären, wie genau eine Dampflok eigentlich funktioniert. Da ist es dann immer gut, von wirklich fachkundigen Menschen ein wenig über die verschiedenen ausgestellten Lokomotiven erzählt zu bekommen, z.B. über die mir bislang völlig unbekannte Baureihe E 95. Und die Atmosphäre in dem alten staubigen verrußten Lokschuppen von 1895 ist natürlich sowieso toll. Die unten angehängten Bilder mögen es ein wenig rüberbringen. Leider habe ich es wieder nicht geschafft, mir die Stadt Halle ein wenig anzusehen; es war für meinen Geschmack zu warm/schwül, und ich bin nach wie vor nicht sonderlich fit. Für einen kleinen Umweg bei der Rückreise hat es aber noch gereicht, u.a. zum ja nicht ganz unbekannten Bahnhof Hannover Messe/Laatzen.

 

Ich muss euch an dieser Stelle noch etwas anderes erzählen: Mit Wirkung vom 15.06. hat die Bahn ihr Bonusprogramm für Vielfahrer umgestellt. Bis dato gab es ja nur die eine Stufe "BahnComfort", mit der sich bestimmte Vergünstigungen verbanden, also Zutritt zu den DB Lounges, speziell reservierbare Sitzplätze in Fernzügen usw. Voraussetzung war eine bestimmte Zahl an Statuspunkten, die man durch den Kauf von Fahrkarten oder die Benutzung der Kreditkartenfunktion der BahnCard erwerben konnte. Jetzt gab es wie gesagt eine Umstellung, und zwar dergestalt, dass es ab sofort drei verschiedene Statuslevel gibt: Silber, Gold und Platin. Abhängig vom Level sind die Vorteile jetzt stärker differenziert, und es kamen auch einige erfreuliche Dinge neu dazu. So z.B. eine bestimmte Zahl an Freigetränken in der Bordgastronomie von Fernzügen. Und für den Statuslevel Platin - den man mit der BahnCard 100 automatisch bekommt - auch einen generellen Discount von 30% für alle Speisen und Getränke in der Bordgastronomie. Um diese Dinge zu nutzen, muss man im Prinzip nur den entsprechenden QR-Code aus der Bahn-App vorzeigen - soweit die Theorie. In der Praxis ist es jedoch so, dass ich gestern zum wiederholten Male im BordRestaurant gehört habe: "Sorry, das ist bei unseren Geräten noch nicht freigeschaltet." Ein anderer Mitarbeiter versuchte den QR-Code für nicht ganz 3 Sekunden zu scannen und meinte dann lapidar "Nee das geht nicht, mein Gerät erkennt Ihren Code nicht." So kann das natürlich nicht laufen! Sorry liebe Bahn, aber wenn man etwas neues einführt - was in diesem Fall ja sogar wirklich eine gute Idee ist - dann sollte es doch auch in der überwiegenden Zahl der Fälle funktionieren und nicht nur sporadisch. Die Zufriedenheit von Vielfahrern wird man damit jedenfalls nicht steigern.


22.06.2022

10:45 Uhr (+7) - EC 115 -> Augsburg - 13:40 Uhr (+22)

14:03 Uhr (+10) - ICE 516 -> Stuttgart - 15:45 Uhr (+10)

16:07 Uhr (+21) - EC 114 -> Mannheim - 16:55 Uhr (+14)

17:52 Uhr (+7) - RE 14 -> Frankenthal - 18:07 Uhr (+4)

19:29 Uhr (+24) - S 6 -> Worms - 19:37 Uhr (+24)

 

Mit der Fahrplanstabilität ist es bei der Bahn momentan nicht weit her, unheimlich viele Betriebsstörungen (Signale, Weichen) und Verspätungen...

Auch heute im Prinzip wieder nur rumgefahren und in Frankenthal lecker gegessen.


21.06.2022

16:20 Uhr - RB 63 -> Bensheim - 16:44 Uhr (+2)

16:49 Uhr - IC 1291 -> Stuttgart - 17:53 Uhr (+6)

17:59 Uhr (+11) - IC 2064 -> Karlsruhe - 18:53 Uhr (+13)

19:28 Uhr - S 9 -> Mannheim - 20:22 Uhr

21:20 Uhr - S 6 -> Worms - 21:48 Uhr

 

Rumfahrtag...


20.06.2022

6:08 Uhr - ICE 991 -> Mannheim - 6:23 Uhr

6:28 Uhr (+2) - RE 1 -> Trier - 9:27 Uhr (+4)

9:41 Uhr (+5) - RB 81 -> Koblenz - 11:36 Uhr (+9)

11:48 Uhr (+39) - EC 9 -> Mannheim - 13:21 Uhr (+51)

15:15 Uhr - S 6 -> Worms - 15:37 Uhr (+3)

 

Fünf Tage am Stück nicht gefahren - was ist da los? Fünf Gründe: 1. Es war einfach zu warm, 2. langes Wochenende mit Feiertag und entsprechend überfüllte Züge, 3. Heimspielwochenende in der 2. Bundesliga mit entsprechender Vorarbeit (wir haben übrigens 2x gewonnen!), 4. fehlende Motivation und leider 5. gesundheitliche Probleme. Ich schlafe seit einigen Wochen schlecht, und hinzu kommen seit letzter Woche massive Knieprobleme - also ungefähr das, was ich ja ohnehin befürchten musste. Das rechte Knie schmerzt tierisch und fühlt sich auch ein wenig instabil an. Die ganz langen Strecken sind damit jedenfalls im Moment nicht drin. Ich muss mal abwarten, wie es sich entwickelt und im Zweifelsfall spätestens nach meinem kurzen Sylt-Trip Anfang Juli dann doch mal zum Onkel Doktor.

 

Aber auch unabhängig davon merke ich, dass die Luft ziemlich raus ist. Bin daher nicht böse, dass sich die drei BahnCard-Monate jetzt dem Ende zuneigen. Ob ich außer ein paar "Rumfahrtagen" noch groß was unternehmen werde, weiß ich gar nicht so genau, ist aber eigentlich auch nicht schlimm.


14.06.2022

10:50 Uhr - RB 35 -> Bingen Stadt - 11:56 Uhr

von Bingen Hbf

12:43 Uhr (+12) - RE 17 -> Kaiserslautern - 13:52 Uhr (+11)

14:35 Uhr - RB 64 -> Pirmasens Nord - 15:09 Uhr

15:18 Uhr (+4) - RB 55 -> Landau - 16:18 Uhr (+2)

17:22 Uhr (+12) - RB 51 -> Neustadt/Weinstraße - 17:46 Uhr (+11)

18:05 Uhr - RB 45 -> Bad Dürkheim - 18:25 Uhr

 

Eher unmotivierter Rumfahrtag... War abends mit Freunden zum Essen in DÜW verabredet und hatte bei den Temperaturen auch keine große Lust auf längere Touren. Also gemütlich im Regionalverkehr gebummelt - und fast in Landau gestrandet. Nachmittäglicher Schüler- und Arbeiterverkehr, und zwischendrin fielen zwei Züge Richtung NW aus. Chaos am Bahnsteig, viel zu viele Fahrgäste für die kleinen Triebwagen, aber ich hatte ja noch etwas Zeit. Zum Glück ist der Fahrplan zwischen Landau und Neustadt sehr dicht mit teilweise bis zu vier Zügen pro Stunde. Irgendwann lichteten sich die Reihen, und ich konnte relativ gefahrlos einsteigen. Und nach dem Essen wurde ich sogar noch nach Hause gefahren :-)


13.06.2022

8:05 Uhr (+4) - RE 4 -> Mainz - 8:36 Uhr (+5)

9:20 Uhr (+3) - IC 2216 -> Gelsenkirchen - 12:10 Uhr (+8)

15:36 Uhr (+30) - IC 2203 -> Köln - 16:38 Uhr (+32)

17:56 Uhr (+32) - ICE 613 -> Mannheim - 19:23 Uhr (+29)

20:15 Uhr (+42) - S 6 -> Worms - 20:37 Uhr (+45)

 

Ich bin ja längst nicht mehr so fußballinteressiert wie noch vor 10 oder 20 Jahren, aber an sich ist Fußball(geschichte) immer noch interessant. Da bietet sich als Reiseziel natürlich auch eine Stadt an, in die man sonst wohl eher nicht fahren würde. Also ab nach Gelsenkirchen und auf die sog. Schalker Meile. Gelsenkirchen ist an sich tatsächlich nicht weiter der Rede wert, zumindest der kleine Ausschnitt, den ich gesehen habe. Sowohl der Hauptbahnhof als auch die sich anschließende Fußgängerzone machten einen ziemlich trostlosen Eindruck, aber deswegen war ich ja nicht hier. Mein Weg führte mich nach Norden aus dem Zentrum heraus in den Stadtteil Schalke. Dort sieht es ungefähr so aus wie in Ludwigshafen, also ziemlich bäh, und man möchte sich nicht länger dort aufhalten als unbedingt nötig. Wollte ich aber auch gar nicht, sondern ich wollte einfach nur mal durchlaufen bis zum eigentlichen Ziel des Tages: die ziemlich legendäre Kampfbahn Glückauf. Auf der Suche nach einer guten Stelle zum Fotografieren sah ich, dass das Haupttor zum Stadiongelände offen stand. Also nix wie rein und auf die Tribüne marschiert - damit hätte ich nie gerechnet, war aber natürlich begeistert. Tolles uraltes Stadion mit viel Flair und Holz - sieht man immer seltener. Nachdem mich ein dort tätiger Handwerker fragte, was ich denn eigentlich hier machte, war der Besuch dann ziemlich schnell wieder beendet :-) Mit der Straßenbahn ging es danach noch kurz zum heutigen Schalker Vereinsgelände mit Veltins-Arena und den Resten des Parkstadions. Auch schön, aber natürlich nicht so kultig. By the way bin und bleibe ich natürlich Bayern-Fan, aber Schalke fand ich eigentlich schon immer ganz sympathisch, daher auch der spontane Besuch dort. Heimfahrt war bis auf die vielen Verspätungsminuten dann eher ereignislos.


12.06.2022

8:29 Uhr - RE 73 -> Türkheim - 8:35 Uhr

8:41 Uhr - RE 72 -> München - 9:42 Uhr

11:47 Uhr - IC 2398 -> Bensheim - 15:08 Uhr (+6)

16:13 Uhr - RB 63 -> Worms - 16:43 Uhr

 

Bei angekündigten 30° konnte die Parole eigentlich nur heißen: "Schnell wieder nach Hause!". Aber eilig habe ich es ja prinzipiell nicht, also ging es zunächst einmal gemütlich nach München in die Lounge zur ausführlichen Lektüre der Sonntagszeitungen - was man halt so macht :-) Für die Weiterfahrt von München gab ich wie so oft einem IC den Vorzug vor den ICE´s, da es sich im Abteil einfach gemütlicher sitzt. Kurz nach der Ausfahrt - noch vor Pasing - dann mal wieder eine Premiere in Form einer speziellen Durchsage: "Die Weiterfahrt wird sich um wenige Minuten verzögern, bis wir ermittelt haben, wer gerade die Notbremse gezogen hat." Habe nicht mitbekommen, wer (und vor allem warum) es war und was mit ihm/ihr passiert ist - §145 StGB und so. Der Anschluss in Bensheim ist mir dann leider erwartungsgemäß vor der Nase weggefahren, aber dort eine Stunde warten war noch immer die bessere Alternative, als mit dem IC bis Frankfurt und dann mit dem RE nach Worms zu fahren, zumal ich mein - sehr empfehlenswertes! - Buch längst ausgelesen hatte.


11.06.2022

10:45 Uhr (+4) - EC 115 -> Ulm - 12:54 Uhr (+6)

13:17 Uhr - RE 75 -> Memmingen - 13:55 Uhr (+6)

17:08 Uhr - RE 71 -> Türkheim - 17:39 Uhr

18:17 Uhr - RE 73 -> Bad Wörishofen - 18:23 Uhr

 

Auf der imaginären Liste meiner künftigen Reiseziele steht schon längere Zeit Kempten im Allgäu, da sie eine der ältesten deutschen Städte ist und auch sehr schön sein soll. Immerhin habe ich es jetzt schon mal in einen Zug geschafft, der bis nach Kempten fuhr :-) Warum bin ich vorher ausgestiegen? Es war mir einfach zu warm. Die Klimaanlage im RE war entweder defekt oder einfach zu schwach, was dazu führte, dass mir auf gut Deutsch gesagt die Brühe lief. Um das abschweifend mal ein wenig einzuordnen: Erhöhte Transpiration ist ein Nebensymptom der Glasknochenkrankheit und verstärkt sich in der Regel mit zunehmendem Alter. Falls ihr jetzt denkt "Ja das kenne ich, ich schwitze auch immer viel..." - nein. Einfach nein. Ihr habt keine Ahnung, wie das ist, wenn der Körper die fünffache Menge Schweiß produziert, und das schon bei vergleichsweise geringer Anstrengung bzw. bei gar nicht mal so hohen Außentemperaturen. Da geht es dann nicht um Schweißtropfen auf der Haut und etwas klamme T-Shirts oder Hemden, sondern es geht um Schweiß, der einem in Strömen vom Kopf den Rücken runterläuft und um Klamotten, die sich anfühlen, als kämen sie gerade aus der Waschmaschine, und zwar ohne Trockengang. 

Warum erzähle ich das so ausführlich? Naja, ich bin statt in Kempten in Memmingen gelandet und wollte jetzt nicht schon wieder was von "schöner Altstadt", "engen Gassen" usw. usw. schreiben. Wobei es halt doch wieder zutrifft - Memmingen ist wirklich ein schönes Städtchen mit reicher Geschichte! Besonders gut gefallen haben mir die ausführlichen Infotafeln zu einzelnen Gebäuden und die gut ausgeschilderten Rundwege. Aber es war trotzdem für meinen Geschmack schon viel zu warm... Wieder zurück am Bahnhof stellte ich fest, dass der Heimweg ganz schön umständlich werden würde. Ich hatte die Wahl zwischen einer Stunde Aufenthalt in Augsburg oder Ulm UND auf jeden Fall noch einer zusätzlichen Stunde Aufenthalt in Mannheim spätabends. Grund für die schlechten Verbindungen sind die vielen Baustellen - Mannheim wird von Fernzügen in Süd-Nord-Richtung derzeit fast gar nicht angefahren. Also blieb wieder "nur" der spontane Plan B. Beim Blick auf die Streckenkarte fiel mir schnell der Ortsname Bad Wörishofen (ein kleines "Schachmekka") ins Auge, erreichbar über eine kurze Nebenstrecke von Türkheim aus. Also rasch ein super preiswertes Hotel und ein außergewöhnliches Restaurant klargemacht und ab in die Kneipp-Stadt. Bis zum Abendessen war reichlich Zeit, und ich drehte noch eine größere Runde durch den wirklich sehenswerten Kurpark. Am Ende des Tages dann doch wieder fast alles richtig gemacht...


09.06.2022

7:00 Uhr (+3) - RE 2 -> Bad Kleinen - 7:11 Uhr (+3)

7:58 Uhr - RE 1 -> Hamburg - 9:38 Uhr

10:46 Uhr - IC 2217 -> Worms - 17:06 Uhr (+58)

      

Mit dem Intercity ohne Umsteigen von Hamburg nach Worms?! Komme ich gleich zu...

Eigentlich sollten hier ein paar Zeilen zu einer morgendlichen Runde durch Schwerin stehen, aber wie so oft kam alles ganz anders. Denn es kam Regen, und zwar schon am Abend davor, unangekündigt und richtig heftig. Am morgen war es noch reichlich nass, und der trübe Himmel verhieß auch nicht unbedingt Gutes, zumal ich auch keinerlei Jacke/Weste oder dergleichen mitführte. Das war mir dann zu heikel, und tatsächlich muss es im Tagesverlauf auch noch einiges an Regen gegeben haben. Also direkt nach dem Frühstück zum Bahnhof und kurz rüber nach Bad Kleinen, was ich ohnehin vorhatte. Bad Kleinen - RAF - Wolfgang Grams - kennt man ja. Leider war mir völlig entfallen, dass der Bahnhof vor einigen Jahren komplett umgebaut wurde, und zwar wirklich von Grund auf mit Abriss sämtlicher Gebäude, Bahnsteige usw. Als ich dort ausstieg, erinnerte ich mich auch an eine vor einigen Jahren gesehene Doku - evtl. zum 25. Jahrestag des Einsatzes - als zwei der damals beteiligten GSG-9-Leute am gerade umgebauten Bahnhof standen. Ärgerlich! Aber immerhin so halbwegs an einem geschichtlichen Ort gewesen. Danach ging es nach Hamburg zur nächsten Überraschung. Als ich am 16. April in der DB Lounge Nürnberg war, dachte ich eigentlich, dass das die einzige war, die mir noch fehlte. Als ich heute jedoch die Lounge in Hamburg betrat, stellte ich fest: Hier warst Du tatsächlich auch noch nicht! Seltsam, wieso ich so fest vom Gegenteil überzeugt war... Beim Studium der Abfahrtspläne entdeckte ich das Gegenstück zu dem Zug, mit dem ich gestern nach Schwerin gefahren bin. Da dieser unterwegs in einigen Städten hielt, die ich auch noch nicht kannte, war das eine gute Option. Aber auch hier spielte das Wetter wieder nicht mit: In Osnabrück schüttete es, desgleichen in Münster, und das Regenradar verhieß auch für das Ruhrgebiet einiges an Regen. Das und der sich als Hilfsblockwart aufspielende Zugbegleiter ("Maske... Maske... Maske..." - kann das echt bald nicht mehr hören) ließen mich gefrustet einfach weiterfahren. Damit zum obigen ersten Satz: Auch dieser IC bekam mehr und mehr Verspätungsminuten, so dass die noch geplanten Halte in Heidelberg und Wiesloch entfielen. Stattdessen kam - für mich natürlich perfekt - ein außerplanmäßiger Halt in Worms dazu. Immerhin etwas, aber gerettet hat es den Tag auch nicht mehr wirklich...


08.06.2022

8:05 Uhr (+2) - RE 4 -> Mainz - 8:36 Uhr (+5)

9:20 Uhr (+13) - IC 2216 - Schwerin - 16:10 Uhr (+38)

 

Es gab noch genau eine Landeshauptstadt, in der ich noch nicht war - jetzt nicht mehr :-) Und zwar war es die geografisch am weitesten von Worms entfernte, nämlich Schwerin. Da ich nicht den dritten Tag in Folge mitten in der Nacht aufstehen und außerdem ohnehin da oben übernachten wollte, nahm ich eine etwas spätere und gemütliche Verbindung mit nur einem Umstieg in Mainz. Leider war das BahnComfort-Abteil schon belegt, und dasjenige, in dem ich dann Platz nahm, war sibirisch kalt - alle anderen Abteile übrigens nicht. Aber bekanntlich kommen nur die Harten in den Garten... Nord-süd bzw. süd-nordwärts fahrende Züge - vor allem IC´s - mit langem Laufweg haben die Eigenschaft, unterwegs reichlich Verspätungsminuten einzusammeln. So wurden aus den +13 in Mainz dann +38 in Schwerin, aber ich habe es ja bekanntlich nicht eilig. Das Wetter bei der Ankunft war hervorragend, und ich machte mich direkt auf den Weg in die schöne Altstadt, vorbei am imposanten aber leider bereits geschlossenen Schweriner Dom (117,5m hoch!), am Amtssitz von Frau Pipeline-Schwesig bis zum Schweriner Schloss, dem aus meiner Sicht eindeutig schönsten Landtagssitz in Deutschland. Das im 19. Jahrhundert in der heutigen Form gestaltete Schloss liegt auf einer kleinen Insel im Schweriner See und ist von einer wunderschönen Parkanlage umgeben. Bin einmal drumrumgeschlendert und anschließend wieder zurück in die Altstadt zum Essen fassen im hervorragenden Restaurant Lukas - zu Recht auf Platz 1 bei Tripadvisor für Schwerin! Zum Verdauen ging es anschließend noch eine Runde um den Pfaffenteich und dann ins Intercity-Hotel.


07.06.2022

6:07 Uhr - RE 14 -> Frankfurt - 7:22 Uhr

8:10 Uhr (+3) - ICE 822 -> Essen - 10:03 Uhr (+7)

10:14 Uhr (+28) - IC 2155 -> Hamm - 11:01 Uhr (+76)

15:30 Uhr - RE 3 -> Dortmund - 15:58 Uhr

16:27 Uhr - ICE 929 -> Mainz - 19:39 Uhr (+10)

20:13 Uhr (+2) - RE 4 -> Worms - 20:39 Uhr (+5)

 

Zum zweiten Mal hintereinander vor 6:00 Uhr aufgestanden - das ist aber auch schon lange her :-)

Heute sollte es ins Ruhrgebiet gehen, so ungefähr jedenfalls. War ein ziemlich lehrreicher Tag. Ich habe z.B. gelernt, dass man mit der Ausrede "ich nix verstehen" ziemlich oft gut und günstig Bahn fahren kann. Entweder mit dem 9-Euro-Ticket in der 1. Klasse, oder auch gleich im ICE - "ich nix verstehen" sagen, und schon wird man sehr zuvorkommend behandelt. Wer in diesem - und in folgenden Sätzen - irgendwas wie Rassismus zu erkennen glaubt, soll das tun, ist mir ehrlich gesagt wumpe. Aber es kann aus meiner unmaßgeblichen Sicht einfach nicht sein, dass ich, wenn ich ohne Ticket in einen ICE steige, den doppelten Fahrpreis bzw. mindestens 60 EUR bezahlen muss, wenn ich aber mit dem 9-Euro-Ticket in den ICE steige und "ich nix verstehen" sage, einfach nur gebeten werde, an der nächsten Station wieder auszusteigen. So und so ähnlich in den letzten Tagen schon 3x erlebt...

Aber lassen wir das und erfreuen uns stattdessen an der Tatsache, dass die grundrenovierte DB Lounge im Frankfurter Hauptbahnhof eröffnet wurde und wirklich toll geworden ist, wie ich heute morgen feststellen durfte. Später in Essen angekommen, musste ich mir dann mal langsam überlegen, wo ich eigentlich hinfahren wollte. Die Wahl fiel auf einen verspäteten Intercity mit interessantem Laufweg (Ruhrgebiet - Paderborn - Kassel und dann rüber bis nach Gera) - da würde sich bestimmt ein interessanter Halt ergeben. Die Wikipedia lehrte mich, dass Soest eine gut erhaltene und sehenswerte Altstadt zu bieten habe - und Altstädte gehen ja bekanntlich immer. Der Zug nach Soest ging allerdings nicht, bzw. nicht als ich noch drinsaß. Nach dem Fahrtrichtungswechsel in Hamm - nächste Station wäre Soest gewesen - ging es erstmal nur 100 Meter bis zur ersten Zwangsbremsung. Dann nochmal vielleicht 200 Meter bis zur nächsten und weitere 50 Meter bis zur dritten. Es folgte die Durchsage "Aufgrund einer Steuerwagenstörung..." usw. Der Zugchef war mit dem Triebfahrzeugführer gar nicht einverstanden und beschwerte sich direkt vor meinem Abteil lautstark bei seiner Kollegin, warum er trotz scheinbar vieler Fehlermeldungen überhaupt in Hamm losgefahren sei. Fragte ich mich allerdings auch, zumal sich die nächste halbe Stunde überhaupt nichts tat. Dann stiefelte der Triebfahrzeugführer wieder ans andere Ende zur Lok und fuhr zurück in den Bahnhof Hamm. Dort bin ich ausgestiegen und kann daher leider nicht sagen, ob der Zug sein Ziel jemals erreicht hat :-)

Aber angeblich hat alles Schlechte auch sein Gutes - und in meinem Fall hat es wohl auch gestimmt. Ich blieb einfach in Hamm und entdeckte zufällig den malerischen Kurpark mit Gradierwerk, kleinen Wasserläufen, vielen Blumen und was es halt in einem Kurpark so alles gibt. Wirklich toll! Und gleichzeitig die nächste Großstadt abgehakt. Die Heimfahrt habe ich ausnahmsweise mal richtig getimed, denn es fing tatsächlich genau dann zu regnen an, als der RE in Hamm losfuhr.


06.06.2022

6:35 Uhr - S 6 -> Ludwigshafen - 6:53 Uhr

7:02 Uhr - S 2 -> Haßloch - 7:20 Uhr (+2)

14:37 Uhr (+3) - S 2 -> Mannheim - 15:03 Uhr (+3)

15:49 Uhr (+13) - RE 14 -> Worms - 16:16 Uhr (+6)

 

Die erwartbar überfüllten Züge ließen mich am Pfingstsonntag noch eine Pause einlegen. Montags ging es zu den Haßlocher Schachtagen, eine Institution im Schachkalender der Pfalz. Auf dem Rückweg dachte ich noch kurz daran, irgendwo hinzufahren, aber spätestens die Menschenhorden auf den Bahnsteigen in Mannheim trieben mir diesen Gedanken wieder aus.


04.06.2022

10:45 Uhr (+11) - EC 115 -> München Ost - 14:24 Uhr (+21)

von München Hbf

16:46 Uhr (+33) - IC 266 -> Ulm - 18:01 Uhr (+36)

19:03 Uhr (+64) - IC 2396 -> Mannheim - 20:48 Uhr (+65)

22:15 Uhr (+19) - S 6 -> Worms - 22:39 Uhr (+18)

 

Am 51. Reisetag ist es "endlich" passiert: Ich habe meine BahnCard verloren...

Im Gegensatz zu allen anderen Tickets kann man die BahnCard100 leider nicht in den DB Navigator laden, sondern muss sie als physische Karte mitführen. Aus Bequemlichkeit (Dusseligkeit) habe bzw. hatte(!) ich meine immer in der Hemdtasche stecken, zusammen mit dem Dreckslappen. Wenn man vorm Einsteigen dann den Dreckslappen rausholt, muss man halt ein wenig darauf achten, dabei nicht auch die BahnCard mit rauszuziehen - was bislang auch ungefähr 200x einwandfrei geklappt hat. Allerdings klappte es am Münchner Hauptbahnhof leider nicht. Und warum? Unnötige Hektik! Ich mache mir ja - und es gelingt auch überwiegend sehr gut - so wenig Stress wie möglich, beim Bahnfahren und auch sonst überall. Weil es einfach nichts bringt oder am Ende höchstens noch Probleme wie in diesem Fall. Der ursprünglich für die Rückfahrt vorgesehene Zug schien auszufallen bzw. deutlich später loszufahren, was aber erst angezeigt wurde, als ich schon unten auf dem Querbahnsteig stand. Stattdessen sah ich einen verspäteten Intercity Richtung Heidelberg, was ja auch okay gewesen wäre. Auf dem Weg vor zur Zugspitze bzw. zu den 1.-Klasse-Wagen ertönte auf einmal unerwartet das Abfahrtssignal, und ich hechtete zur nächstgelegenen Tür und zückte in diesem Moment auch den Dreckslappen, anstatt einfach erstmal in Ruhe einzusteigen und das Scheißding anschließend rauszuholen. Aber nein... jedenfalls muss die BahnCard bei dieser Aktion rausgeflutscht sein, ohne dass ich es bemerkte. Tatsächlich bemerkt habe ich es erst bei der Fahrkartenkontrolle. Zum Glück machte ich auf die Zugchefin einen ausreichend glaubwürdigen Eindruck - sie gab mir freundlicherweise sogar noch die direkte Durchwahl zum BahnCard-Service. Das ganze läuft dann so, dass man telefonisch eine Ersatzkarte bestellt, die einem allerdings erst nach ca. 10-14 Tagen mit der Post zugeschickt wird. Für die Zwischenzeit bekommt man eine Auftragsnummer, die man an einem beliebigen Fahrkartenautomaten eingibt und sich dort eine vorläufige Papierfahrkarte ausdruckt. Am Ende des Tages also alles kein größeres Problem, aber geärgert hat es mich trotzdem ganz schön. Allein schon deshalb, weil ich gegen meinen Vorsatz ("kein Stress!") verstoßen habe und prompt dafür bestraft wurde. 

 

Ach ja München... keine Ahnung was ich da wollte, aber der Eurocity ist samstags überhaupt der einzige Fernzug mit Halt in Worms, und Regionalverkehr wollte ich angesichts des Massenansturms der 9-Euro-Touris unbedingt vermeiden. Der Zug wurde baustellenbedingt mehrfach umgeleitet und hielt daher auch nicht im Münchner Hauptbahnhof, dafür aber am Ostbahnhof. Also ergab sich ein gemütlicher Spaziergang durch München mit dem erwähnten dusseligen Ende. Shit happens...


02.06.2022

9:20 Uhr (+3) - RE 4 -> Frankfurt Hbf - 10:22 Uhr (+2)

10:46 Uhr (+2) - RB 34 -> Glauburg-Stockheim - 11:54 Uhr

12:15 Uhr (+1) - RB 46 -> Gelnhausen - 12:46 Uhr

13:03 Uhr (+5) - RE 50 -> Fulda - 13:49 Uhr

14:34 Uhr (+2) - RB 45 -> Limburg - 17:37 Uhr (+8)

von Limburg Süd

20:15 Uhr (+6) - ICE 821 -> Frankfurt-Flughafen - 20:35 Uhr (+3)

21:30 Uhr (+2) - S 8 -> Mainz Römisches Theater - 21:53 Uhr (+2)

22:12 Uhr - S 6 -> Worms - 22:51 Uhr

 

Ein echter "Rumfahrtag" mit ein paar kleinen Besonderheiten. 9-Euro-Ticket-technisch war es relativ entspannt, eigentlich hatte ich den ganzen Tag meine Ruhe. Die Bahnsteigunterführung in Glauburg-Stockheim ist rekordverdächtig hässlich, dagegen fühlt man sich in Ludwigshafen Hauptbahnhof schon regelrecht wohl :-) Die maximale Entspannung gab es dafür auf der dreistündigen Fahrt von Fulda nach Limburg über Vogelsberg- und Lahntalbahn mit nicht weniger als 33 Unterwegshalten. Aber mit zwei Büchern im Gepäck vergeht die Zeit eigentlich wie im Flug (Zug?). Da ich mich nicht den ganzen Tag von "Unterwegsfutter" in Form von Brezeln, Käsestangen usw. ernähren wollte, suchte ich nach einem gescheiten Restaurant in Limburg. Ich fand das - letztlich nur teilweise überzeugende - Black Cow auf dem allerdings sehr interessanten Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks Limburg direkt neben dem Bahnhof. Halbwegs satt aber nicht ganz zufrieden folgte noch ein Abstecher zum vermutlich unnötigsten Bahnhof Deutschlands: Limburg Süd. Was da für die paar wenigen ICE-Halte pro Tag an Geld versenkt wurde - eigentlich kaum zu fassen, aber andererseits ein gutes (schlechtes?) Beispiel für die Auswüchse des deutschen Föderalismus. Naja, immerhin bin ich wenigstens mal dortgewesen.


01.06.2022

6:08 Uhr (+3) - ICE 991 -> Stuttgart - 7:08 Uhr (+3)

7:44 Uhr (+66) - IC 897 -> Ravensburg - 9:49 Uhr (+53)

13:48 Uhr (+2) - RE 5 -> Stuttgart - 15:56 Uhr (+6)

16:22 Uhr - IC 2058 -> Neustadt/Weinstraße - 18:09 Uhr (+15)

20:59 Uhr (+7) - RE 1 -> Mannheim - 21:21 Uhr (+10)

21:44 Uhr - S 6 -> Worms - 22:13 Uhr

 

Erster Tag im Juni, und vor allem: Erster Geltungstag für das 9-Euro-Ticket. Ich stehe diesem Ding ja einigermaßen kritisch gegenüber. Gerade an Wochenenden sind viele Regionalzüge schon jetzt rappelvoll, so dass ich gar nicht weiß, wie denn diese ganzen 9-Euro-Leute noch da reinpassen sollen. Vermutlich (leider!) - und auch schon so geschehen - wird dies zum Teil dadurch "gelöst" werden, dass man auch die 1. Klasse für jedermann freigibt. Da fragt man (bzw. ich) sich natürlich schon, warum man extra deutlich mehr Geld ausgibt, um das Privileg der 1. Klasse nutzen zu können, wenn dann am Ende jeder da reindarf. Um nicht missverstanden zu werden: Diese Reaktion mancher Zugbegleiter ist absolut nachvollziehbar, damit es nicht völlig eskaliert, aber gerecht ist es nicht. Bezeichnend für die (fehlende) Intelligenz vieler Menschen sind ja auch die Durchsagen in den Bahnhöfen und Zügen: In jedem Fernzug des Tages wurde mehrfach durchgesagt, dass das 9-Euro-Ticket NICHT in Fernzügen gilt. Ich habe mehrfach mitbekommen, wie Leute mit diesem Ticket ganz ungeniert im ICE (!) und dort sogar in der 1. Klasse (!!) Platz genommen haben und dann bei der Ticketkontrolle teilweise sogar noch uneinsichtig waren. Für die ersten Tage hat man sich bahnintern scheinbar dafür entschieden, diese Leute nicht direkt wie "Schwarzfahrer" zu behandeln (warum eigentlich nicht?), sondern sie bis zur nächsten Station mitfahren zu lassen. Mal gespannt, wie lange das so geht. Meine Begeisterung für diese ganze 9-Euro-Aktion ist jedenfalls sehr begrenzt, und ich werde mir leider gut überlegen müssen, ob ich an den Juni-Wochenenden überhaupt noch großartig rumfahren werde.

 

Aber egal, heute war ich jedenfalls in Ravensburg. Warum? Warum nicht! :-) Ausnahmsweise ging es mal wieder um 6 Uhr los, wobei ich noch am Bahnhof nicht genau wusste: 6:07 Uhr RE nach Frankfurt oder 6:08 ICE Richtung München. Letzteres dauerte mir zu lang, da der Zug diese Woche wegen der Großbaustelle in Ulm (und um Ulm und um Ulm herum) weiträumig umgeleitet wird und daher über eine Stunde länger braucht. Also in Stuttgart in den Intercity Richtung Bodensee gehüpft, der aber leider nicht losfuhr. Scheinbar ein Schaden an der Lok, der in der folgenden Stunde ausgiebig von diversen Bahnmitarbeitern beobachtet und diskutiert wurde. Nebenan fuhr derweil ein RE über die gleiche Strecke los, aber ich habe es ja bekanntlich nicht eilig :-) Mit +66 ging es irgendwann los, doch leider gab der Meister unterwegs kräftig Gas, so dass wir in Ravensburg mit "nur" noch +53 ankamen und ich keine 15€ "verdienen" konnte :-(

Dafür wurde ich mit dem Spaziergang durch ein wirklich sehenswertes Städtchen belohnt. Das Stadtbild von Ravensburg ist geprägt von der mittelalterlichen Stadtbefestigung, und zwar in diesem Fall weniger von der Stadtmauer als von den dazugehörigen Türmen, die noch in großer Zahl erhalten sind. Interessant hierbei die verschiedenen Bauformen und die beeindruckende Höhe von teils über 50 Metern. Auch Ravensburg kann ich für einen (bau)geschichtlichen Tagesausflug absolut empfehlen! Anschließend ging es nicht direkt nach Hause, sondern nach Neustadt zum Abendessen mit den lustigen Schachfreunden vom Post SV - das letzte Mal war schon wieder viel zu lange her...


31.05.2022

10:40 Uhr - RE 4 -> Ludwigshafen - 10:56 Uhr

11:09 Uhr - S 6 -> Mannheim - 11:15 Uhr (+3)

10:30 Uhr (+67) - ICE 103 -> Offenburg - 11:29 Uhr (+69)

12:59 Uhr - RE 2 -> Donaueschingen - 14:16 Uhr

17:21 Uhr - RE 55 -> Tuttlingen - 17:43 Uhr

18:00 Uhr (+5) - IC 184 -> Stuttgart - 19:32 Uhr (+3)

20:04 Uhr (+7) - IC 2396 -> Mannheim - 20:48 Uhr (+5)

21:20 Uhr - S 6 -> Worms - 21:48 Uhr

 

Eigentlich wollte ich wohl irgendwie wieder nach Basel fahren, glaube ich. Stattdessen bin ich in Donaueschingen gelandet. Fragt nicht :-) Aber nein im Ernst, ich weiß es tatsächlich nicht mehr. Jedenfalls war ich irgendwann in Donaueschingen und schaute mir zunächst die Donauquelle an. Dass die Frage nach der exakten Quelle von Flüssen immer so eine Sache ist, kann man dem Wikipedia-Artikel entnehmen. Unstreitig ist dagegen, dass die eigentliche Donau am Zusammenfluss von Brigach und Breg entsteht - zu dieser Stelle bin ich anschließend gelaufen. Der Bereich wird derzeit großflächig renaturiert, so dass man nicht wirklich viel sehen kann. Der Rückweg in die Stadt führte durch den wunderschönen Schlosspark, allerdings wurde das Wetter ein wenig ungemütlich. Nach dem unvermeidlichen Zwischenstopp in einer Buchhandlung fing es dann tatsächlich kräftig zu regnen an, was mich zügig den Marsch zum Bahnhof antreten ließ. In der abendlichen S-Bahn sprach ich die Zugbegleiterin auf das 9-Euro-Ticket an. Sie berichtete mir, dass sie schon heute mehrere Leute aus dem Zug schmeißen musste, die mit dem 9-Euro-Ticket fahren wollten, und auch sonst befürchtet sie das schlimmste für die nächsten drei Monate. Ich kann das sehr gut nachvollziehen!

 

Und damit endete der zweite von drei Monaten mit der BahnCard 100. Also wieder Zeit für ein paar Zahlen: Von 61 Tagen war ich an 48 unterwegs, und zwar mit insgesamt 249 Zügen.


30.05.2022

16:40 Uhr (+3) - RE 4 -> Frankenthal - 16:46 Uhr (+3)

17:02 Uhr (+2) - RB 46 -> Grünstadt - 17:29 Uhr (+1)

17:40 Uhr - RB 45 -> Monsheim - 17:54 Uhr

19:05 Uhr - RB 45 -> Grünstadt - 19:19 Uhr

 

Öhm ja... keine Ahnung :-) Nicht wundern, dass die Fahrtenliste in Grünstadt endet - bin mit dem Bus zurück nach Worms gefahren.


29.05.2022

8:17 Uhr - RE 14 -> Frankfurt - 9:22 Uhr

9:54 Uhr - ICE 529 -> Würzburg - 11:01 Uhr

11:24 Uhr (+7) - IC 2085 -> Ansbach - 12:16 Uhr (+7)

14:06 Uhr (+53) - IC 2066 -> Stuttgart - 15:52 Uhr (+68)

17:34 Uhr (+3) - ICE 514 -> Mannheim - 18:16 Uhr (+4)

18:14 Uhr (+12) - S 6 -> Worms - 18:37 Uhr (+13)

 

Ich frage mich ja echt, wie ich den ganzen Juni noch halbwegs gescheite Reiseziele usw. finden soll, momentan fällts mir echt schwer. Dass ich des Bahnfahrens mal müde werden würde, war für mich bislang nicht vorstellbar :-)

Aber ganz so schlimm ist es ja dann doch nicht... Über Umwege (ich hatte echt keine Ahnung wohin) bin ich in Ansbach gelandet, durch den dortigen - schönen! - Hofgarten geschlendert, gut zu Mittag gegessen, die kleine Altstadt besichtigt, bis ich wieder am Bahnhof war. Dort stand noch ein stark verspäteter IC Richtung Karlsruhe (er endete später außerplanmäßig in Stuttgart), da man auf die Polizei warten musste, die noch drei "Maskenverweigerer" aus dem Zug schaffen musste. Angesichts der derzeitigen "Coronalage" ist die (verewigte) Maskenpflicht in der Bahn zwar nur noch lächerlicher Blödsinn, aber Regel ist halt Regel... in diesem Falle leider!


28.05.2022

8:40 Uhr (+17) - RE 14 -> Frankenthal - 8:48 Uhr (+17)

21:12 Uhr (+9) - RE 4 -> Worms - 21:19 Uhr (+9)

 

Dritter und letzter Besuch beim Pfälzischen Schachkongress. Mit Neustadt II im Mannschaftsblitz die C-Gruppe gewonnen, allerdings bei eher mäßiger persönlicher Leistung.


26.05.2022

7:46 Uhr - S 6 -> Mannheim - 8:12 Uhr

8:32 Uhr (+1) - ICE 374 -> Hildesheim - 11:35 Uhr (+17)

12:43 Uhr - S 3 -> Lehrte - 13:05 Uhr

18:54 Uhr (+4) - RE 60 -> Hannover - 19:03 Uhr (+6)

19:41 Uhr (+1) - ICE 273 -> Frankfurt - 22:00 Uhr (+10)

22:12 Uhr (+15) - RE 70 -> Mannheim - 23:20 Uhr (+43)

0:18 Uhr (+4) - S 6 -> Worms - 0:39 Uhr (+47)

 

Falsche Entscheidungen und ihre Konsequenzen... ich bin manchmal aber auch echt doof :-)

Aber der Reihe nach. Auf dem Programm stand der Besuch bei der zentralen Endrunde der Frauenbundesliga in Lehrte. Ich war trotz kurzer Nacht - tags zuvor hatte ich noch erstaunlich erfolgreich Schach gespielt - früh genug dort und hätte mir noch in aller Ruhe die Sehenswürdigkeiten der Stadt anschauen können - wenn es denn welche gegeben hätte :-) Aber Lehrte ist halt "nur" eine typische Eisenbahnerstadt, die abgesehen von einem kleinen Dorfkern erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. In Lehrte beginnt die Bahnstrecke (von Hannover) nach Berlin (man denke an den "Lehrter Bahnhof", und es gibt die Strecke Hannover-Braunschweig mit Abzweigen nach Hamburg bzw. Hildesheim. Aber das führt schon wieder viel zu weit...

An die Stippvisite zur Bundesliga schloss sich ein frühes (leckeres!) Abendessen mit Freunden an. Danach war die Frage: Heimfahren oder nach Hannover? Ich hatte mir vorsorglich dort ein Hotelzimmer reserviert und wollte evtl. noch eine Cocktailbar aufsuchen. Andererseits war ich aber auch echt müde... und entschied mich für die Heimfahrt. Das war jetzt noch nicht grundsätzlich falsch, da man von Hannover problemlos nach Mannheim kommt, und von dort auch spätabends noch halbstündlich mit der S-Bahn nach Worms... aber nicht an Feiertagen! Das ist halt der Nachteil, wenn man nicht arbeiten geht: Wochentage, Wochenende, Feiertage usw. - verliert man alles völlig aus den Augen :-) Jedenfalls war die S-Bahn um 22:47 Uhr nicht erreichbar, und die nächste fuhr erst 0:18 Uhr. Anderthalb Stunden mitten in der Nacht auf dem Mannheimer Hauptbahnhof? Danke nein! Alternative wäre gewesen, in Frankfurt in die S-Bahn umzusteigen, nach Mainz-Römisches Theater und von dort weiter nach Worms zu fahren, Ankunft kurz vor Mitternacht. Der Anschluss in Frankfurt scheiterte aber an einer Verspätung von der Tatsache, dass der Zug außerplanmäßig auf Gleis 1 und damit gefühlt mehrere Tagesreisen vom Abgang zur S-Bahn entfernt ankam. Um die Wartezeit in Mannheim zu verkürzen, wechselte ich in Frankfurt in den langsameren RE, der "erfreulicherweise" unterwegs drölfmal wegen Zugüberholungen anhalten musste. Der Aufenthalt in Mannheim war dadurch auf 15 Minuten geschrumpft, und ich war - fast! - daheim. Die S-Bahn schaffte es bis kurz vor Frankenthal Süd, und blieb dann einfach stehen. Das erinnerte schon direkt fatal an die Rückfahrt vom Panzermuseum Munster (auch über Hannover!), nur halt nochmal zwei Stunden später. Warum der Zug nicht bzw. später dann im Schneckentempo weiterfuhr - es wurde nicht durchgesagt. Ich vermute, dass auf Sicht gefahren werden musste, aber nichts genaues weiß man nicht. In Frankenthal wurde der Zug dann noch von einer Hundertschaft vollgesoffener Strohhutfest-Besucher geentert, was meine Laune endgültig verdarb. Aber wie ihr seht habe ich es irgendwie überlebt und kann euch davon berichten. Halleluja :-)


25.05.2022

7:13 Uhr (+1) - RE 4 -> Mainz - 7:47 Uhr (+2)

8:20 Uhr (+2) - ICE 1022 -> Köln - 10:05 Uhr (+25)

13:17 Uhr (+2) - IC 2015 -> Bonn - 13:36 Uhr (+2)

14:18 Uhr (+18) - ICE 229 -> Mainz - 15:39 Uhr (+22)

16:13 Uhr (+1) - RE 4 -> Worms - 16:39 Uhr

 

Wie komme ich eigentlich auf meine Reise-/Ausflugsziele? Hier mal ein gutes Beispiel: Wenn ich zuhause am Rechner sitze, läuft meistens nebenher der Fernseher, Phoenix, ZDF-Info oder etwas ähnliches. So auch tags zuvor mit einer Doku über Ludwig Erhard, das sog. "Wirtschaftswunder" usw. Einer der interviewten Zeitzeugen war Hans Imhoff, laut Bildunterschrift "Unternehmer". Mir sagte der Name zwar etwas, aber ich konnte ihn nicht direkt einordnen. Also flugs die Wikipedia befragt, die mich aufklärte und im Artikel etwas weiter unten auf das Schokoladenmuseum verwies. Davon hatte ich zwar auch schon gehört, aber mir wäre es vermutlich nicht direkt als Reiseziel in den Sinn gekommen. Jetzt aber schon :-)

Also ging es heute nach Köln ins Schokoladenmuseum. Dieses ist bequem zu Fuß vom Hauptbahnhof erreichbar und wirklich interessant. Man kann sogar live bei der Schokoladenherstellung zuschauen und sich seine ganz persönliche Tafel und/oder Pralinen fertigen lassen. Außerdem viel Geschichte rund um die Schokolade - kann man sich schon mal anschauen. Neben dem Museum gibt es natürlich auch einen Schokoladenladen, in dem man ungefähr alles kaufen kann, was im Entferntesten mit Schokolade zu tun hat und essbar/trinkbar ist. Ich habe mich allerdings zurückgehalten und nur zwei Tafeln gekauft :-) Die Rückfahrt war dann etwas holprig mit fast einer Stunde Aufenthalt in Bonn -> Notarzteinsatz am/im Zug mit entsprechendem Zugstau hintendran.


24.05.2022

6:08 Uhr - ICE 991 -> Stuttgart Hbf - 7:08 Uhr

7:15 Uhr (+3) - IRE 6 -> Tübingen - 8:01 Uhr

10:08 Uhr - RE 12 -> Bad Canstatt - 11:03 Uhr (+1)

11:14 Uhr (+5) - S 1 -> Esslingen - 11:27 Uhr (+5)

von Stuttgart-Obertürkheim

12:07 Uhr (+4) - S 1 -> Stuttgart Hbf - 12:20 Uhr (+3)

13:11 Uhr (+4) - IC 2012 -> Mannheim - 14:06 Uhr (+3)

14:45 Uhr (+9) - S 6 -> Worms - 15:14 Uhr (+6)

 

Als interessierter Facebook-Follower von Boris Palmer wollte ich mir natürlich auch mal "sein" Tübingen anschauen. Und es hat sich durchaus gelohnt! Tübingen hat eine wunderschöne kleine Altstadt mit viel Fachwerk, großen Höhenunterschieden, engen Gassen und einer für die Größe der Stadt riesigen Auswahl an Fachgeschäften und Gastronomie. Man merkt schon, dass die Stadt reich ist - keine Leerstände, keine Ruinen usw. Leider fing es bald an zu regnen, und die steilen Kopfsteinpflasterstraßen wurden mir entschieden zu rutschig. Aber was ich von Tübingen gesehen habe, hat mir definitiv gefallen! Auf der Rückfahrt fiel mir - leider etwas zu spät, daher erst eine Station zu weit gefahren - noch eine verkehrstechnische Besonderheit auf bzw. ein: der Oberleitungsbus. In den 50er- und 60er-Jahren noch ein sehr innovatives Verkehrsmittel, gibt es heute noch genau drei Oberleitungsbusbetriebe in Deutschland, nämlich in Solingen, Eberswalde - und in Esslingen. Bin damit die Teilstrecke von Esslingen zum S-Bahnhof Obertürkheim gefahren. Damit dürfte ich jetzt eigentlich alle Formen des Öffentlichen Personenverkehrs mindestens einmal benutzt haben, oder gibt es noch etwas anderes außer S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Schwebebahn, Bus, O-Bus und Fähre?


22.05.2022

8:17 Uhr (+1) - RE 14 -> Mainz - 8:43 Uhr

8:42 Uhr (+13) - IC 2319 -> Heidelberg - 9:34 Uhr (+11)

9:56 Uhr (+1) - ICE 1537 -> Frankfurt - 10:56 Uhr (+3)

11:10 Uhr (+3) - ICE 726 -> Düsseldorf Hbf - 12:46 Uhr (+9)

13:06 Uhr - RE 2 -> Düsseldorf-Flughafen - 13:12 Uhr

14:12 Uhr - S 1 -> Düsseldorf Hbf - 14:23 Uhr

14:58 Uhr (+1) - RE 5 -> Köln - 15:29 Uhr (+2)

16:32 Uhr - RE 5 -> Koblenz - 17:42 Uhr

17:48 Uhr (+24) - IC 2311 -> Mainz - 18:39 Uhr (+21)

19:13 Uhr (+14) - RE 14 -> Worms - 19:44 Uhr (+11)

 

Unmotiviert, uninspiriert, schlecht gelaunt... keine Ahnung was da mit mir los war :-) Für die kommende Woche muss ich mir echt mal wieder was Konkretes vornehmen, sonst macht das ja alles keinen Sinn...

Der Sonntag brachte mich jedenfalls erstmals an den Düsseldorfer Flughafen, wo leider ebenso wie in München die Besucherterrasse geschlossen war/ist. Vielleicht sollte ich mich einfach mal vorher informieren (?). Gibt schließlich so ein Ding namens Internet, wo man solche Infos mit ein bisschen Glück bestimmt finden kann... okay ihr merkt, ich bin immer noch nicht gut drauf :-))


21.05.2022

6:35 Uhr - S 6 -> Frankenthal - 6:43 Uhr

17:29 Uhr - S 6 -> Worms - 17:37 Uhr

 

Pflichtbesuch beim Pfälzischen Schachkongress in Frankenthal. Gehört zwar nicht unbedingt hierher, aber ich war ziemlich entsetzt, wie liederlich und schlecht man ein Schachturnier ausrichten kann... für die offiziellen Meisterschaften eines Regionalverbandes jedenfalls eine ganz schön unwürdige Veranstaltung. Sehr schade!


19.05.2022

9:20 Uhr - RE 4 -> Frankfurt-Höchst - 10:14 Uhr (+1)

10:29 Uhr - RB 22 -> Limburg - 11:41 Uhr (+3)

11:45 Uhr (+4) - RB 90 -> Altenkirchen - 13:25 Uhr (+5)

13:47 Uhr (+3) - RB 90 -> Betzdorf - 14:26 Uhr

14:30 Uhr - RE 9 -> Siegen - 14:50 Uhr

15:10 Uhr - RE 9 -> Köln - 16:37 Uhr (+5)

16:53 Uhr (+107) - IC 2311 -> Mannheim - 19:21 Uhr (+104)

21:20 Uhr - S 6 -> Worms - 21:48 Uhr

 

Nächster Hitzetag = nächster Rumfahrtag!

Es ging auf gemütliche Tour durch den Westerwald, und das angekündigte Unwetter blieb zumindest in dieser Gegend überwiegend aus. Weit schlimmer war es wohl im Nordwesten, da sich in Köln die Verspätungen der Nord-Süd-Fernzüge wieder nur in Stunden bzw. dreistelligen Minutenangaben bemessen ließen.

 

Etwas weiter unten hatte ich ja die Frage in den Raum gestellt, was die nächsten Wochen noch so (an Reisezielen) bringen werden. Ich habe auch durchaus noch einige Ziele im Kopf... aber es fehlt momentan tatsächlich etwas die Motivation für eine ausgedehnte Stadtbesichtigung. Solange es über 25° hat, macht es ohnehin keinen Sinn, da mir dann sprichwörtlich schon nach 10 Minuten die Brühe läuft... Sorry für die Ausdrucksweise, ist leider ein sehr unangenehmer Nebeneffekt bei Menschen mit Glasknochen: Wir schwitzen um ein Vielfaches stärker als andere. Aber auch davon abgesehen habe ich im Moment einfach nicht so den Elan, obwohl es mir prinzipiell ja gut geht. Vielleicht macht es ja auch einfach einen Unterschied, wenn man die Woche über arbeitet und sich dann aufs Wochenende und die entsprechende Aktivität freut, oder wenn man einfach jeden Tag machen kann, was man will. Also nicht falsch verstehen: Ich genieße meine Freiheit nach wie vor sehr! Mal schauen, vielleicht wird es ja nächste Woche wieder "besser"...


18.05.2022

10:20 Uhr (+2) - RE 14 -> Frankfurt - 11:22 Uhr (+2)

11:51 Uhr (+2) - RB 41 -> Marburg - 13:17 Uhr (+9)

13:29 Uhr (+3) - RE 98 -> Treysa - 13:59 Uhr (+10)

15:15 Uhr (+4) - RB 41 -> Marburg - 15:48 Uhr (+7)

16:15 Uhr - RB 41 -> Gießen - 16:49 Uhr (+3)

16:55 Uhr (+10) - RE 99 -> Frankfurt - 17:38 Uhr (+8)

18:19 Uhr - IC 2297 -> Bensheim - 18:49 Uhr (+10)

19:13 Uhr - RB 63 -> Worms - 19:43 Uhr

 

Die geplante "große Tour de Hessen" endete unplanmäßig im Bahnhof Treysa. Nachdem es auch zuvor schon ziemlich ruckelig lief (Unfall am Bahnübergang hier, Baustelle da), war in Treysa dann endgültig Schluss. Zunächst wurde den Reisenden eine Weichen- bzw. BÜ-Störung annonciert und die Weiterfahrt "auf unbestimmte Zeit" verschoben. Im Zug (viele Leute wollten wie ich nach Kassel-Wilhelmshöhe und zu den dortigen Fernzuganschlüssen) wurde - wie in solchen Situationen üblich - hektisch telefoniert "Ich komme später", "Ich weiß nicht wann ich da bin", "Fangt schon mal ohne mich an" usw. - scheinbar waren viele wichtige Leute an Bord :-) Ich hatte ein interessantes Buch und genug zum Trinken dabei und ging das gewohnt entspannt an. Nach gut einer Stunde - und nachdem sich einige Fahrgäste als Fahrgemeinschaft mit dem Taxi nach Kassel aufgemacht hatten - die Durchsage: Stellwerksstörung, Zug endet hier. Das war schon etwas nervig, zumal es für einen Stadtrundgang durch Treysa (wenn man ja schon mal hier ist...) viel zu heiß war. Also wieder auf der gleichen Strecke zurück, wobei es im RE nach Frankfurt dann brechend voll wurde: Schon wieder viele vollgesoffene Fußballfans, scheinbar stand da heute ein wichtiges Spiel an :-)


17.05.2022

6:49 Uhr (+1) - RB 63 -> Bensheim - 7:21 Uhr

7:28 Uhr - IC 2298 -> Frankfurt - 8:00 Uhr

8:04 Uhr - ECE 151 -> Basel Bad Bf - 10:46 Uhr (+11)

11:23 Uhr (+5) - ICE 108 -> Offenburg - 12:27 Uhr (+5)

12:35 Uhr - RB 25 -> Straßburg - 13:06 Uhr (+7)

16:20 Uhr - RB 25 -> Offenburg - 16:52 Uhr (+2)

16:29 Uhr (+31) - ICE 104 -> Mannheim - 17:24 Uhr (+41)

18:14 Uhr (+6) - S 6 -> Worms - 18:37 Uhr (+8)

 

Die Wettervorhersage für diese Woche macht den Gedanken an größere Fußmärsche ziemlich unattraktiv - es ist mir einfach schon viel zu warm. Also werde ich mich vermutlich die meiste Zeit in klimatisierten Zügen oder DB Lounges aufhalten :-) Der Besuch in Straßburg passt zugegebenermaßen nicht wirklich zu diesem Vorhaben, der hat sich irgendwie einfach so ergeben. Für die gefühlten 3,50m vom Grenzübergang Kehl nach Straßburg (und zurück) muss man übrigens eine Auslandsfahrkarte kaufen, was noch nicht mal über die DB App funktioniert und zig Eingaben wie Adresse und Telefonnummer des Reisenden erfordert. Ich "liebe" unsere deutsche Bürokratie...

Straßburg ist natürlich viel zu groß und vielfältig, um in ein paar Stunden erkundet zu werden, aber darum ging es auch nicht. Bin einfach nur zum Münster gebummelt, habe in einer kleinen Seitengasse ein tolles Restaurant entdeckt und war nach dem Rückmarsch zum Bahnhof trotzdem völlig durchgeschwitzt. Der Hauptbahnhof wurde beim Umbau 2006/2007 in einer Weise verunstaltet, wie ich es selten erlebt habe. Vermutlich Geschmackssache, aber dieses Glasding... furchtbar!


15.05.2022

17:00 Uhr (+1) - S 1 -> Stuttgart - 17:25 Uhr

17:37 Uhr - IC 2318 -> Mannheim - 18:37 Uhr (+2)

18:44 Uhr - S 6 -> Bobenheim - 19:08 Uhr

 

Im 15. Anlauf endlich der erste Punktgewinn in der 2. Bundesliga. Geil gemacht Männer! Aber das hier nur am Rande...

Rückfahrt nur bis Bobenheim, da in Worms größere Gleisbauarbeiten stattfinden und nur die RE´s und Fernzüge durchgelassen werden, um entsprechend lange Baupausen zu haben. Also Bus-SEV nach Worms.

 

Damit ist tatsächlich schon Halbzeit. Ein paar wenige Zahlen: Von 45 möglichen Tagen war ich an 36 unterwegs und habe dabei insgesamt 174 Züge genutzt.

Was die zweiten sechs Wochen noch bringen werden? Lasst euch überraschen, ich habe nämlich noch keine Ahnung :-)


14.05.2022

9:54 Uhr - RE 14 -> Mannheim - 10:13 Uhr (+4)

10:30 Uhr (+18) - ICE 593 -> Stuttgart - 11:08 Uhr (+16)

11:50 Uhr (+3) - S 1 -> Böblingen - 12:14 Uhr (+3)

 

Schach-Bundesliga-Wochenende in Schönaich.

Leider hatte der VfB Stuttgart auch ein Heimspiel, so dass ich mir den ICE mit 500 vollgesoffenen lauten FC-Köln-Fans teilen musste. Beim Ausstieg in Stuttgart dann wüstes Gedränge und riesiges Polizeiaufgebot - war schon erleichtert, dass ich da stolper- und sturzfrei rausgekommen bin...


13.05.2022

11:08 Uhr (+2) - ICE 932 -> Erfurt - 12:48 Uhr

15:28 Uhr (+3) - ICE 691 -> Mannheim - 18:27 Uhr (+14)

16:57 Uhr (+128) - EC 1194 -> Worms - 17:12 Uhr (+133)

 

Geplant war, gegen Mittag wieder Richtung Heimat aufzubrechen. Es fehlte allerdings die Motivation, mir noch ein konkretes Ziel in Berlin herauszusuchen. Stattdessen wollte ich einfach von meinem Hotel zum Hauptbahnhof laufen, in der Hoffnung, unterwegs noch ein paar interessante Orte zu entdecken - sollte in Berlin eigentlich immer funktionieren. Wedding und Gesundbrunnen gehören jetzt sicher nicht zu den attraktivsten Ecken der Stadt, aber vielleicht war ich ja auch nur in den falschen Straßen unterwegs :-) Erfreulicherweise führte mich mein Weg zufällig zur Bernauer Straße und vor allem zur Gedenkstätte Berliner Mauer. Die Gestaltung mit original Mauerresten, Bildern, Infostelen, Denkmälern usw. ist beeindruckend und lehrreich. Vorbei am Nordbahnhof und am Naturkundemuseum (aber wirklich nur vorbei - Museen hatte ich ja reichlich in den letzten Wochen...) erreichte ich den Hauptbahnhof dann von der Rückseite. Nach einem zweiten Frühstück in der Premium Lounge ab in den ICE Sprinter Richtung Frankfurt. Dieser war proppenvoll (wie ungefähr alle Fernzüge, die Freitags Berlin verlassen), so dass ich zum allerersten Mal sogar in der 1. Klasse Leute auf dem Boden sitzen sah. Spontan machte ich noch einen längeren Zwischenhalt in Erfurt (geht immer), bevor es dann nach Hause ging. Bei der Bahn war (passend zum Datum?!) wieder gewaltig der Wurm drin: Kabelbrand in Hamburg, Tiere auf der Strecke bei Ulm = Verspätungen ohne Ende, teilweise 3-4 Stunden. Vorteil für mich: Ich konnte in Mannheim den Eurocity nehmen und nochmal 15€ einstreichen :-) (Erklärung siehe Eintrag vom 05.05.)


12.05.2022

5:56 Uhr - S 6 -> Mannheim - 6:21 Uhr

6:32 Uhr (+20) -> Berlin Hbf - 11:28 Uhr (+28)

 

Für ein Abendessen mit Freunden mal schnell nach Berlin? Aber immer doch! Dabei ging der Tag direkt schon wieder schlecht los: ICE nach Mannheim fiel aus, zum Glück war ich früh genug am Bahnhof, um die S-Bahn noch zu erwischen. Nachteil: keine Zeit, um noch Frühstück zu holen. In Mannheim wäre dagegen reichlich Zeit gewesen, da der ICE 20 Minuten rumstand (Umleitung nach Streckensperrung), aber das war ja vorher nicht absehbar. Egal... Berlin entschädigt für alle Mühen. Die Freunde sollte ich nachmittags im Linden-Center in Hohenschönhausen treffen - Stichwort "Faszination Schach". Die Zeit davor nutzte ich für einen längeren Spaziergang, inkl. Besuch des Tränenpalastes am Bahnhof Friedrichstraße. Anschließend weiter zum Alexanderplatz und durch den Volkspark Friedrichshain, und zum Abschluss die etwas umständliche Fahrt raus nach Hohenschönhausen (Straßenbahn und Straßenbahnersatzbus). Nach dem frühen Abendessen wollte ich noch nicht zu meinem Hotel nach Wedding, stattdessen ging es noch in eine tolle Cocktailbar. Der Fußweg von der Straßenbahnhaltestelle ans Hotel war angesichts des Umfeldes und der Lage in einem dunklen Hinterhof ziemlich gruselig, aber offensichtlich habe ich es ja überlebt :-)


11.05.2022

6:08 Uhr (+1) - ICE 991 -> Mannheim - 6:23 Uhr (+1)

6:32 Uhr (+1) - ICE 270 -> Frankfurt Hbf - 7:08 Uhr (+1)

7:21 Uhr - ICE 1674 -> Uelzen - 10:41 Uhr (+3)

11:07 Uhr (+5) - RB 37 -> Munster - 11:38 Uhr

15:40 Uhr - RB 37 -> Uelzen - 16:11 Uhr

16:19 Uhr - ICE 1585 -> Hannover - 17:00 Uhr (+14)

17:41 Uhr (+13) - ICE 1171 -> Mannheim - 20:44 Uhr (+36)

21:44 Uhr (+5) - S 6 -> Worms - 22:13 Uhr (+42)

 

Heute ging mir die Bahn echt auf den Keks...

Ich war zwar immer noch nicht in Münster, aber seit heute jetzt immerhin mal in Munster. Eine Stadt, die so klingt wie ein Schreibfehler, und von der man evtl. auch nicht im ersten Moment weiß, was es da evtl. geben könnte. Tatsächlich gibt es dort viel Bundeswehr und vor allem das Deutsche Panzermuseum. Zu militärischen Dingen gleich welcher Art habe ich nicht unbedingt einen besonderen Bezug, außer natürlich über mein großes Interesse an Geschichte. Aber angesichts der aktuellen "Weltlage" wollte ich wenigstens mal dort gewesen sein - bevor evtl. die halbe Ausstellung in die Ukraine verfrachtet wird :-) Zum Museum selbst muss ich nicht viel erzählen, es war allerdings schon ziemlich beeindruckend.

Da es tags darauf auch wieder früh losgehen sollte, wollte ich nicht gar zu spät nach Hause kommen. Aber dann... ICE nach Hannover +14, also Anschluss verpasst. Soweit noch kein Problem, da von Hannover nach Frankfurt/Mannheim eigentlich halbstündlich ein ICE verkehrt. Der nächste kam schon mit +13 in Hannover an und sammelte unterwegs weiter fleißig die Minuten - in Mannheim waren es 36. Bedeutete, dass ich nicht eine, sondern zwei S-Bahnen nach Worms verpasste und summa summarum damit schon anderthalb Stunden später heimkommen würde als geplant. Zum krönenden Abschluss blieb die S-Bahn dann kurz vor Frankenthal Süd einfach mal 40 Minuten stehen, ohne dass der Zugführer das irgendwie erklären konnte. Der Zugbegleiter (zum Glück für viele war wenigstens einer an Bord) schrieb derweil fleißig Taxizettel, da die jeweils letzten Züge des Tages von Frankenthal nach Grünstadt bzw. von Worms nach Alzey schon längst weg waren. Zu Hause war ich dann weit mehr als zwei Stunden später und entsprechend ein wenig genervt - und vor allem müde :-)


09.05.2022

8:11 Uhr - S 2 -> Marienplatz - 8:14 Uhr

13:39 Uhr - S 8 -> Flughafen München - 14:15 Uhr

14:51 Uhr - S 1 -> München Hbf - 15:37 Uhr

15:47 Uhr (+47)  - EC 112 -> Stuttgart - 17:59 Uhr (+62)

19:23 Uhr (+1) - ICE 570 - Mannheim - 20:02 Uhr

20:15 Uhr - S 6 -> Worms - 20:37 Uhr (+3)

 

In München gibt es natürlich immer viel zu sehen, als großer FC Bayern-Fan stand für mich heute die Allianz-Arena auf dem Programm. Und zwar die Stadionführung inkl. Museumsbesuch. Die Stadionführung war sicherlich für die Lebensdauer meiner Kniegelenke nicht gerade förderlich (handgezählte drölfhundert Treppenstufen), aber das muss man einfach mal gemacht haben. Tolles Erlebnis!

Anschließend habe ich versucht, vom Bahnhof in 10 Minuten ins Flugzeug zu steigen, was aber irgendwie nicht so recht klappen wollte..., es dauerte nämlich deutlich länger. Am FJS-Flughafen angekommen, musste ich leider feststellen, dass die Aussichtsterrasse (warum auch immer?!) geschlossen war. Also ging es recht zügig wieder an den Hauptbahnhof. Die Strecke zwischen Augsburg und Ulm war zwischenzeitlich gesperrt (Personenunfall aka Selbstmörder), so dass sich evtl. die Möglichkeit ergeben konnte, weitere 15€ Entschädigung einzusacken. Und tatsächlich wurde der EC vor der Geislinger Steige nochmal länger gestoppt und erreichte Stuttgart mit +62 - *katsching* :-) Etwas Mitleid hatte ich mit meinem Abteilnachbarn, der in Stuttgart den letzten TGV des Tages nach Paris verpasste und vom Zugchef ganz schön barsch an den DB-Infoschalter verwiesen wurde. Bin ich so froh, dass es auf meinen Touren völlig Wurscht ist, ob ein Anschlusszug wartet oder nicht :-)


08.05.2022

10:45 Uhr (+20) - EC 115 -> Rosenheim - 14:55 Uhr (+6)

17:29 Uhr (+4) - RE 5 -> München - 18:06 Uhr (+1)

 

Der Eurocity 115 fährt bis nach Klagenfurt, u.a. über Salzburg. Ich hatte zwischendrin die verwegene Idee, tatsächlich bis Salzburg im Zug zu bleiben und evtl. dort zu übernachten. Da die Wettervorhersage aber etwas gemischt war und ich keine Jacke dabeihatte, ging es halt nach Rosenheim. Warum? Weil ich da noch nicht war :-) Besonderes zu berichten gibt es von der Stadt im Prinzip nicht; Altstadt, große Kirche, Marktplatz, usw. - kennt man ja. Bin daher auch nur einmal durch bzw. um die Altstadt und runter ans Inn-Ufer marschiert. Da der Inn dort allerdings nur ein eher trister Kanal ist, wollte ich mich dort nicht länger niederlassen und war recht schnell wieder am Bahnhof. Heimfahren wäre hier noch problemlos möglich gewesen, allerdings hatte ich a) dazu keine Lust, b) Hunger und c) irgendwie Bock auf München. Also unterwegs ein supergünstiges und sehr empfehlenswertes Hotel gebucht und auf der Karte direkt nebenan ein zünftiges bayrisches Wirtshaus entdeckt. Dort gab es lecker Abendessen und in der benachbarten W XYZ-Bar noch zwei entspannte Cocktails - kann man schon mal so machen :-)


07.05.2022

8:17 Uhr - RE 14 -> Mainz - 8:43 Uhr

8:49 Uhr - ICE 1110 -> Koblenz - 9:42 Uhr

11:55 Uhr (+14) - IC 2005 -> Worms - 13:31 Uhr (+12)

 

Kurzer Besuch im DB Museum Koblenz. Dort hat es mir letztlich sogar besser gefallen als im "großen" Museum in Nürnberg. Während es in Nürnberg mehr um die Bahngeschichte geht - was natürlich auch sehr interessant ist - ist Koblenz ein reines Fahrzeugmuseum. Und es sind keine sterilen Ausstellungen, sondern man bewegt sich quer durch ein ehemaliges Bw-Gelände inkl. staubiger Hallen, rostiger Gleise usw. Der Fokus in Koblenz liegt auf Elektrolokomotiven, und da steht so ziemlich alles herum, was mal elektrisch auf deutschen Gleisen unterwegs war bzw. teilweise noch ist, denn ein größerer Teil der Ausstellungsstücke ist noch betriebsfähig. Unter anderem auch ein Exemplar meiner absoluten Lieblings(e)lok, die BR 103. Zum ersten Mal live gesehen habe ich jetzt auch die BR 601 - das Industriedesign der 50er und 60er Jahre war einfach toll.

Auf der Rückfahrt - den IC über Worms erwischte ich rein zufällig - fiel mir dann erstmals auf, dass sich nach fünfeinhalb Wochen doch eine gewisse Routine eingestellt hat. Mir machen die (fast) täglichen Touren immer noch Spaß, aber vor ein paar Wochen wäre ich vermutlich nicht wieder direkt heimgefahren, sondern hätte noch eine kleinere (größere?) Runde gedreht. Aber vielleicht war ich auch einfach nur müde...


05.05.2022

10:45 Uhr (+24) - EC 115 -> Stuttgart - 11:53 Uhr (+33)

12:48 Uhr - S 6 -> Neuwirtshaus - 12:58 Uhr (+2)

14:46 Uhr - S 6 -> Stuttgart - 14:57 Uhr

16:07 Uhr (+21) - EC 1194 -> Worms - 17:12 Uhr (+33)

 

Wie man in der Liste erkennt, war bei der Bahn heute mal wieder gewaltig der Wurm drin. Auf der Mannheimer Abfahrtstafel sah man Verspätungen von 2 Stunden und mehr. Da hätte ich ohne Weiteres die Gelegenheit nutzen und mir 15 EUR "verdienen" können. Denn auch Besitzer einer BahnCard 100 haben bei Verspätungen ab 60 Minuten einen Entschädigungsanspruch. Die Entschädigung beträgt 15 EUR (2. Klasse 10 EUR) pro Fahrt und kann sogar online mit nur wenigen Klicks beantragt werden. Das ganze ist gedeckelt auf insgesamt 25% des Preises, den man für die BahnCard 100 bezahlt hat und wird in Form von Reisegutscheinen erstattet. Finde das insofern etwas kurios, da mir ja im Zweifelsfall niemand nachweisen könnte, dass ich den Zug auch tatsächlich genutzt habe. 

Aber wie auch immer... Ich war heute - endlich mal - im Porsche-Museum in Stuttgart. Mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen, ich lasse ein paar Bilder sprechen :-)


04.05.2022

6:08 Uhr - ICE 991 -> Mannheim - 6:23 Uhr (+4)

6:36 Uhr (+9) - ICE 616 -> Frankfurt-Flughafen - 7:06 Uhr (+9)

7:19 Uhr - ICE 1121 -> Nürnberg - 9:15 Uhr

9:38 Uhr - RE 30 -> Bayreuth - 10:42 Uhr

15:05 Uhr - RE 32 -> Nürnberg - 15:55 Uhr (+1)

16:02 Uhr (+1) - ICE 627 -> München - 17:05 Uhr

18:27 Uhr (+5) - ICE 590 -> Mannheim - 21:29 Uhr (+12)

21:44 Uhr - S 6 -> Worms - 22:13 Uhr (+3)

 

Siehe separaten Bericht.


02.05.2022

9:41 Uhr (+2) - RE 14 -> Mannheim - 10:01 Uhr (+2)

10:36 Uhr (+2) - ICE 612 -> Köln - 12:05 Uhr

12:21 Uhr - S 19 -> Köln/Bonn Flughafen - 12:35 Uhr

13:44 Uhr - S 19 -> Köln - 13:59 Uhr

15:17 Uhr (+3) - IC 2011 -> Stuttgart - 18:52 Uhr (+5)

19:51 Uhr (+13) - ICE 512 -> Mannheim - 20:28 Uhr (+12)

20:44 Uhr - S 6 -> Worms - 21:14 Uhr

 

Wenn man morgens nicht... naja ihr wisst schon. Statt großer Entdeckungstour halt wieder ein Flughafen. Vielen von euch, die es gewohnt sind, 3-4x pro Jahr in den Urlaub zu fliegen und/oder auch beruflich das Flugzeug zu nutzen, mag das seltsam vorkommen. Vieles andere an mir ist ja auch mehr als seltsam :-) Dazu sollte man aber wissen: Als ich zum letzten Mal in einem Flugzeug saß, wurde das Ticket noch in D-Mark bezahlt - nur so zur Einordnung. Ich finde es jedenfalls auch mal interessant, sich einen Flughafen anzuschauen. Die Gänge und Flure in Köln/Bonn erinnerten zwar eher an einen Krankenhaus, aber die Aussichtsplattform war schön. Weiter ging es über die immer wieder sehenswerte linke Rheinstrecke bis nach Stuttgart. In diesem Intercity gab es aus meiner Sicht sowohl den gelangweilsten Zugchef sowie die widerlichste Zugtoilette ever. Nein, von letzterem gibt es kein Foto... Ursprünglich wollte ich in Stuttgart noch ein Restaurant aufsuchen, aber der Fleischexzess vom Wochenende (2x Schnitzel mit Bratkartoffeln) forderte dringend mindestens einen Fastentag. Also nur eine Käse-Laugenstange zum Abendessen und dann wieder heim :-)


01.05.2022

von Rastatt 8:26 Uhr - S 8 -> Ötigheim - 8:32 Uhr

 

Teil 2 des Bundesliga-Wochenendes nach spontaner Übernachtung in Rastatt. Ein Zug und sechs Minuten :-)


30.04.2022

10:40 Uhr - RE 4 -> Karlsruhe - 12:00 Uhr

12:11 Uhr - S 8 -> Ötigheim - 12:32 Uhr (+6)

 

Kommen wir nun zu etwas völlig anderem... Ich habe mich leichtsinnigerweise geopfert, in dieser Saison als Mannschaftsführer unserer Bundesligamannschaft zu fungieren. Daher war an diesem Wochenende bahntechnisch nicht viel drin, mit der allerdings schönen Ausnahme, endlich mal das sog. Karlsruher Modell als Fahrgast kennen zu lernen. Mit einer Straßenbahn auf einer viel befahrenen Hauptstrecke langzudüsen ist schon etwas ungewohnt, aber das Modell hat sich ja inzwischen vielfach bewährt.

Damit war dann auch bereits der erste BahnCard-Monat rum, in dem ich an insgesamt 24 Tagen unterwegs war und dabei 124 Züge genutzt habe.


29.04.2022

10:50 Uhr - RB 35 -> Bingen-Stadt - 11:56 Uhr (+1)

11:59 Uhr - RB 26 -> Mainz - 12:26 Uhr (+5)

12:32 Uhr - S 8 -> Frankfurt-Flughafen - 12:58 Uhr (+6)

16:07 Uhr (+5) - RB 31 -> Alzey - 17:21 Uhr

17:38 Uhr (+2) - RB 35 -> Worms - 18:09 Uhr (+2)

 

Wenn man - wie ich zur Zeit - morgens nicht aus dem Bett kommt, kann man natürlich keine großen Tagespläne mehr schmieden. Daran muss ich echt arbeiten...

So blieb es dann wieder bei einer spontanen kleinen Runde, die mich u.a. an den Frankfurter Flughafen führte, wo ich einige Zeit auf der Aussichtsterrasse verbrachte. Auch mal ganz nett.


28.04.2022

10:45 Uhr (+5) - EC 115 -> Stuttgart - 11:53 Uhr (+2)

12:04 Uhr - IC 1290 -> Frankfurt/Main - 13:40 Uhr (+5)

13:56 Uhr - TGV 9580 -> Karlsruhe - 15:07 Uhr (+12)

16:01 Uhr (+6) - ICE 276 -> Mannheim - 16:25 (+7)

16:57 Uhr (+8) - EC 1194 -> Worms - 17:12 Uhr (+8)

 

Eine Rundfahrt nur mit Fernverkehrszügen? Gar nicht so leicht, wenn man in einer Stadt mit einer hundsmiserablen Anbindung an den Fernverkehr wohnt... Hat aber einigermaßen geklappt, wobei ich mit dem TGV eigentlich noch bis Baden-Baden hätte weiterfahren und erst dort in den ICE umsteigen wollen. Aber dafür hatte der TGV dann leider zu viel Verspätung. Naja, trotzdem ein gemütlicher Tag...


27.04.2022

12:12 Uhr - RB 75 -> Mainz - 12:44 Uhr

12:54 Uhr - RE 3 -> Saarbrücken - 15:10 Uhr (+8)

15:47 Uhr - RE 1 -> Mannheim - 17:21 Uhr (+5)

17:52 Uhr - RE 14 -> Worms - 18:16 Uhr

 

Wenn man schon mal in Darmstadt ist, kann man ja auch gleich das nächste Weltkulturerbe mitnehmen. Gesagt getan, und auf die Mathildenhöhe marschiert. Die seit über 100 Jahren nicht mehr bestehende Künstlerkolonie mit etwas verstreut herumstehenden Häusern und einigen wenigen Denkmälern war für mich jetzt eine eher uninteressante Angelegenheit, um ganz ehrlich zu sein. Aber naja, Hauptsache mal dort gewesen...

Da ich die Nacht zuvor fürchterlich wenig geschlafen hatte, stand mir anschließend nicht mehr der Sinn nach einem weiteren Reiseziel. Also noch eine gemütliche Tour über Mainz und Saarbrücken und dann ab nach Hause.


26.04.2022

14:20 Uhr - RB 63 -> Bensheim - 14:44 Uhr (+2)

14:51 Uhr - RE 60 -> Darmstadt - 15:05 Uhr

 

Eisenbahntechnisch war der Tag nicht weiter der Rede wert. Ich war zu Besuch beim German Masters der Frauen in Darmstadt und habe dort auch übernachtet.


25.04.2022

10:43 Uhr (+19) - EC 115 -> Ulm - 12:54 Uhr (+18)

13:12 Uhr (+16) - ICE 515 -> München - 14:27 Uhr (+8)

15:47 Uhr (+13) - EC 112 -> Stuttgart - 17:59 Uhr (+13)

18:37 Uhr - ICE 912 -> Mannheim - 19:18 Uhr

19:51 Uhr - RE 14 -> Worms - 20:16 Uhr

 

Ich bin bekanntermaßen kein Menschenfreund und eigentlich immer dann am glücklichsten, wenn ich alleine bin. Heute war mal wieder so ein Tag, wo mir meine "Mitmenschen" besonders auf den Wecker gingen. Ich wollte eigentlich nur ein wenig planlos durch die Gegend fahren. Die Freude über das allein besetzte Abteil währte nur bis Mannheim, als es von zwei superwichtigen und dauertelefonierenden Businessmenschen geentert wurde. Also flugs ins BordBistro geflüchtet und in Ulm dann in den ICE gewechselt. Die leckeren - und vor allem kostenlosen :-) - Tomaten-Mozzarella-Paninis in der Münchner DB Lounge besserten die Laune nur unwesentlich. Zurück ging es mit einem ziemlich abgeranzten EC der ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), in dem ich mir das Abteil bis Augsburg mit zwei schnatternden Indern und ab Günzburg mit einem mehr als redseligen Geschäftsreisenden teilte. Entweder er war blind und/oder ignorant, denn obwohl ich ziemlich auffällig meine Ohrstöpsel zur Hand nahm, lief seine CD unbeeindruckt weiter.

Mannometer, ich wollte wie gesagt einfach nur entspannt rumfahren....


23.04.2022

10:31 Uhr - RE 49 -> Sonneberg - 10:53 Uhr

11:02 Uhr - RB 41 -> Grimmenthal - 12:24 Uhr

12:35 Uhr - RE 7 -> Schweinfurt - 13:26 Uhr

13:56 Uhr (+2) - RE 54 -> Frankfurt/Main - 16:32 Uhr (+5)

16:56 Uhr - TGV 9560 -> Mannheim - 17:36 Uhr (+2)

17:43 Uhr - S 6 -> Worms - 18:13 Uhr

 

Das Wetter hatte sich leider etwas eingetrübt, und auch meine Laune sowie die nervige Erkältung ließen mich den Stadtrundgang durch Coburg eher unmotiviert angehen. Eigentlich schade, denn die Altstadt von Coburg mit ihren engen Gassen und vielen Fachwerkhäusern ist wirklich schön. Per Bus habe ich mich auch zum Wahrzeichen der Stadt - der Veste Coburg - hochkutschieren lassen. Eine tolle Anlage mit schönen Ausblicken auf die Stadt und die Umgebung. Da es immer noch recht früh am Tag war, ging es nicht auf direktem Weg nach Worms, sondern zunächst nach Sonneberg und von dort in gemächlichem Tempo über die wunderschöne Hinterlandbahn nach Grimmenthal. Warum genau ich von Grimmenthal dann nach Schweinfurt gefahren bin, weiß ich gar nicht mehr so genau... jedenfalls war ich irgendwann in Frankfurt und hatte Glück, noch eines kleines Stück mit dem TGV zu fahren - die plüschige Innenausstattung finde ich immer wieder goldig :-)


22.04.2022

6:36 Uhr - RB 33 -> Mainz - 7:19 Uhr

7:40 Uhr (+12) - ICE 23 -> Nürnberg - 10:28 Uhr (+2)

14:41 Uhr (+2) - RE 49 -> Lichtenfels - 15:40 Uhr (+22)

17:35 Uhr (+4) - RB 24 -> Coburg - 17:54 Uhr

 

Das DB Museum in Nürnberg stand schon lange auf meiner Liste. Und der Besuch hat sich absolut gelohnt! Danach ging es noch auf einen kleinen Rundgang durch die Nürnberger Altstadt, vorbei u.a. an der bemerkenswerten U-Bahn-Station Opernplatz, wo die U-Bahn sozusagen mitten durch die alte Stadtmauer bzw. den Stadtgraben fährt. Strange!

Soweit der geplante Teil des Tages, aber wie weiter? Nach Hause fahren wollte ich nicht, also bestieg ich einen zufällig ausgewählten Zug, der mich in Lichtenfels wieder ausspuckte. Lichtenfels war früher die Hochburg des Korbmacherhandwerks und hat eine schönen Altstadtbereich rund um den Marktplatz - mehr allerdings auch nicht :-) Bin dann spontan noch nach Coburg weitergefahren, was ich mir am nächsten Tag anschauen wollte, nicht ohne ein ganz hervorragendes Abendessen im Restaurant Goldenes Kreuz genossen zu haben.


20.04.2022

11:20 Uhr (+2) - RE 4 -> Mainz - 11:47 Uhr (+2)

11:56 Uhr - RE 3 -> Kirn - 12:53 Uhr (+5)

14:21 Uhr - RB 33 -> Bad Münster am Stein - 14:52 Uhr

15:01 Uhr - RE 17 -> Kaiserslautern - 15:52 Uhr

16:06 Uhr (+3) - RB 67 -> Kusel - 17:05 Uhr

18:20 Uhr - RB 67 -> Kaiserslautern - 19:19 Uhr

21:37 Uhr - ICE 9557 -> Mannheim - 22:17 Uhr (+4)

22:47 Uhr - S 6 -> Worms - 23:12 Uhr

 

Da die nervige Erkältung einfach nicht verschwinden will, mag ich im Moment keine großen Tagestouren machen. Stattdessen gibt es ganz spontane Kurztripps wie diesen hier nach Kirn und Kusel - zwei Städtchen, die ich bislang auch noch nicht kannte. Jeweils eine gute Stunde rumspaziert und dann weitergefahren. In Kusel wollte ich eigentlich zum Abendessen bleiben, doch das Restaurant "Deutsches Haus" hatte einen außerplanmäßigen Ruhetag - man hätte angesichts des Namens und des Datums auch selber drauf komm.... ach lassen wir das :-) Die gefundene Alternative - Restaurant Safari in Kaiserslautern - war jedenfalls eine ausgezeichnete Wahl!


19.04.2022

10:43 Uhr (+14) - EC 115 -> Mannheim - 11:00 Uhr (+12)

11:21 Uhr - ICE 1010 -> Dortmund - 14:03 Uhr (+2)

15:36 Uhr - IC 2048 -> Köln - 16:46 Uhr

16:53 Uhr (+32) - IC 2311 -> Mannheim - 19:21 Uhr (+34)

20:15 Uhr - S 6 -> Worms - 20:37 Uhr (+5)

 

Bin ja bekanntermaßen kein besonderer Museumstyp, aber das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund wollte ich mir dann doch mal angesehen haben. Schön gemacht und in einer guten Stunde durchzukriegen. Für mich persönlich das Highlight schon direkt zu Beginn: Halbrunde Vitrine mit lebensgroßen Porträts der Helden von Bern, dazu im Hintergrund immer wieder die Nationalhymne angespielt - Gänsehaut!


17.04.2022

10:00 Uhr - RE EX -> Wissembourg - 11:27 Uhr (+7)

13:33 Uhr - RB 53 -> Neustadt/W. - 14:24 Uhr

14:30 Uhr - S 2 -> Schifferstadt - 14:44 Uhr

14:54 Uhr - RE 4 -> Worms - 15:19 Uhr (+2)

 

Bericht siehe hier.


16.04.2022

8:43 Uhr - RB 62 -> Biblis - 8:53 Uhr

8:59 Uhr - RE 70 -> Mannheim - 9:19 Uhr

9:23 Uhr - IC 2319 -> Stuttgart - 10:24 Uhr

11:43 Uhr - RB 18 -> Osterburken - 13:21 Uhr

13:27 Uhr (+2) - RE 8 -> Würzburg - 14:20 Uhr

14:41 Uhr - RE 10 -> Nürnberg - 15:54 Uhr (+2)

17:42 Uhr - IC 2062 -> Stuttgart - 19:53 Uhr

20:04 Uhr - IC 2526 -> Mannheim - 20:48 Uhr

21:20 Uhr - S 6 -> Worms - 21:48 Uhr

 

War eigentlich als Rumfahrtag geplant. In Stuttgart ergab sich zufällig die Gelegenheit, einen Tag der Offenen Tür von Stuttgart 21 zu erleben, das war natürlich eine interessante Sache. So richtig vorstellen, wie das ganze in ein paar Jahren mal aussehen wird, kann ich mir zwar immer noch nicht, aber die Fortschritte an der Riesenbaustelle sieht man eigentlich bei jedem neuen Besuch. Spontan ging es dann mit einem kleinen Schlenker nach Nürnberg in die dortige DB Lounge - die einzige, die mir noch in meiner Sammlung gefehlt hat :-)


14.04.2022

8:44 Uhr (+2) - IRE 3 -> Radolfzell - 9:31 Uhr

9:47 Uhr - RB 31 -> Ludwigshafen (Bodensee) - 9:57 Uhr

10:58 Uhr - RB 31 -> Radolfzell - 11:09 Uhr

11:50 Uhr (+3) - RE 2 -> Karlsruhe - 14:49 Uhr (+11)

16:06 Uhr (+8) - RE 4 -> Worms - 17:19 Uhr (+5)

 

Im Regionalexpress nach Karlsruhe wurde es ab Offenburg richtig voll - die Osterreisewelle rollte an. In Karlsruhe dann riesiges Gedränge und dank der üblichen Verspätungen praktisch aller Fernzüge ein ziemliches Chaos auf den Bahnsteigen: Rennende und genervte Menschen auf der Suche nach ihrem Anschlusszug bzw. Alternativen, Stress, Geschrei, dazu lärmende und nölende Kinder - nicht gerade meine Vorstellung von "Urlaub"... Umso schöner, wenn man wie ich diesen Stress nicht hat, sondern sich einfach in der Personenunterführung auf eine Bank setzen und dem Treiben gelassen und tiefenentspannt zuschauen kann :-) Ich glaube, mir war noch nie so bewusst wie in diesem Moment, was für ein absoluter Luxus es doch ist, wenn man seine Zeit absolut frei einteilen kann, von niemandem abhängig ist und keine Termine bzw. Verpflichtungen hat. Ich will mir vornehmen, das in Zukunft noch viel stärker wertzuschätzen!


13.04.2022

7:46 Uhr (+2) - S 6 -> Mannheim - 8:12 Uhr (+2)

8:29 Uhr (+3) - ICE 591 -> Ulm - 10:11 Uhr (+45)

11:19 Uhr - RE 5 -> Lindau-Reutin - 12:55 Uhr (+3)

von Lindau-Insel 17:20 Uhr (+1) -> Friedrichshafen Stadt - 17:51 Uhr

 

Siehe hier.


12.04.2022

8:40 Uhr (+2) - RE 4 -> Karlsruhe - 10:00 Uhr (+2)

10:00 Uhr (+4) - ICE 275 -> Basel Badischer Bahnhof - 11:35 Uhr

von Basel SBB 15:38 Uhr (+26) - ECE 52 -> Basel Badischer Bahnhof - 15:44 Uhr (+27)

16:23 Uhr (+1) - ICE 274 -> Mannheim - 18:29 Uhr (+11)

19:15 Uhr - S 6 -> Worms - 19:37 Uhr

 

In weniger als drei Stunden von Worms nach Basel - mit dem Auto schlichtweg unmöglich. Spontaner Plan war, vom Badischen Bahnhof zum Bahnhof SBB zu laufen und das tolle Wetter zu genießen. Hat - inklusive eines leckeren Mittagsessens auf einer großen Terrasse direkt am Rhein - auch perfekt funktioniert. Eher ärgerlich dann das Erlebnis auf der Rückfahrt. Ich weiß, dass man das folgende eigentlich nicht schreiben (vermutlich noch nicht mal denken) darf, aber hier auf meiner Homepage gelten meine Regeln :-) Eher zufällig ergab sich die Gelegenheit, die Rückfahrt mit einem schicken Eurocity der Ferrovie dello Stato Italiane (italienische Staatsbahn) anzutreten. Dieser wurde jedoch kurz nach mir von einer großen Zigeunerfamilie geentert, die sich so benahm... naja, wie sich solche großen Zigeunerfamilien in der Regel benehmen: Laute Musik, lärmende und schreiende Kinder - oder mit einem Wort: unzivilisiert! Ich bin kein großer Freund von Pauschalurteilen, aber das war - nicht nur beim Bahnfahren - keineswegs die erste Erfahrung dieser (unangenehmen) Art. Leider! Jedenfalls zog ich es vor, den Zug im Badischen Bahnhof fluchtartig wieder zu verlassen und in einen schnöden - aber himmlisch ruhigen - ICE umzusteigen.


11.04.2022

5:56 Uhr - S 6 -> Mannheim - 6:22 Uhr

6:32 Uhr (+2) - ICE 270 -> Kassel-Wilhelmshöhe - 8:43 Uhr (+7)

9:02 Uhr - IC 2156 -> Altenbeken - 9:56 Uhr

10:07 Uhr - RB 84 -> Höxter-Rathaus - 10:44 Uhr

13:45 Uhr - RB 84 -> Kreiensen - 14:32 Uhr

14:42 Uhr - RB 82 -> Bad Harzburg - 15:30 Uhr

15:45 Uhr - RB 42 -> Braunschweig - 16:35 Uhr (+8)

16:59 Uhr - ICE 1699 -> Kassel-Wilhelmshöhe - 18:14 Uhr

18:37 Uhr - ICE 1171 -> Mannheim - 20:44 Uhr

21:20 Uhr - S 6 -> Worms - 21:48 Uhr

 

Hier verweise ich im Wesentlichen auf den Bericht zum Besuch in Höxter. Beim Abtippen fiel mir erst auf, wie bemerkenswert pünktlich ich an diesem Tag unterwegs war. Der größere Umweg auf der Heimreise erklärt sich mit dem Besuch zweier klassischer Motive der Eisenbahnfotografie: Die Formsignalbrücke in Bad Harzburg und das Bahnhofsgebäude in Vienenburg, seines Zeichens das älteste noch erhaltene in ganz Deutschland. Und nach oftmaliger Sichtung habe ich es in Kassel-Wilhelmshöhe nun auch endlich geschafft, einmal mit dem ICE namens Bundesrepublik Deutschland zu fahren. Sehr schön! :-)


09.04.2022

12:40 Uhr (+1) - RE 4 -> Germersheim - 13:22 Uhr (+6)

13:49 Uhr - S 3 -> Mannheim - 14:26 Uhr

14:39 Uhr (+4) - EC 2508 -> Köln - 17:23 Uhr

18:09 Uhr (+3) - ICE 613 -> Mannheim - 20:00 Uhr

20:15 Uhr (+1) - S 6 -> Worms - 20:37 Uhr (+4)

 

Nachdem es in der Nacht zuvor heftig geschneit hat (man beachte das Datum!), wagte ich mich erst gegen Mittag nach draußen. Die geplante Fahrt nach Karlsruhe endete wegen eines Oberleitungsschadens bereits in Germersheim, von wo aus es über eine große Runde wieder nach Hause ging :-) Kein weiter erwähnenswerter Tag, aber immerhin sind mir ein paar - wie ich finde - recht schöne Fotos geglückt.


08.04.2022

7:52 Uhr (+14) - IC 2151 -> Erfurt - 8:42 Uhr (+9)

9:02 Uhr - RE 56 -> Nordhausen - 10:20 Uhr

10:39 Uhr - RB 80 -> Göttingen - 12:09 Uhr

12:14 Uhr - RB 83 -> Kassel Hbf - 13:13 Uhr

13:41 Uhr - RE 5 -> Kassel-Wilhelmshöhe - 13:46 Uhr

13:54 Uhr - ICE 1683 -> Frankfurt/Main - 15:43 Uhr

16:12 Uhr - RE 70 -> Mannheim - 17:19 Uhr (+8)

18:14 Uhr (+17) - S 6 -> Worms - 18:37 Uhr (+18)

 

Nach dem Chaos am Vortag waren meine Züge - abgesehen vom ersten und letzten - sehr pünktlich. Die Tagesparole lautete: "Nebenbahnhopping" Am zutreffendsten war dies wohl für die Strecke von Erfurt nach Nordhausen, die mir einmal mehr deutlich machte, welch große Rolle die Bahn (genauer gesagt die Deutsche Reichsbahn) zu DDR-Zeiten spielte: Immer wieder für den heutigen Verkehr völlig überdimensionierte Bahnhöfe, Trümmer von Betriebswerken und Fabriken mit umfangreichen Gleisanlagen usw. Und dazu teilweise noch die Technik aus Kaisers Zeiten, d.h. besetzte und nicht ferngesteuerte Stellwerke und teilweise sogar noch Schrankenposten, deren Aufgabe aus nichts anderem besteht, als 1x oder 2x in der Stunde ein paar Schrankenbäume runter- und anschließend wieder hochzukurbeln. Gab es früher ja zu Tausenden... Ein Relikt aus der Vergangenheit auch der große Kasseler Hauptbahnhof, heute gänzlich ohne Fernverkehr (läuft ausschließlich über Kassel-Wilhelmshöhe), dafür aber noch immer mit Bahnhofskino! 


07.04.2022

14:17 Uhr - RE 14 -> Frankfurt/Main - 15:23 Uhr (+7)

15:46 Uhr (+2) - RB 34 -> Nidderau - 16:25 Uhr

16:32 Uhr (+23) - RB 49 -> Hanau - 16:49 Uhr (+55)

16:38 Uhr (+73) - EC 218 -> Eisenach - 18:24 Uhr (+99)

 

Trotz Sturmwarnung wieder unterwegs. Total ohne Plan wollte ich eigentlich nur ein paar Regionalzüge nehmen, möglichst auf Strecken, die ich noch nicht kannte. Der Sturm kam tatsächlich, und ein umgestürzter Baum bei Bruchköbel verhinderte lange "erfolgreich" die Weiterfahrt Richtung Hanau. Im DB Navigator gab es praktisch überall zwei- und sogar dreistellige Verspätungsminuten, bei dem Wetter allerdings auch verständlich. Hier zeigte sich dann einmal mehr, wie entspannt eine Bahnfahrt ist, wenn man kein konkretes Ziel hat. Fast alle anderen Reisenden fluchten und zitterten um Anschlusszüge, während mir das so ziemlich egal war. So schön das Bahnfahren ja ist, regelmäßig darauf angewiesen sein möchte ich jedoch trotzdem nicht - viel zu stressig! In Ostheim bei Hanau wurden wir dann kurzfristig sogar aus dem Zug geschickt, da die Strecke angeblich gesperrt sei und wir ohnehin nicht mehr weiterfahren würden. Kurz darauf widerlegte ein Zug aus der Gegenrichtung diese These jedoch :-) Mit knapp einer Stunde Verspätung in Hanau angekommen, entschied ich spontan, nicht mehr nach Hause zu fahren. Ein kolossal verspäteter EC brachte mich bis nach Eisenach, wo ich - abgesehen von der Wartburg - bislang auch noch nicht war. Ein sehr preisgünstiges Hotel wurde unterwegs gebucht, und ein leckeres Abendessen im Kartoffelhaus Eisenach gab es außerdem noch. Eisenach steht auf jeden Fall noch auf der Liste für einen Tagesausflug.


05.+06.04.2022

6:08 Uhr (+1) - ICE 991 -> Mannheim - 6:23 Uhr (+5)

6:32 Uhr (+2) - ICE 270 -> Berlin Ostbahnhof - 11:39 Uhr

11:47 Uhr - S 3 -> Rahnsdorf - 12:13 Uhr

13:51 Uhr - S 3 -> Berlin Hbf - 14:29 Uhr

15:16 Uhr - EC 177 -> Dresden - 17:07 Uhr

21:12 Uhr - IC 2248 -> Leipzig - 22:21 Uhr

22:51 Uhr (+25) - ICE 699 -> Stuttgart - 4:43 Uhr

5:02 Uhr - ICE 774 -> Mannheim - 5:59 Uhr (+2)

6:18 Uhr - S 6 -> Worms - 6:43 Uhr

 

Knapp 25 Stunden ohne Schlaf unterwegs :-) So gesehen der erste Reisetag mit einem konkreten Ziel, das sich aber auch erst unterwegs ergab. Es ging zur Straßenbahn Woltersdorf, östlich von Berlin. Bin die kurze Strecke in den alten Gothawagen einmal rauf und wieder runtergefahren und dann mit der S-Bahn zurück zum Berliner Hauptbahnhof. Dort - dank der gelockerten Coronaregeln - konnte ich zum ersten Mal die DB PremiumLounge im vollen Betrieb erleben. Ganz tolle Sache mit einer großen Auswahl an kalten und warmen Speisen, prima! Spontan entschied ich mich im Anschluss für einen EuroCity der České dráhy (Tschechische Staatsbahn) nach Dresden. Das kulinarische Angebot im dortigen Speisewagen war nochmal eine ganz andere Hausnummer: Eine zwölfseitige Speisekarte mit locker 20 warmen Gerichten, dazu Desserts, Snacks, Tapas usw. - das bekommt man in so manchem Restaurant nicht! Soweit ich es verstanden habe, werden die tschechischen Speisewagen nicht von der Bahn selbst, sondern von Pächtern betrieben, denen auch die Entscheidung über das Angebot usw. obliegt. Habe zwar nichts gegessen, aber man kommt sich dort wirklich vor wie in einem Restaurant. Dieser Tagesbericht ist sehr kulinarisch geprägt - und so ging es auch weiter. In Dresden angekommen, war die Frage noch ungeklärt, ob ich dort übernachten oder die Nacht im Zug verbringen wollte. Ich entschied mich nach einem wie immer ausgezeichneten Abendessen im Restaurant Ontario für letzteres, was eindeutig die unbequemere Variante war. Immerhin kam ich so noch zu ein paar schönen Fotos vom riesigen und fast menschenleeren Leipziger Hauptbahnhof. Und schlafen kann man ja schließlich, wenn man alt ist :-)


04.04.2022

17:14 Uhr (+3) - EC 114 -> Mainz - 17:40 Uhr (+3)

17:49 Uhr (+10) - RB 75 -> Darmstadt - 18:21 Uhr

18:37 Uhr - IC 2297 -> Heidelberg - 19:11 Uhr (+5)

19:32 Uhr (+2) - S 2 -> Mannheim - 19:51 Uhr

20:15 Uhr (+2) - S 6 -> Worms - 20:37 Uhr (+5)

 

Rumfahren, einfach nur rumfahren... :-)


03.04.2022

11:15 Uhr - ICE 1116 -> Köln - 14:00 Uhr (+16)

14:25 Uhr (+4) - RB 27 -> Mönchengladbach - 15:19 Uhr (+2)

15:50 Uhr (+3) - RE 4 -> Aachen - 16:43 Uhr

16:51 Uhr - RE 1 -> Köln - 17:44 Uhr (+1)

18:09 Uhr (+32) - ICE 613 -> Frankfurt-Flughafen - 19:25 Uhr (+9)

20:23 Uhr - RE 3 -> Mainz - 20:49 Uhr

20:52 Uhr - S 6 -> Worms - 21:36 Uhr

 

Wenn ja ausnahmsweise mal ein ICE in Worms hält, muss man das natürlich ausnutzen :-) Besonders, wenn er baustellenbedingt über die rechte Rheinstrecke fährt und man das Mittelrheintal von der anderen Seite bewundern kann. Außerdem gab es den ersten Besuch in Mönchengladbach und in der DB Lounge am Flughafenbahnhof - jetzt fehlt mir nur noch die Lounge in Nürnberg in meiner Sammlung.


02.04.2022

14:40 Uhr - RE 4 -> Karlsruhe - 15:52 Uhr (+6)

16:10 Uhr (+10) - EC 6 -> Mainz - 17:18 Uhr (+8)

17:51 Uhr - S 6 -> Worms - 18:36 Uhr

 

Nachdem es am 01.04. geschneit (!) hatte, begann das Abenteuer erst am 02.04., bei lausiger Kälte. Bin dann tatsächlich nur ein kleines Dreieck über Karlsruhe und Mainz gefahren, sah aber immerhin zum ersten Mal einen SBB-Speisewagen, der mir doch viel gemütlicher vorkam als das DB BordRestaurant.


2021



Am 27.03. um 6.35 Uhr mit der S 6 von Worms nach Mannheim, am 26.06. um 23.30 Uhr mit der S 6 von Mannheim nach Worms - zwischen diesen beiden Zügen lagen an 31 Reisetagen noch 189 weitere Züge und insgesamt knapp 25.000 Kilometer.

 

Das sind die nackten Zahlen zu meinem "Abenteuer BahnCard 100", das ich von Ende März bis Ende Juni erleben durfte.

Vorweg: Es war genial! Man wird natürlich immer trefflich darüber streiten können, wie sinnhaft es ist, für 3 Monate Bahn fahren 2.165 EUR auszugeben, und man kann den dafür erhaltenen Gegenwert dazu nur schwer ins Verhältnis setzen. Für mich hat es sich jedenfalls gelohnt, auch rein rechnerisch bei letztlich weniger als 9 Cent pro gefahrenem Kilometer.

 

Die BahnCard 100 war schon länger ein kleiner Traum von mir, und ich konnte mir diesen dank einer recht entspannten finanziellen Lage nun endlich erfüllen. Es war übrigens von Anfang an klar, dass es eine BahnCard für die 1. Klasse sein würde, auch wenn dies den Preis nochmal um knapp 1.000 EUR erhöhte. Aber dieser Mehrpreis ist angesichts der vielen Vorteile aus meiner Sicht absolut gerechtfertigt. Als da wären:

1. Man hat in der 1. Klasse mehr Platz. Und zwar einerseits, da die Wagen nur 2+1 bestuhlt sind; ich nehme mir nach Möglichkeit immer einen Platz auf der "1er-Seite" - dann sitzt auf keinen Fall jemand neben mir. Und andererseits ist es in der 1. Klasse generell nicht so voll. Das wurde gerade in den letzten Wochen zum wichtigen Argument, als die Züge im Zuge der Lockerungen wieder deutlich besser ausgelastet waren. Das betraf die 2. Klasse deutlich stärker, wo in manchem Fernzug die Leute schon wieder in den Gängen sitzen bzw. stehen mussten.

2. Das Publikum. Als stark ruhebedürftiger Mensch muss ich in einem vollbesetzten Zug ohnehin schon einige Kompromisse machen. Daher gehören neben Kopfhörern auch Ohrenstöpsel zu meiner unverzichtbaren Grundausstattung, wenn ich unterwegs bin. In der 1. Klasse ist der Lärmpegen im Schnitt deutlich niedriger, wenn man mal von dem ein oder anderen Dauertelefonierer absieht. Besonders nervig in den eigentlich als Ruhebereich ausgewiesenen Wagen. Was der Ruhe aber mit Abstand am zuträglichsten ist: In der 1. Klasse gibt es weniger Kinder! Nun habe ich ja an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass negative Bemerkungen über Kinder in Deutschland auf einer Stufe mit der Holocaust-Leugnung stehen, aber bei dem überschaubaren Leserkreis meiner Seite traue ich mich, das zu sagen :-) Und außerdem habe ich ja absolut nichts gegen Kinder, zumindest solange sie sich halbwegs erträglich benehmen - leider ist das inzwischen zur absoluten Ausnahme geworden. Okay, zurück zum Thema...

3. Der Service. Der war dank Corona zwar anfangs noch stark eingeschränkt, inzwischen gibt es auch wieder den Service am Platz. Da ich gerne im Zug esse (vor allem zum Frühstück), ist das ein nicht unwichtiges Argument. Das gleiche gilt für die kostenlosen Zeitungen, die es zumindest in den meisten Fernzügen wieder gibt.

 

In den allermeisten Fällen hatte ich in den Zügen aber tatsächlich meine Ruhe, höchstens unterbrochen durch das Zugpersonal und die ein oder andere lustige Ansage. Mein ursprüngliches Vorhaben, unterwegs Stichpunkte für diesen Bericht zu sammeln, habe ich leider nur sehr inkonsequent umgesetzt, wobei jetzt (zum Glück?!) auch nicht so viel passiert ist. Verspätungen gab es natürlich immer mal, aber im Großen und Ganzen fand ich es noch im Rahmen. Bei der BahnCard 100 hat man ja eh keine Zugbindung und kann daher auf Verspätungen/Ausfälle auch sehr flexibel reagieren. Und zur Not musste man halt etwas warten, da "der Lokführer seinen Anschlusszug verpasst hat" - so gehört in Frankfurt Hauptbahnhof im ICE Richtung Essen.

 

Stichwort Flexibilität: Das habe ich in den drei Monaten wohl am meisten geschätzt. Einfach morgens an den Bahnhof laufen, die erste S-Bahn nach Mannheim nehmen und erst dort entscheiden, in welchen Fernzug man steigt - das hat schon was. Ich hatte mir im Vorfeld natürlich eine Liste mit Städten/Orten gemacht, die ich in der Zeit besuchen wollte; und immerhin die Hälfte davon habe ich auch geschafft. Für die einzelnen Berichte verweise ich hierauf. Es gab aber auch Reisetage ganz ohne konkretes Ziel. Also Tage, an denen ich einfach nur kreuz und quer durchs Land gefahren bin, ohne mir irgendetwas außerhalb der Bahnhöfe anzusehen. Das mag man jetzt mehr als seltsam finden, aber solche Touren fand ich immer besonders entspannend. Zug fahren ist für mich ohnehin eine sehr beruhigende Sache - man kann die Zeit wunderbar nutzen und lesen, Musik hören, im Internet surfen, die Landschaft und die Leute im Zug beobachten, nachdenken, träumen und manchmal sogar ein wenig schlafen. Und nein, mir wurde dabei auch überhaupt nicht langweilig. Da sich mein Interesse nicht nur rein aufs Bahn fahren sondern auch auf die dahintersteckende Technik (Betriebsabläufe, Streckenverläufe, verschiedene Zugarten usw.) erstreckt, habe ich in den drei Monaten auch einiges über das "System Eisenbahn" gelernt. So z.B. die Tatsache, dass ausländische Bahngesellschaften ihre Fernzüge für meinen Geschmack viel stilvoller ausstatten als die Deutsche Bahn. Das ist natürlich Geschmackssache, aber in den bunten Plüschsesseln im TGV (inkl. romantischer Tischlampe) habe ich mich sehr wohlgefühlt. Gleiches gilt für die "Chefsessel" im Fernzug der ÖBB, den ich eher unfreiwillig kennengelernt habe - siehe hierzu das Ende dieses Berichtes.

 

Interessant waren auch die Beobachtungen, die man während der Fahrt machen konnte. So hatte ich an einem Sonntag mal das Glück, in einem ICE3 von Würzburg nach Nürnberg ganz vorne zu sitzen und dem Lokführer regelrecht über die Schulter schauen zu können. Dazu muss man wissen, dass die Führerstände im ICE3 nur durch Glas vom Abteil getrennt sind. Der Lokführer hat dann die Wahl, das Glas durchsichtig oder verblendet zu schalten (ungelenk ausgedrückt, aber ihr wisst was ich meine...), wobei 99,9% der Lokführer sich für die Verblendung entscheiden. Dieser eine Herr jedoch nicht, danke dafür! Zu den Beobachtungen gehören natürlich auch die des menschlichen Verhaltens. Hier bilde ich mir ein, festgestellt zu haben, dass man als Besitzer einer BahnCard 100 vom Zugpersonal im Schnitt mindestens einen Tick höflicher behandelt wird. Nun bin ich rein von meiner äußerlichen Erscheinung und meinem Auftreten sicher nicht der typische BahnCard 100-Besitzer, und dem entsprechend gab es das ein oder andere überraschte Gesicht, als ich selbige dann vorzeigte. Fast immer folgte dann jedoch ein "Gute Fahrt" oder gar ein "Angenehme Reise Herr Hendrich!" - das fand ich irgendwie toll! Und ich würde auch niemals bestreiten, dass der Erwerb der BahnCard 100 nicht auch ein klein wenig der Pflege meines Egos diente. Ganz so uneitel bin ich dann doch nicht...

 

Am ersten Geltungstag Ende März lag Deutschland ja im tiefsten Lockdown, damals noch ohne jede Aussicht, dass das irgendwann mal wieder anders werden würde. Dem entsprechend leer waren viele Züge, es gab keinen gastronomischen Service, keine Zeitungen, und auch die DB Lounges öffneten gerade erst wieder. Bei dieser Gelegenheit muss ich die Lounges auch nochmal kurz erwähnen, da ich bis auf vier inzwischen alle mindestens einmal besucht habe. Es wartet sich dort naturgemäß viel angenehmer als auf dem Bahnsteig, auch wenn es baulich und komforttechnisch doch beträchtliche Unterschiede gibt. Highlight war eindeutig die neu eröffnete Premium Lounge im Berliner Hauptbahnhof, in der man sich wirklich wie in einer stilvollen Bar vorkommt, klasse! Glücklicherweise wurden manche Einschränkungen mit der Zeit gelockert, vor allem im Bereich Gastronomie. Sowas geht im regelungswütigen Deutschland natürlich nicht ohne Schwachsinn: Stand Mitte Juni gab es in der 1. Klasse wieder Service am Platz, d.h. man konnte beim Zugpersonal Speisen und Getränke bestellen und bekam sie an den Platz gebracht. Speiste man jedoch im Bordrestaurant, musste man sich das Essen selbst an der Theke abholen. (?!) Gerade beim Servicepersonal in den Bordrestaurants hatte ich den Eindruck, dass die Damen und Herren wirklich froh darüber waren, endlich wieder Menschen bedienen zu dürfen. Großes Lob an dieser Stelle für die Freundlichkeit! So konnte es schon mal passieren, dass man einen Getränkegutschein bekam, weil das Frühstück ohne Butter serviert wurde. Dass ich überhaupt keine Butter esse, habe ich an der Stelle dann wohlweislich nicht erwähnt :-)

 

Noch ein Wort zu Corona und zu menschlichem Verhalten. Die Maskenpflicht ist so eine Sache, wobei ich persönlich zum Glück sagen kann, dass mich die Maske wohl weniger stört als manch anderen. Bequemer ist es natürlich ohne, und ich sage auch ganz offen, dass ich der Maskenpflicht eher situationsabhängig nachgekommen bin. Zum Beispiel sehe ich es absolut nicht ein, in einem geschlossenen Abteil, in dem außer mir niemand sitzt, permanent eine Maske zu tragen - das ist völlig unnötig. Wenn ein Zugbegleiter oder ein anderer Fahrgast hinzukommt, wird sie selbstverständlich wieder aufgesetzt. Ich wurde hierauf im Übrigen nicht ein einziges Mal negativ angesprochen, die meisten Zugbegleiter haben das Thema auch eher entspannt aufgefasst. Aber es gab auch andere. Zu den Standarddurchsagen in den Fernzügen gehört ja u. a. der Hinweis auf "die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske während der gesamten Fahrt" - so der genaue Wortlaut gemäß Vorgabe der DB. Speziell hierbei konnte man sehr gut beobachten, wie der jeweilige "Ansager" zu dieser Thematik eingestellt war. Die einen sagten den Text eher pflichtschuldig auf, während andere jedes einzelne Wort betonten und ggf. auch noch ergänzten. So konnte es dann zum Beispiel auch heißen: "Ich möchte Sie daran erinnern, dass die Maske immer vollständig über den Mund und über die Nase gezogen sein muss.", oder auch "Bei Nichtbeachtung dieser Regeln müssen wir Sie von der weiteren Beförderung ausschließen" usw. usw., wobei ich die Betonung einzelner Passagen hier nicht wirklich rüberbringen kann. Beim ein oder anderen Zugbegleiter hatte ich schon den Eindruck, dass es ihm nachgerade Spaß machte, mal den dicken Max raushängen zu lassen und den Fahrgästen zu zeigen, "wer der Chef ist" - Söder und Co. lassen grüßen.... 

 

Bevor der Text noch weiter vom Thema abschweift, komme ich mal zum Fazit:

Die drei Monate waren ein tolles Erlebnis, das ich auf keinen Fall missen möchte! Ganz im Gegenteil. Wenn die Umstände es erlauben, werde ich mir auch im nächsten Jahr nochmal eine BahnCard 100 gönnen. Da ich nächstes Jahr nicht berufstätig sein werde, kann ich sie sogar noch öfter und ausgiebiger nutzen - ich freue mich drauf!